KFConsole – Was steckt hinter der Hühnchen-Plattform von Kentucky Fried Chicken?

Nintendo, Sony und Microsoft haben den internationalen Konsolenmarkt fest im Griff – nur ganz selten versuchen andere Unternehmen, zuletzt Google, die Dominanz dieser drei zu durchbrechen. Umso wahnwitziger erscheint es, wenn eine Fast-Food-Kette wie Kentucky Fried Chicken seinen Hut in den Ring des „Konsolen-Kriegs“ wirft: Bereits im Juni 2020 wurde sie angekündigt, damals aber als verrückter Scherz und Marketing-Stunt abgetan; im Dezember stellte sich nun zum Erstaunen aller heraus, dass KFC es mit der hauseigenen Konsole doch ernst meint.

In Zusammenarbeit mit Cooler Master entwickelte KFC ein Stück Hardware, dessen beworbene Funktionen sich sehen lassen können: Raytracing, bis zu 4K-Auflösung und 240Hz-Ausgabe sowie VR-Kompatibilität sollen Gamer überzeugen. Doch das größte Alleinstellungsmerkmal der Konsole, die wie ein Hühnchen-Bucket von KFC geformt ist, ist sicherlich die Lade, in der man die berühmten Hähnchenteile verstauen und warm halten kann. Die Überlegung dahinter scheint zu sein: Wieso nicht die überschüssige Wärme von überhitzenden Konsolen nutzen, um damit Fast Food auf einem verzehrfertigen Level von Wärme zu halten?

An diesem Punkt muss erwähnt werden, dass die KFConsole natürlich keinen Grill ersetzt, mit dem man Geflügel braten kann – dafür müsste das Gerät Hitze erzeugen, durch die verbauten Komponenten schmelzen würden. Apropos Komponenten: KFC Gaming hat auf der offiziellen Website verraten, wie das Innenleben aussehen soll. Ein Datum für die Veröffentlichung gibt es aber bisher nicht. Es bleibt also abzuwarten, ob KFC – wie großspurig angekündigt – alle anderen Konsolen-Hersteller in den Schatten stellen kann.

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Written by: Julian Bieder

Retro-Zocker, Gwent-Experte und eifriger Trophäenjäger