Norwegen wirft Nintendo gesetzeswidriges Handeln wegen „Refund-Policy“ vor

Die digitale Distribution hat über die letzte Dekade unsere Wohnzimmer erreicht: War bis vor 10 Jahren (wo die Digitalisierung erst in ihren Kinderschuhen steckte) noch alles mehr oder weniger auf den Verkauf physischer Distributionen ausgelegt hat sich das über die letzten Jahre geändert. So hat nun nahezu jeder Publisher seine eigene Vertriebsplattform mit den entsprechenden Konditionen. Regelmäßig werden vom europäischen Verbraucherschutz und den jeweiligen Ländern Untersuchungen im Hinblick auf die Konsumentenfreundlichkeit unternommen um so den Markt zu regulieren und für Konsumenten eine faire Basis zu schaffen. Jetzt hat die Kritik Nintendo erwischt.

Der norwegische Verbraucherschutz hat in einem offenen Brief den japanischen Konzern ermahnt die europäischen Gesetze einzuhalten: Die nicht vorhandene Rückgabemöglichkeit für Vorbestellungen würde das Recht der Konsumenten verletzen. Die Verbraucher müssten jederzeit über den Shop eine unkomplizierte und bedienerfreundliche Möglichkeit haben eine Vorbestellung zu stornieren. Dies würde somit einen ungewollten finalen Kauf darstellen und das EU Rücktrittsrecht für Vorabkäufe verletzen.

Zwar wurde Nintendo explizit erwähnt, jedoch fielen bei der Überprüfung von insgesamt 7 großen Vertriebsplattformen nur 2 positiv auf: Steam und Origin würden eine adäquate (wenn auch nicht optimale) Möglichkeit der Rückerstattung bieten. Nintendo hat mittlerweile auch schon darauf reagiert und betont, dass die EU Gesetze korrekt eingehalten werden.

Gespannt auf Runde 2? Wir halten auch auf dem Laufenden.

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Written by: Patrice Naderi

Multikonsolero, Film- und Seriennerd aus Leidenschaft, Technikjunkie, Comicsammler, Sportfan und Müslivernichtungsmaschinerie.

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