12 Minutes E3 Preview – Ein Apartment, drei Charaktere und eine sich ständig wiederholende Zeitschleife

Luis Antonio hatte bereits bei Rockstar und Ubisoft gearbeitet, als er von dem Mainstream-Gaming genug hatte, sich selbst programmieren beibrachte und den Indie-Titel 12 Minutes entwickelte. Hinter dem Titel versteckt sich ein storybasierender Point and Click – Thriller aus der Vogelperspektive, der sich auf minimalster Fläche abspielt und nach spätestens zwölf Minuten wieder auf Anfang zurücksetzt.

Der vom Spieler kontrollierte Ehemann kommt abends zu seiner Frau nach Hause, wo ihm die Frau wärend des Dinners eröffnet, dass sie schwanger ist. Doch was als häusliches Szenario beginnt, artet schnell in Horror aus: kurz darauf klopft eine weitere Person, von Antonio nur „the policeman“ genannt an die Tür des Apartments und beschuldigt die Frau des Mordes. Wer sich hier bereits zur Wehr setzt, wird von dem Besucher schnell erschlagen oder erstickt – und dann beginnt die Handlung wieder von vorne. Alles steht wie zu Beginn auf Anfang, nur der Ehemann erinnert sich an alles, was zuvor geschah.

Der Spieler lernt gleichzeitig mit dem Protagonisten langsam immer mehr über die Geheimnisse, die ihn umgeben, und versucht das schicksalshafte und tragische Ende zu verhindern. Beispielsweise kann man der Ehefrau versuchen klarzumachen, dass man in einer Zeitschleife festsitzt oder aber man bewaffnet sich mit einem Messer vor dem Eintreffen des „policeman“. Indem man sich mit jedem Ablauf ein besseres Verständnis zu der Situation schafft, kann man sich stetig ein Stück weiterarbeiten, doch der eigene Tod oder das Verlassen des Apartments führen zu einem sofortigen Reset der Umgebung.

Antonio verspricht eine Spielzeit von 6-8 Stunden für Leute, die sich bereits mit Point and Click – Mechaniken auskennen. Als Referenz hat er sich viele nicht chronologische Medien wie den Film Memento genauer angesehen und über sechs Jahre an seiner Idee gefeilt. Der Release von 12 Minutes ist für Anfang 2020 angesetzt und wird neben Xbox One auch auf Steam erhältlich sein.

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Written by: Julian Bieder

Retro-Zocker, Gwent-Experte und eifriger Trophäenjäger