The Elder Scrolls Online Greymoor Preview: Das Schwarze Herz von Skyrim

Was mit dem Harrowstorm DLC begann, wird nun mit Greymoor als Kapitel fortgeführt: Das Dunkle Herz von Skyrim ist das für das gesamte Jahr 2020 geplante Event in The Elder Scrolls Online. Und während Harrowstorm nur ein Dungeon Pack war, bringt Greymoor ein neues Gebiet und damit neue Charaktere, Quests, Spielemechaniken, Items und ähnliches. Die Entwickler versprechen dabei, dass die Inhalte für jedermann sind und nicht nur von Veteranen mit hohen Level und bester Ausrüstung bestanden werden kann.

Dementsprechend wird es Elder Scrolls – Fans auch freuen zu hören, welches Gebiet als Schauplatz für die Handlung gewählt wurde: Westskyrim sollte jedem der schon mal von The Elder Scrolls V: Skyrim gehört hat – und wer hat das nicht? – ein Begriff sein, allerdings spielt die Story rund 1000 Jahre vor den Events in TES5:Skyrim; Geschichtlich betrachtet bedeutet das, dass der Ebenherz-Pakt, eine zweckmäßige Allianz zwischen Argonier, Dunmer und Nord gegen das einfallende Imperium, bereits geschlossen ist, die ansässigen Nord von Westskyrim, die eher zurückgezogen leben, aber kein Teil des Paktes sind. Orte wie die Stadt Einsamkeit (Solitude), Drachenbrügge, die Schattengrünhöhle und die Schwarzweite feiern alle eine Rückkehr, wobei besonders die bereits weitläufigen unterirdischen Gewölbe der Schwarzweite nochmals vergrößert wurden und nun 40% der spielbaren Fläche von Greymoor einnehmen wird.

Dunkel, unheilvoll und in einem Gothic-Stil gehalten werden die Spieler auf jede Menge Hexen, Werwölfe und Vampire treffen. Passend dazu tritt das aus ESO bekannte Haus Rabenwacht wieder in Erscheinung, welches aus Vampiren besteht, allerdings sind auch bekannte Helden wie Lyris Titanenkind oder Rigurt der Ungestüme anzutreffen. Die Story selbst verspricht schon allein wegen des Titel „Das Schwarze Herz von Skyrim“ düster zu werden, doch an dieser Stelle sei nicht mehr verraten, als das der Spieler letztendlich ganz Einsamkeit retten muss.

Völlig neu wird das mit Greymoor eingeführte Antiquitäten-System, das die Entwickler mit „Indiana Jones trifft auf Tamriel“ bezeichnen: Sobald man dem Zirkel der Antiquare beitritt und die notwendigen Skills erhält, erscheinen Hinweise auf den Fundort gesuchter Artefakte als eigener Punkt im Startmenü. Einige dieser Hinweise sind sofort freigeschalten, andere kann man beispielsweise durch besiegte Bossgegner erhalten. Sie sind von grün bis gold unterschiedlich markiert und zeigen damit die Schwierigkeit und Wert der zu findenden Antiquität an. Die Jagd nach den Antiquitäten wird folgendermaßen ablaufen: Mit dem Auge des Antiquars müssen in einem zeitlich limitiertem Minigame nebeneinander liegende, übereinstimmende Formen gefunden werden, welche dann zu Pfaden werden, die zu den Hinweisfeldern führen. Hier gibt es Zuhilfenahme des Spielers verschiedene Fähigkeiten: Eine wäre zum Beispiel eine Art Bombe, die auf unbefahrenen Feldern ausgelöst werden kann, damit alle diese die selbe übereinstimmende Form erhalten. Je höher die Anforderungen für die Antiquität, desto größer wird das Brett im Minispiel und je mehr Hinweisfelder erreicht werden, desto enger wird der Bereich auf der Weltkarte, der den Schatz anzeigt.

Sobald man dann zu dem Ausgrabungsort eines Artefakts in Tamriel gereist ist, startet das zweite Minispiel, in dem man danach gräbt. Hier werden als Werkzeuge ein Pinsel, ein kleiner Spaten, eine große Schaufel und eben das Auge des Antiquars als Radar verwendet, das Minispiel selbst ist eine Art Kreuzung aus Minesweeper und Schiffe versenken. Verschiedene Farben zeigen an, wo man schaufeln sollte und wo besser nicht – Indikator dafür ist das Leuchten der Quadrate auf dem jeweiligen Stück Erde. Zusätzlich zu dem eigenen Artefakt können noch Bonusitems gefunden werden, die Anzahl dieser orientiert sich am Schwierigkeitsgrad, daher wird bei dem niedrigsten Grad – grün – nur ein Bonusgegenstand zu finden sein.

Die Belohnung selbst reichen von Einrichtungsgegenständen, Motiven, kosmetische Mustern, Mementos & Emotes, Spieluhren, neuen Verzauberungen für Schmuck, Belagerungswaffen bis zu mythischen Items. Ein Beispiel für letztere wären zum Beispiel ein paar Stiefel, die keine Fallen auslösen können und auch vor Verlangsamung schützen, dafür kann ihr Anwender auch nicht mehr sprinten. Sogar ein neues Reittier lässt sich als Antiquität bergen – ein mechanischer Wolf, gefertigt von Zwergen aus Ebenholz kann gefunden, gesattelt und beritten werden.

Da Vampire in der Story eine wichtige Rolle spielen werden, haben die Entwickler eine Blick auf die bereits bestehenden Vampir-Skills geworfen und einen komplett ausgearbeiteten Skill-Tree daraus gemacht. Sich in einen Vampir zu verwandeln ist nun auch eine krimineller Akt, das bedeutet, dass der Spieler damit schnell berüchtigt werden kann. Auch aus visueller Sicht ist eine Schippe nachgelegt worden: Als Vampir auf Beutezug wird man Animationen bewundern können, bei denen man seinen Opfer Stücke aus dem Hals beißt und ordentlich Blut spritzt. Obendrauf wird mit dem Start von Greymoor ein neuer Mehrspieler-Raid namens Kyne’s Aegis für bis zu 12 Spielern geboten, der mehr Linearität und Übersicht als die Vorgänger bieten soll.

Mit The Elder Scrolls Online: Greymoor verspricht Bethesda über 30 zusätzliche Spielstunden für die Quests alleine und noch viele weitere für die Suche nach Antiquitäten in ganz Tamriel. Das Add-on wird am 2. Juni 2020 für PC, PlayStation 4 und Xbox One erscheinen.

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Written by: Julian Bieder

Retro-Zocker, Gwent-Experte und eifriger Trophäenjäger