WarioWare Gold Review – Bewährtes Gameplay neu verpackt

Die Story von WarioWare Gold ist so einfach wie absurd: Wiedermal komplett pleite veranstaltet er ein Tunier mit unglaublich hohen Teilnahmegebühren und nimmt dabei natürlich an, dass niemand jemals das ausgeschriebene Preisgeld gewinnen kann. Das Element der Münzen hat zweierlei Effekt: Zum einem kann man damit verschiedene Sammelgegenstände kaufen, andererseits ermöglichen sie auch die Wiederaufnahme nach einem Game Over. Wer also alle vier Leben verliert, kann sich wieder in die Stage bei letztem Siegesstand einkaufen. Dadurch wird es im Gegensatz zu seinen Vorgängern erheblich einfacher die bizarre Tour an Mikrospielen zu bestehen.

Rotz hochziehen ist nur ein Beispiel für die kuriosen Spiele

Aufgeteilt in Knöpfe-, Gyro-, und Touch-Liga muss man zuerst jeweils 5 verschiedenen Charakteren entsprechend mit den 3DS Buttons, dem Motion-Sensor oder dem Stylus helfen. In typischer WarioWare-Manier werden diese Stages mit Mikrospielen absolviert, die ab einer gewissen Runde immer schneller ablaufen und mit einer kniffligeren Boss-Stage abgeschlossen werden. Danach werden drei Ultra-Liegen freigeschaltet, welche auf alle drei Eingabemethoden zugreifen. Die letzte Liga ist schließlich der Kampf gegen Wario selbst, der mit seinen Kräften verschleiert, ob ihr beim nächsten Mikrospiel Knöpfe, Gyrosensor oder Touchpen einsetzen müsst.

Wario ist so fies wie immer!

Die Mikrospiele selbst sind so kurz und simpel wie immer: Früchte in der Luft zerschneiden, Wario das Shirt über den Bauch ziehen, einen Frosch über zwei Plattformen springen lassen oder Ninjasterne auf einen feindlichen Ninja werfen. Vom Spieler werden schnelle Reaktionen verlangt, kein komplexes Rätsellösen. Besonders witzig sind die Spiele der Nintendo-Kategorie: Hier muss man eine Ente in Duck Hunt abschießen, in Fire Emblem schnell einen Gegner besiegen oder mit Link das Masterschwert aus dem Stein ziehen. Es gibt über 300 Mikrospiele und mit Extramodi wie Lautloser Gamer (man muss sich vor seiner Mutter während des Spielens verstecken), Wario unterbricht (zusätzliche Hindernisse beim Spielen) oder Wettstreit (man spielt gegen andere 3DS Besitzer) wird der Wiederspielwert um einiges erhöht.

Die WarioWare Franchise war schon immer eine Kuriosität in Nintendos Bibliothek, und es ist schön, viel von dem in WarioWare Gold zu sehen, was die Reihe zu solch einem heißen Tipp für Fans gemacht hat. Für jeden, der WarioWare noch nicht kennt, ist dies außerdem ein großartiger Einstieg. Für Veteranen hat es mehr als genug neuen Inhalt, um es lohnend zu machen, und Sie erhalten eine Bestseller-Zusammenstellung der besten Mikrospiele. Nur der Storymode ist diesmal etwas kurz ausgefallen, wer keinen Spaß an zusätzlicher Punktejagd hat, kann sich bereits nach zwei Stunden die Credits ansehen.

+ bewährtes Schema funktioniert noch immer gut

+ große Anzahl an Mikrospielen

+ Spielmodi bringen Abwechslung

– Story Mode zu kurz geraten

– deutsche Synchronisation von Wario klingt nicht im Entferntesten wie das Original

Solo Wertung

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Written by: Julian Bieder

Retro-Zocker, Gwent-Experte und eifriger Trophäenjäger

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