Oddworld Soulstorm E3 Preview: Ein Treffen mit Gründer Lorne Lanning

Lorne Lanning ist der Gründer von Oddworld Inhabitants, ein Entwicklerstudio, das sich vornehmlich mit Oddworld – Franchise beschäftigt. Seit dem ersten Teil, Oddworld: Abe’s Odyssey sind viele weitere Ableger erschienen, doch nun will Lanning nach dem Reboot mit New & Tasty die gesamte Franchise nochmal neu angehen. So soll Oddworld Soulstrom nun das echte und wahre Sequel zu dem Klassiker von damals werden – eine anspruchsvolle Aufgabe.

Lanning sitzt gelassen mit dem Controller in der Hand vor einem riesigen Bildschirm. „Wir sehen diesen Spiel als einen 2.9D-Titel an,“ sagt er. Damit ist die Grafik gemeint, die eigentlich vollwertiges 3D ist, aber dennoch ein 2DSidescrolling-Plattformer ist. Bis zu dem Punkt, wo der Titel plötzliche doch seinen gesamten 3D Aufbau preisgibt: Schaut Abe zum Beispiel durch ein Fernglas, erhält die Welt ein detailiertes Tiefenverhältnis, der auch den weiteren Verlauf des Levels zeigt.

3D Einsichten in einem Sidescroller!

Crafting ist einer der wichtigsten Mechaniken im Spiel, deswegen gibt es unzählige Materialien zu sammeln, die zu den verrücktesten Gadgets zusammengebastelt werden können. Ein Molotow-Cocktail wird mit Gummiband zu einer springenden Brandbombe, die über mehrere Ecken abfedert und passenderweise mit dem Gegner kollidiert und zerplatzt. „Je mehr Gummibänder, desto öfters springt das Ding,“ so Lanning und auf die Frage wieviele Sachen man denn craften könne antwortet er nur „sehr, sehr viele.“

Lorne Lanning möchte sich in Hinsicht auf genaue Zahlen nicht wirklich äußern.

„Oh shit!“ Lanning hat mit einer der Bomben unabsichtlich seine eigenen Gefolgsleute (von denen einem bis zu 300 folgen können) in Brand gesteckt. Er löscht sie mit einem Feuerlöscher und zeigt danach dass man mit diesem auch nicht brennende NPCs und Abe selbst einsprühen kann um kurzzeitig durchs Feuer zu laufen. Eben diese von Abe befreiten Mudokaner können auch ihre eigenen Aktionen ausführen: Wenn Abe sie anfordert pazifistisch sich zu verhalten, machen sie Yogaübungen oder stehen friedlich in der Gegend herum, aber aggressive Mudokaner attackieren selbstständig Gegner mit den Waffen, die sie von Abe erhalten haben.

Die Follower wissen sich zu wehren – wenn die Anweisung bekommen.

Gerade im Falle von Töten erhält man viel negatives Quarma, etwas das mit dem Retten von Arbeitern zwar wieder ausgeglichen werden kann – aber bei einer Massenvernichtung wird Abe immer stark im Minus bleiben. Die Quarmapunkte beeinflußen das Spielende, auch hier hält sich Lanning bedeckt: „Es wird definitiv mehr als zwei Enden geben, aber auch nicht unübersichtlich viele. Sprechen wir einfach von multiplen Enden.“

Oddworld Soulstorm ist ein überaus ambitioniertes Projekt und das merkt man auch sofort, aber die Leidenschaft mit der Lorne Lanning von dem Titel spricht und die Begeisterung, die er für Oddworld zeigt, lassen an einem Erfolg eigentlich überhaupt nicht mehr zweifeln. Den Release plant er für 2020, aber genauer will er sich noch nicht festlegen, da er meint, die Spielergemeinde wäre enttäuscht, wenn ein frühes Veröffentlichungsdatum angeben wird, dieses dann aber nach hinten verschoben wird, falls das Studio doch noch länger brauchen sollte.

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Written by: Julian Bieder

Retro-Zocker, Gwent-Experte und eifriger Trophäenjäger