Echoes of the End ist das erste Werk des isländischen Entwicklerstudios Myrkur Games. Das Studio wurde 2016 von den Studenten Daníel Arnar Sigurðsson, Friðrik Aðalsteinn Friðriksson und Halldór Snær Kristjánsson gegründet.
Die Heldin des Spiels
Wir schlüpfen in die Rolle von Ryn. Sie gehört zum Volk der Vestigium mit einer unbeständigen, aber mächtigen Magie. Unser Ziel ist es unseren Bruder zu retten und nebenbei einen Krieg mit dem gnadenlosen Imperium zu gewinnen.
Auf unserer Reise treffen wir den charismatischen Abram Finlay, ein Gelehrter und Entdecker, welchen seine Vergangenheit plagt. Zusammen tauchen wir in eine Geschichte von Vertrauen, Vergebung und Aufopferung in einer Welt am Rande des Krieges ein.
Wobei das Konzept durchaus interessant ist, habe ich es nicht geschafft nach 2 Stunden eine Bindung zur Heldin aufzubauen. Auch die Bruder-Schwester-Dynamik kommt mir am Anfang etwas gezwungen vor. Eventuell verbessert sich das im Laufe des Spiels noch.
Große Magie – Kleine Rätsel

Obwohl die Magie auch zum Kämpfen verwendet werden kann, dient sie uns am Anfang vor allem, um kleine Rätsel zu lösen. Verschiebe eine Plattform hier, ziehe an dem Seil dort. Bisher alles kleine Denkspiele, welche den Geist nicht wirklich anstrengen.
Während den Kampf können wir mit unseren Fähigkeiten ähnliches anstellen. Gegner wegziehen oder klassisch von einer Klippe werfen. Zusätzlich können wir Ihnen auch Leben aussaugen, welches uns immer wieder eine zweite Chance gewehrt. Im Laufe des Spiels können wir diese Fertigkeiten durch Punkte verstärken und verfeinern.

Kampf oder Krampf?
Neben der Magie kämpfen wir mit einem Schwert. Das Kampfsystem ist ein klassisches Leichter Angriff – Schwerer Angriff – Parieren- System. Das System fühlt sich in meine Augen etwas holprig an. Obwohl ich am Schwierigkeitsgrad Story gespielt habe, wicht mein Charakter nicht wirklich aus, auch wenn ich die Strg-Taste drücke. In allem fühlt sich der Kampf für mich nicht wirklich flüssig an. Auch das Abwehren reiht sich nicht nahtlos in den Kampf mit ein.

Grafik und Sound im Überblick
Die Atmosphäre und der Sound sind durchaus stimmig. Die Grafik kann sich in großen und ganzen definitiv sehen lassen. Mein größtes Manko ist allerdings die Synchronisation. Emotionen kommen bei den Gesprächen nicht wirklich rüber und wirken leicht aufgesetzt. Zusätzlich hatte ich oft Probleme, dass vor allem während des Kampfes die Kamera in einen seltsamen Winkel war oder sich plötzlich um 180 Grad gedreht hat. Ein weiterer Bug war mit der Grafik, wenn ich die Welt in einen falschen Winkel betrachtete (Siehe folgendes Bild)

Fazit
Echos of the End ist ein netter Zeitvertreib, welcher mit seiner schönen Landschaft und den durchaus interessanten Setting punkten kann. Die Story kann sich noch zu einem spannenden Spiel entwickeln. Größtes Manko für mich war jedoch das nicht ganz so flüssige Kampfsystem und die teils trostlosen Rätsel. Ich denke, es ist ein solides erstes Spiel eines jungen Entwicklerteams, welches sich definitiv sehen lassen kann. Wenn sie es schaffen bis zum Release ein paar Dinge auszubessern würde ich es Fantasy-Liebhabern definitiv empfehlen
Positiv
- Spannende Atmosphäre
- Interessantes Setting, welches Lust auf mehr macht
- Stimmvolle Audio
Negativ
- PC Version hat Probleme mit der Grafik
- Kampfsystem nicht ganz flüssig
- Hauptcharakter wirkt anfangs etwas flach



