Unsere Eindrücke von der Vienna Comic Con 2025 (+ Interview mit Craig Parker)

Die Vienna Comic Con feiert dieses Jahr ihr zehnjähriges Bestehen und wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen durch die Messehallen nahe des Wiener Praters zu schlendern, um euch ein bisschen davon zu erzählen.

Schlange stehen bis zur U-Bahn

Um 09:45 Uhr, also fünfzehn Minuten vor offiziellem Beginn, war die Schlange vom Messezentrum so lange, dass sie bis zum U-Bahnabgang Messe-Prater gereicht hat. Der Andrang war also wieder groß und bei erwarteten 40.000 Besuchern nicht überraschend.

Echte Gewalt gab es trotz der langen Schlange glücklicherweise keine

A propos lange Schlangen: Der Andrang bei Elijah Wood (Lord of the Rings, Hooligan, Toxic Avengers) war dermaßen groß, dass sich die Wartenden über mehr als die Hälfte der doch sehr großen quadratischen Halle B (14,5k qm groß) erstreckten. Ein beeindruckendes Schauspiel wie hier geduldig auf ein Autogramm, trotz des stolzen Preises von 94€ für die Unterschrift (und ggf. an anderer Stelle ein Foto für 120€) , gewartet wurde. Trotzdem wäre es nach den Erfahrungen mit Jonathan Frakes vorletztes Jahr an der Zeit gewesen mit feineren Zeitslots oder anderen Kontingenten zu arbeiten, um die Wartezeiten der Fans und auch den Platzbedarf zu senken.

Jede Menge Stars

Neben Elijah Wood, gab es noch eine Menge anderer Stars (bei denen die Preise auch etwas niedriger waren), wie Manu Bennett (Spartacus), Jessica Szohr (The Orville, Gossip Girl), Josh Herdmann (Harry Potter) oder Kevin McNally (Fluch der Karibik). Mit Craig Parker (Lord of the Rings) konnten wir sogar ein Interview führen, das wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen.

Aber nicht nur Schauspieler waren vor Ort. Auch Comiczeichner Arild Midthun (Disney/Donald Duck), Animezeichner/-designer Toshihiro Kawamoto (Cowboy Bebop) oder John Royle (Spiderman) und sogar Thomas Brezina (Tom Turbo, Die Knickerbocker-Bande) waren zu Gast.

Cosplay, Tabletop und Videospiele

Wer sich weniger für Stars und Sternchen interessiert, hatte zumindest das übliche Programm vor Ort. Eine Indiearea, Nintendos Stand mit aktuellen Switch 2 Titeln und auch eine E-Sports Area luden zum Spielen ein. Daneben gab es auch einen großen Tabletopbereich an dem Warhammer 40k, Magic the Gathering, One Piece oder auch Star Wars Armada ausprobiert werden konnten.

Daneben stellte auch die Lego Gemeinschaft Österreich wieder aus und Gundamore führte die Besucher an das Gunpla Hobby heran. Das ist nur ein kleiner Ausschnitt der vielen Aussteller und so gab es für jeden Geschmack etwas. Nur der Vergleich mit den Vorjahren trübt das Erlebnis etwas, denn viele der Aussteller/Optionen kennt man bereits aus vorherigen Comic Cons und etwas Abwechslung täte gut.

Bei den cosplaytragenden Besuchern hat man dagegen jedes Jahr eine Menge Durchmischung, da hier externe Faktoren großen Einfluss haben. Heuer konnte man z.B. große Gruppen zu Hazbin Hotel bestaunen und natürlich hatte Elijah Woods Besuch einen großen Impact, sodass man viele Frodos, Bilbos, Gandalfs und Saurons finden konnte. Auch eine Hollow Knight Gruppe lief uns über den Weg und besonders gefallen hat uns ein Squig Kostüm aus dem Warhammer Age of Sigmar Universum.

@Lena_with_a_box / @hemming_play
@The_Crafting_Dodo

Händler satt

Die Artist Alley und der Händlerbereich, die sich wie die Autogrammstation in Halle B befanden, waren auch dieses Jahr extrem gut besucht und gefühlt schon überfüllt. Durch die schiere Menge an Händlern und Ausstellern war auf den Gängen das Gedränge groß. Hier wäre etwas weniger wohl mehr gewesen. Aber nichtsdestotrotz konnte man sich mit Figuren, Trading Cards, Bausätzen, Videospielen, Schmuck und jeder Menge Kunst von kleineren und größeren Kreativen eindecken. Ironischerweise waren aber gerade die namensgebenden Comics relativ gesehen unterrepräsentiert. Und was der Crazy Cheese Stand auf einer Comic Con verloren hat, war uns auch dieses Jahr ein absolutes Rätsel.

Die Händlerarea als noch nicht der maximale Besucherstrom angekommen war

Unser Fazit ist alles in allem ebenfalls ähnlich zu letztem Jahr. Die VIECC tritt, was Innovationen angeht, leider etwas auf der Stelle und wir würden uns an ein paar Ecken organisatorisch mehr Feinschliff erwarten, um das Besuchserlebnis zu verbessern. Bei den aufgerufenen Preisen scheint indes auch noch keine Schmerzgrenze erreicht zu sein. Verschlechtert hat man sich insgesamt aber nicht und die Aussteller sowie die Besucher trugen trotz der leichten Überfüllung an manchen Stellen zu einer angenehmen Eventatmosphäre bei.

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Written by: Steve Brieller

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