Kirby Star Allies Nintendo Switch Review – Knuffiger Multiplayer Spaß

Am 16. März erscheint endlich der erste Kirby Ableger für die Nintendo Switch. Ob der Titel mehr zu bieten hat als sein Wii U Vorgänger und was sonst noch auf euch in Kirby Star Allies wartet, könnt ihr wie immer bei uns im Test nachlesen.

Freunde > all

Kirby Star Allies ist im Grunde zwar ein klassischer Kirby Ableger wie man ihn kennt und liebt, fokussiert sich aber komplett auf einen vier Spieler Aufbau durch CPU-Unterstützung oder dem gemeinsamen Spielen mit Freunden vor der Konsole. Wer bisher eine Nintendo Konsole sein Eigen nennen durfte wird wohl kaum an den rosa Flauschball der gerne möglichst viel Gegenstände und Lebewesen einsaugt und auch hin und wieder ausspuckt vorbeigekommen sein. Wie auch bei allen anderen großen Nintendo Eigenmarken hat Kirby laufend neue Gastauftritte hingelegt (Super Smash Bros.) oder experimentelle Ableger Abenteuer bestritten (Kirby: Planet Robobot oder auch Kirby und der Regenbogen-Pinsel). Die Kern-Elemente für die man unseren rosa Protagonisten kennt blieben hier eigentlich immer großteils erhalten und wurden versucht möglichst viel mit neuen Elementen aufzufrischen. Star Allies wirft hier einfach alles was man aus der Serie über die Jahre so kennen lernen durfte in einen Topf, bleibt dabei aber sehr klassisch und simpel. Sobald Kirbys Fähigkeiten mal nicht für ein Hindernis oder die Lösung eines Rätsels ausreichen, müsst ihr nur den richtigen Partner in euer Team holen und eure Kräfte mit einem Button vereinen. Es kommen dadurch unzählige neue Kombinationen zum Vorschein, die alle noch dazu meistens sehr amüsant oder einfach nur wirklich süß aussehen. Die negativen Aspekte die der Multiplayer-Faktor und die Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten mit sich bringen fallen aber bereits sehr schnell im Laufe des Spiels auf. Die Spielzeit der Kampagne beläuft sich trotz einiger verschiedenen Stages und Welten auf gute 3-5 Stunden und wirklich mehr als was euch die optionalen Stages an Fähigkeiten zur Verfügung stellen wird nie bei einer Aufgabe/Rätsel benötigt, was den Entdeckungsfaktor und den Schwierigkeitsgrad im Gegensatz zu älteren Kirby Ablegern in Star Allies leider deutlich reduziert.

Kirby Star Allies Nintendo Switch Cerealkillerz Screenshot

Putzige Animationen und generische Mini-Games

Wenn man über die fehlende Herausforderung in Star Allies hinweg sieht, bekommt man auf jeden Fall ein sehr spaßiges und vor allem sehr buntes Erlebnis geboten. Bei vier Spielern kann es zwar durch die unzähligen Effekte oftmals sehr schnell unübersichtlich werden, aber die einzelnen Animationen lassen sich dann doch etwas besser unterscheiden als in den meisten Titeln die bisher versucht haben vier Spieler auf einem Screen durch die Welt spazieren zu lassen. Etwas überraschend war die doch sehr gute KI der CPU Partner, die einem wirklich sinnvoll im Einzelspieler unterstützen können. Etwas weniger prickelnd ist dafür die gegnerische KI ausgefallen. Gegner bleiben oftmals regungslos in der Gegend stehen und die Boss Kämpfe sind zwar voll gestopft mit klassischen Kirby Gegenspielern aus den diversen Ablegern, wirken aber auch hin und wieder wie eine abgespeckte Version, die vor allem deutlich überfordert ist mit der Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten die ihr in Star Allies nutzen könnt um eure Gegner auszuschalten. Auch die Steuerung ist etwas fragwürdig überbelegt mit einem Button um euch von euren Freunden zu trennen oder das Team neu aufzubauen/zu rekrutieren.

Nintendo Switch Koch Kirby

Star Allies kann man auf jeden Fall nicht eine fehlende Vielfalt an Kirby-Fanservice vorwerfen. Die Kombinationen sind zwar großteils sehr simpel vom Gameplay her, sehen aber großartig aus und werden euch einige Male zum schmunzeln bringen. Was etwas weniger spaßig ausgefallen ist, sind die diversen Mini-Spiele die das Spiel neben dem Einzelspieler zu bieten hat. Wir können zwar aus Spoiler-Gründen nicht direkt auf alle davon eingehen, aber die beiden die euch von Anfang an zur Verfügung stehen sind leider absolut einfallslos ausgefallen und bieten leider kaum Mehrwert für das ohnehin schon kurz ausgefallene Hauptspiel. Ähnlich wie ein abgespecktes Mini-Spiel aus einem Mario Party Ableger könnt ihr um die Wette einen Baum hochklettern oder einen Baseball im richtigen Moment treffen. Wenn man vergleicht wie kreativ man hier zum Beispiel bei Super Smash Bros. noch gearbeitet hat, sind die Mini-Games in Star Allies leider sehr dürftig ausgefallen.

Nintendo Switch Screenshot Cerealkillerz Freundeskreis

Auch die klassischen Belohnungen die auf euch im Laufe des Spiels warten sind wie zuvor erwähnt viel zu leicht auffindbar bzw. werden kaum viel von euch fordern. Damit fehlt es auch etwas an Wiederspielwert im Gegensatz zu klassischen Kirby Teilen. Als Trostpflaster gibt es zumindest die üblichen Tracks, Animationen und Bosse/Stages die man von der Serie kennt und liebt, was uns wieder zum Punkt: Gelungener Fanservice zurückbringt.

Kirby Star Allies erscheint am 16. März exklusiv für die Nintendo Switch.

Fazit

Kirby Star Allies wirkt wie ein Liebesbrief an Kirby und vier Spieler Couch Co-Op Fans, haltet sich dabei aber sehr kurz und bietet abseits der Kampagne zu wenig Motivation um den Titel nach Abschluss der Story eine erneute Chance zu geben. Wer an ein paar Stunden Multiplayer Kirby Action mit Freunden interessiert ist, kann hier aber trotz allem ohne Bedenken zugreifen.

Positiv

+ Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten bieten abwechslungsreiches Gameplay

+ Gelungene Partner-KI macht es auch für Einzelspieler interessant

+ Jede Menge Kirby-Fanservice und knuffige Animationen

Negativ

– Mit 3-5 Stunden Spielzeit sehr kurz ausgefallen

– Wenig Wiederspielwert durch einfallslose Mini-Spiele

– Fehlende Herausforderung (Rätsel, Boss-Kämpfe, CPU Gegner etc.)

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Written by: Gabriel Bogdan

Redaktionsleiter/Vernichter von Cornflakes und Vollzeit Gamer

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