Vorschau: Gears of War: E-Day Multiplayer – Versus und Horde, das Herzstück der Serie

Wir hatten die Möglichkeit an der Closed-Beta zum Gears of War: E-Day Multiplayer teilzunehmen und konnten in mehreren Sessions rund 8 Stunden im Versus und Horde Modus verbringen. Was die ersten Karten, neuen Waffen und Gameplay Neuerungen zu bieten haben, könnt ihr wie immer bei uns in der Vorschau herausfinden.

Kalona, die Frotlinie des Locust Krieges.

Der Horde Modus begleitet die Gears of War Reihe jetzt schon lange und wurde in E-Day auf einen 12-Spieler-PvE Modus ausgeweitet, in dem drei Trupps Kalona verteidigen. Jedes Team verfolgt eigene Ziele, während es sich auf großen, atmosphärischen Stadtkarten kreuz und quer bewegt und gegen unaufhörliche Locust-Horden kämpft. Man hat dabei die komplette Freiheit sich auf die Hauptmissionen zu fokussieren oder einfach in eine Seitengasse zu wechseln, um für euch und euren Squad extra Belohnungen per Nebenaufgaben zu organisieren. Horde Siege erweitert das Koop-Survival-Erlebnis der Reihe um groß angelegte Gefechte, truppbasierte Koordination und stetig eskalierende Bedrohungen, die die Teams dazu zwingen, sich anzupassen, ihre Positionen zu verteidigen und gemeinsam zu überleben. Während der Missionen sammelt ihr Energie, die ihr an Versorgungslagern für Ausrüstung, Upgrades und Waffen ausgeben könnt. Das Sammeln der Energie erfolgt gemeinsam im Trupp, ausgegeben wird sie jedoch von jedem Spieler individuell.

Ein kurzer Teaser am Ende vom Boot Camp

Bevor man in die beiden Multiplayer Modi eintauchen konnte, hat das Spiel noch das Boot Camp (Tutorial) empfohlen. Nach ein paar Basics und Vorstellungen der neuen Mechaniken, wurde man aufs Schlachtfeld losgelassen. Es gab auch scheinbar einen kurzen Teaser zur Kampagne, vor allem weil kurz danach das Tutorial direkt abgeschnitten wurde. Vermutlich ist es im finalen Spiel dann noch nochmals um ein Stück länger gehalten und besser in die Geschichte integriert.

Horde ist zurück und wurde in der Beta in drei verschiedene Missionsarten unterteilt.

BLITZ: Kurze Missionen mit 1–2 Zielen.

SIEGE: Missionen mittlerer Länge mit einer größeren Vielfalt an Missionszielen.

HORDE:
Längere Missionen, in denen ihr an einem Ort mehrere Wellen von Gegnern überleben müsst. Zusätzlich zu den sekundären Missionszielen treten regelmäßig kartenweite Ereignisse auf, etwa eine COG-Nachversorgung oder eine Boss-Invasion. Dabei erscheinen mächtige Locust-Bosse auf der Karte, deren Bezwingung die Zusammenarbeit mehrerer Trupps erfordert.

Wir konnten in der Beta bisher nur Brumaks entdecken, aber im finalen Spiel wird hier sicherlich noch etwas Variation an Gegnertypen und Karten ergänzt werden. Wenn ihr diese Aufträge ignoriert, sind über die restliche Runde Modifizierungen aktiv, die eure Fähigkeiten einschränken. Es zahlt sich also neben den Belohnungen aus, die Karte im Auge zu behalten, um solche Aktivitäten gleich mit zu nehmen. Nach dem Abschluss solcher Aufgaben erhaltet ihr Trupp-Perks, die eure Stärke während der laufenden Mission erhöhen, sowie Waffenteile, mit denen ihr neue Waffenmods freischalten könnt. Belohnungen behaltet ihr aber nur wenn ihr die Mission erfolgreich abschließt und evakuiert.

In der Beta waren die anderen Trupps noch großteils mit Bots gefüllt, aber im finalen Spiel könntet es mit 12 Teilnehmern und einer guten Koordinierung, zu einem der bisher besten Modi der Serie werden. Der Beta Umfang war hier zwar sehr eingeschränkt, macht aber definitiv Lust auf mehr.

Der Fortschritt jeder Klasse war während des Tests auf Stufe 10 begrenzt. Zum Launch wird jede Klasse 30 Stufen umfassen.

Versus kommt bisher ohne große Neuerungen aus

Etwas klassischer hat es sich im Versus Modus gehalten. Die beiden spielbaren Karten Market und Outpost inklusive den klassischen Modi Team Deathmatch und Conquest, waren sehr überschaubar und haben sich recht schnell abgespielt. Es hat nur wenige Runden gedauert, um die besten Plätze auf der Karte ausfindig zu machen und in Verbindung mit dem TacCom, kann man sich direkt vor dem Matchsttart mit allen positionierten Waffen vertraut machen. Die neuen Betäubungsgranaten und Säurewaffen (Incinerator) sind eine nette Ergänzung, verändern aber den Gameplay Ablauf kaum.

Wir sind zwar nicht unbedingt auf viele competitive Spieler gestoßen, aber bis auf den regelmäßigen Einsatz von Säure, sind wenig neue spielerische Ansätze in der Beta durchgedrungen.

Ein erstes musikalisches „Schmankerl“ findet sich auch schon in der Beta Fassung

Eine merkwürdige Neuerung ist das etwas behäbige Springen der Charaktere, was im Prinzip dazu dient neue abgeschnittene Kartenstücke schnell zu überwinden. Auch der vermehrte Einsatz von Lücken in der Karte zum Sliden, ist vielleicht in der Kampagne irgendwie sinnvoll, entpuppt sich aber im Multiplayer als Todesfalle. Das Rutschen an sich, kann im Gefecht sehr spektakulär aussehen und kommt mit netten Animationen daher, ist aber in Karten selbst nur eine Auszeit, in der ihr dem Gegner der auf der anderen Seite der Lücke warten kann, komplett ausgeliefert seid. Auch in der Sprunganimation, seh ich hier im Multiplayer momentan eher die Gefahr, dass das von erfahrenen Spielern direkt ausgenutzt wird, anstatt Mehrwert für das Spiel zu bringen.

Die größten technischen Schwierigkeiten, hatten wir eigentlich nur um Crossplay wirklich gut austesten zu können. Die Verlinkung des Steam Accounts mit Xbox, ist nicht unbedingt intuitiv gestaltet und momentan in der Beta noch ein Stück schwieriger, sollte aber ab dem Launch direkt übers Menü oder Steam selbst, relativ leicht umsetzbar sein. Ein paar interessante Startsequenzen im Boden unter der Karte, Gegner deren Avatar noch aktiv nach dem Sterben aktiv herumsteht und falsche Animationen im Menü vor dem Start des Matches, waren die einzigen technischen Ungereimtheiten die uns in über 8 Stunden an Spielzeit untergekommen sind.

Es war jetzt schon möglich beim Horde und Versus Modus zwischen Qualitäts und Performance Modus zu wechseln. Beim ersteren auf der Series X, ist natürlich logischerweise die Framerate deutlich niedriger. Optisch kann man dem Titel aber selbst in dieser reinen Multiplayer Beta Fassung wenig vorwerfen. Die Karten sind vor allem im Horde Modus riesig und man kann sogar in so gut wie alle U-Bahn Abgänge hinein erkunden, auch wenn dort oftmals nicht wirklich mehr als ein paar Plakate und ein klein wenig an Deko vorhanden ist. Die Schauplätze sehen an sich großartig aus und liefern schon ein paar Andeutungen durch Denkmäler und Gebäude, an die Kampagne.

Die PC Version lief nach anfänglichen Startschwierigkeiten mit mehreren Reboots flüssig und lädt zur Performanceverbesserung gleich zu Beginn jede Menge Shader. Die schnellen Gefechte wurden dadurch stabil und ansprechend auf den Bildschirm gebracht. Mit Maus und Tastatur am Computer zeigt sich aber schnell, dass die wahre Heimat von Gears of War die Konsole ist, was mit einem Griff zum Controller schnell korrigiert werden kann.

Bisher sind uns bis auf den deutlich vergrößerten Horde Modus wenig grundlegende Neuerungen untergekommen. Die solide Basis der Vorgänger bleibt aber bisher gut erhalten und der Eindruck aus der Beta, macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Es bleibt spannend was die Kampagne von E-Day zu bieten haben wird und wie umfangreich die einzelnen Multiplayer Modi im Spiel zum Launch und vor allem danach, erweitert werden. Als Gears of War Fan, kann man hier bisher eigentlich wenig falsch machen. Man hat hier viel Fan Feedback aus den letzten Ablegern ernst genommen und ist vor allem mit dem erweiterten Horde Modus, absolut auf dem richtigen Weg.

Gears of War: E-Day erscheint am 06.10.2026 exklusiv für Xbox Series X/S und PC.

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Written by: Gabriel Bogdan

Redaktionsleiter/Vernichter von Cornflakes und Vollzeit Gamer

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