PlayStation 5: Scalper-Gruppe kauft mittels Bots 3.500 Konsolen online!

Wer eine PS5 bestellen will, braucht Geduld und Glück. Die geringen Kontingente sind momentan nicht ausreichend, um die hohe Nachfrage zu decken. Da hilft vielen auch keine neue Vorbesteller-Welle, wie sie ab und zu anrollt. Hinzu kommen Leute, sogenannte Scalper, die die Chance für einen Normalverbraucher auf eine PS5 weiter stark senken. Die sogenannte Scalper nutzen Marktsituationen aus, in der die Nachfrage das Angebot weit übersteigt. Mit Bots schnappen sie den ehrlichen Käufer die Konsolen vor der Nase weg, um sie dann anschließend mit einem Aufpreis wieder zu verkaufen.

Diese Wiederverkaufspreise reichen vom doppelten des Retail-Preises bis zu wahnwitzigen Unsummen, die die Grenze von 2.000 Euro sprengen. Und leider haben sie mit der Masche sogar Erfolg, denn es gibt immer mehr Fans, die nun endlich eine PS5 besitzen wollen, doch keine mehr vorbestellen konnten. Der Grund dafür? Man hat gegen die – übrigens legalen – Bots einfach keine Chance; wer sich normal über Anmeldemaske und Warenkorb navigiert, hat hier bereits verloren.

Gegenüber Business Insider verriet einer der Wucherer, ein Manager der britischen Cook-Group (zahlungspflichtige Foren für Scalpern), dass seine Gruppe insgesamt rund 3.500 Konsolen für die zahlenden Mitglieder beschaffen konnte. Diese blechen monatlich eine Gebühr von zwischen 30 und 400 britischen Pfund und bekommen dafür unter anderem Kaufgarantien. Seine Bots würden jedem Mitglied „zu fast 100 Prozent mindestens eine PS5 garantieren“, so der Manager. Verschiedene Online-Handler versucht man zwar durch Captchas und Limitierungen zu unterbinden, doch meistens lässt sich für Profis schnell eine Lösung für diese Maßnahmen finden. Die große Mehrheit der Zockergemeinde verurteilt die Schwarzmarkthändler scharf, doch wirtschaftlich lohnt sich deren Geschäftsmodell so sehr, dass ein Ende der Praktiken nicht in Sicht ist. Bis zu 1.000 Euro zahlen verzweifelte Individuen mitunter für die Konsolen, die im regulären Handel nur knapp die Hälfte kosten.

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Written by: Julian Bieder

Retro-Zocker, Gwent-Experte und eifriger Trophäenjäger