Wir waren auch dieses Jahr wieder am Spielefest bzw. Esportsvestival und halten fest, dass der Mix auch dieses Jahr wieder sehr gut funktioniert und jede Menge Menschen anzieht.
Die Qual der Wahl
Das zentrale Angebot des Spielefests ist die Spielothek, die heuer ca. 4900 Spiele zum Ausleihen zur Verfügung hatte. Wer sich dort sein Wunschspiel geholt hat, der musste nur noch einen Platz finden. Dieses Mal gab es im Untergeschoss des Austria Centers aber zusätzliche Spieltische, da im letzten Jahr der Platz knapp wurde. Zusätzlich wurde dort der Platz für einen extra TCG Bereich mit Händlern und Tischen genutzt. Das hat unserer Empfindung nach den Besuch allgemein angenehmer gestaltet, da sich die Besucher besser verteilen konnten. Dadurch fiel der neue Besucherrekord am Samstag auch nicht negativ ins Gewicht.

Neben der Spielothek konnte man wieder mit Spieleautoren sprechen, sich bei Verlagen Neuheiten zeigen lassen oder auch einfach shoppen gehen, wobei wir es weiterhin als angenehm empfinden, dass die Menge an Händlern nicht überhand nimmt, wie auf manchen anderen Conventions. Auswahl gab es dennoch mit TCGs, Videospielen und jeder Menge Merch genug. Zusätzlich war auch die Artist Alley einen Blick wert.

Eine bunte Mischung

Beim Esportsfestival, dass sich größtenteils im zweiten Stock abgespielt hat, gab es ein abwechslungsreiches Programm auf der großen Bühne, das z.B. einen live Speedrun von Super Mario 64, den Cosplay Catwalk und zwei League of Legends Schmankerl (AT vs DE sowie Eintracht Spandau vs G2 Nord) beinhaltete. Der Rest der großen Halle war vollgestopft von Sponsoren, wovon uns vor allem Obi etwas überrascht hat. Wir hoffen allerdings, dass der Mensch im Biberkostüm trotz der Temperaturen einen guten Tag hatte.

Die FM4 Indie Area war dieses Jahr größer angelegt und lud zum Spielen und Plaudern mit den jeweiligen Entwicklern der hiesigen Szene ein. Abseits dessen lud neben der Retroecke auch Nintendo (wieder zentral im Eingangsbereich) zum Spielen ein. Wer dagegen selbst selbst einmal Entwickeln will und die Videospielebranche als Berufswunsch hat, konnte sich u.a. bei der TU München oder dem SAE Institut und noch einigen anderen Fachhochschulen informieren.


Auch für Turniere ist gesorgt
Beeindruckend war auch die Menge an Tabletop Tischen auf denen fleißíg Warhammer & Co gespielt wurden. Turniere in Warhammer 40k, Age of Sigmar, Shroudfall, Blood Bowl und Middle Earth Strategy Battle lockten dabei auch Spieler ausserhalb Österreichs an. In Sachen TCGs wurde Lorcana, Magic, Riftbound, Sorcery sowie One Piece abgedeckt.

Aber auch im Esports Bereich wurde um Ruhm, Ehre und den ersten Platz gekämpft. Das Virtual Dojo Vienna steuerte in Tekken 7, Tekken 8 und Street Fighter 6 Turniere bei, während die Mcdonald’s Fan Zone zur EA FC26 Qualifikation für die eWM lud.

Unser Fazit
Alles in allem kann die Kombination aus Spielefest und Esports Festival auch dieses Jahr überzeugen. Der Tageseintrittspreis von 20€ ist mehr als angemessen, angesichts der großen Auswahl an Spielen und dem abwechslungsreichen Angebot. Wir hoffen, dass die Qualität auch im nächsten Jahr so hoch gehalten werden kann.


