Seit 2024 ist die skilled Events and New Media GmbH für das Ausrichten des Spielefests Wien und des A1 Austrian eSports Festivals verantwortlich. Diese Kombination aus Videospielen und Brettspielen hat im letzten Jahr über 21000 Besucher angezogen und wir wollten uns das 2025 nicht entgehen lassen. Daher bekommt ihr hier unsere Eindrücke, die wir im Austria Center sammeln konnten.
Der Stargast mit der Reporterbubble um sich
Als besonderen Stargast mit kurzer Eröffnungsrede kam niemand Geringerer als der Vizekanzler Andreas Babler. Dieser war durchgehend von Reportern umringt, aber wir haben es uns auch nicht nehmen lassen, zumindest einen Schnappschuss aus nächster Nähe mitzunehmen. Als zeitweise selbst sehr intensiver Flipperspieler brachte er während seiner Rede nicht nur seine Freude über das breite Angebot des Events zum Ausdruck, sondern erwähnte auch die Bemühungen der Regierung zur Bekämpfung von Suchtsymptomen.

Trotzdem zeigt sich mit der Beteiligung des Kanzleramts wieder einmal, dass das Thema E-Sports und Videospiele kein Nischenthema ist und offensichtlich auch genug Werbewirkung für die Politik besitzt. A1 als Auftraggeber und Hauptsponsor des E-Sports Festivals schickte ebenfalls ihre Chefetage für einführende Worte von Thomas Arnoldner (A1 Group Deputy CEO) und Marcus Grausam (A1 CEO) in die Arena.

Danach wurde die Halle für die vielen Matches der E-Sports Turniere verwendet. Über den Verlauf des Wochenendes werden dort die Finalspiele von u.a. League of Legends, Rocket League, Mario Kart, Fifa und für die Fighting Game Fans Tekken 8 und Smash Brothers ausgetragen.

Kein Event ohne Nintendo
Doch kommen wir zu den weniger formellen Programmpunkten und den Ausstellern. Direkt im Eingangsbereich hat sich Nintendo eine große Fläche gesichert, auf der man die Switch 2 ausgiebig testen konnte. Mit dabei waren u.a. Mario Kart World und das diesen Monat erscheinende Donkey Kong Bananza.

Abseits von Nintendo waren in Sachen Videospielentwicklern nur Riot Games mit League of Legends vor Ort. Trotzdem gab es einige weitere Möglichkeiten sich digital auszutoben, aber dazu später mehr.
Brettspiele en masse
Zentraler Bestandteil des Spielefests ist seit jeher das Ausleihen und Selberspielen von hunderten von Brettspielen. Gleichzeitig gibt es auch Beratung und Infos zu den Spielen, sodass man nicht stundenlang mit den Anleitungen kämpfen muss. Dementsprechend voll waren die Spieltische auf denen mit Karten, Würfeln und Figuren fleißig gezaubert, gehandelt, gebaut und dergleichen wurde.

Neben den Ausleihmöglichkeiten gab es auch Pen & Paper Runden, für die man sich anmelden konnte sowie spezielle Demotische für schwergewichtige Brettspiele wie Dune – Krieg um Arrakis oder Eldritch Horror.

Tabletop und Retro Gaming
Auch Tabletop Fans von Age of Sigmar, Warhammer 40k, Herr der Ringe und Warhammer Underworlds konnten sich über das Wochenende in Turnieren messen. In Summe haben sich über 200 Personen für die vier Systeme angemeldet.

Auf derselben Ebene fanden sich auch der Card Gaming und der Fantasy & RPG Bereich in denen TCGs wie Magic und Pokémon sowie diverse Pen and Paper Spiele verkauft bzw. präsentiert wurden. Ein Stockwerk darüber gab es die Artist Alley, Cosplay und Community Area sowie unseren Favoriten die Indie und Arcade Zone. Dort zeigten kleine Indie Entwickler anspielbare Versionen ihrer Werke und plauderten aus dem Nähkästchen. FM4 fungierte hier, wie auch schon auf der Game City, als Sponsor des Indie Bereichs.

Außerdem gab es wie auf vielen anderen Conventions wieder Arcade Automaten mit klassischen Spielen sowie Rhythm Games. Durch den gemischten Fokus des Gesamtevents waren aber die Schlangen vor den Spielen geringer, sodass man öfter zum Zug kam, falls gewünscht.


Geld ausgeben konnte man natürlich auch
Wie üblich gab es auch genug Möglichkeiten sein hart verdientes Geld zu investieren. Ob man nun Kunst in der Artist Alley, Brettspiele, Merchandise aller Art oder kiloweise Boosterpackungen haben wollte, jeder Aspekt des Events wurde bedient. Durch die Verteilung der Stände innerhalb des Austria Centers war das Gedränge auf einem angenehm niedrigen Level.

Insgesamt ist das Austria Center als Veranstaltungsort sehr positiv hervorzuheben. Durch die Dreiecksform mit begradigten Ecken, sind die einzelnen Bereiche schön voneinander abgetrennt und die Besuchermassen verteilen sich gut. Einziger Kritikpunkt unsererseits waren einige wenige Räumen die dem Klima geschuldet etwas schlechtere Luft- und Temperaturverhältnisse hatten.

Unser Fazit
Wir hatten auf dem Spielefest/E-Sports Festival einiges an Spaß und bei einem Eintrittspreis von 18€ pro Tag (und Sondertickets für Familien mit Kindern unter 12) wird Einiges geboten. Insbesondere der Spieleverleih und die Kombination analoger und digitaler Spieleformen sorgen dafür, dass eigentlich jeder auf seine Kosten kommen sollte. Zum Abschluss wollen wir euch noch unser liebstes Solo Cosplay vom Samstag zeigen, das stellvertretend für die vielen (Gruppen-)Cosplayer stehen soll, die das gesamte Gelände und natürlich den Cosplay Wettbewerb bevölkerten.



