Steam verliert immer mehr Spiele an den Epic Store, Valve beginnt sich darüber zu beschweren

Metro Exodus, der brandaktuelle Ableger der Metro-Reihe erscheint am 15. Februar 2019 exklusiv im Epic Games Store und wird bis 2020 exklusiv bleiben. Metro ist aber weit davon entfernt das erste Exklusivangebot des Epic Stores zu sein, da Epic bereits seit vergangenen Dezember damit begonnen hat, Spieletitel an den Store zu binden. Andere namhafte Spiele wie Hades, Ashen, Super Meat Boy Forever und natürlich Tom Clancy’s The Division 2 beschränken sich vorerst auch auf die frisch lackierten Regale von Epic.

Neben diesen drei Titel sind noch weitere Indiespiele exklusiv bei Epic.

Der Metro Exodus-Deal schien jedoch eine Aktion in letzter Minute gewesen zu sein, da Exodus zum Vorbestellen über Steam verfügbar war. Valve hat dazu eine Mitteilung auf der Metro Exodus Steam-Seite veröffentlicht. „Wir denken, dass die Entscheidung, das Spiel zu entfernen, für Steam-Kunden unfair ist, insbesondere nach einer langen Vorverkaufszeit“, schrieb das Unternehmen. „Wir möchten uns bei unseren Kunden entschuldigen, die erwartet hatten, dass der Titel bis zum 15. Februar verfügbar sein werde. Wir wurden erst kürzlich über die Entscheidung informiert und hatten nur begrenzt Zeit, um allen darüber Bescheid zu geben.“ Das Geld der Vorbesteller ist in diesem Fall aber glücklicherweise nicht einfach futsch, denn Steam-Vorbestellungen werden sich im Epic Store anrechnen lassen.

Metro Fans werden in Zukunft den Epic Store nutzen müssen.

Momentan beläuft sich die vertragliche Exklusivitätszeit der Spiele bei Epic auf rund ein Jahr, danach dürfen sie in jedem anderen Online-Store zum Verkauf angeboten werden. Metro Exodus wird demnach ab dem 14. Februar 2020 bei Steam, Humble Bundle, GOG und weiteren Plattformen Einzug halten.

Eine Veränderung im PC – Onlinemarkt für Videospiele ist definitv zu spüren: Während Konsolenbesitzer logischerweise an die Stores des jeweiligen Herstellers gebunden sind, haben PC-Nutzer die freie Auswahl über welche Plattform sie ihre Spiele beziehen möchten. In den vergangenen Jahre war Steam immer die Nummer 1 – Haltestelle für Spiele und Software jeglicher Art (und wird es mit Sicherheit auch noch lange bleiben), aber Valve hat über die Jahre auch Fehler gemacht. Epic versucht Steam nun von dem hohen Podest zu schmeißen und sagt Valve mit Exklusivdeals den Kampf an – ein Kampf, der sich über 2019 voraussichtlich noch zuspitzen wird.

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Written by: Julian Bieder

Retro-Zocker, Gwent-Experte und eifriger Trophäenjäger