Wir hatten bereits letzte Woche die Chance WWE 2K26 mehrere Stunden in München ausgiebig anzuspielen. Was der Titel wirklich neu macht und wie unsere ersten Eindrücke zum nächsten WWE 2K aussehen, könnt ihr wie immer hier bei uns in der Vorschau nachlesen.
CM Punk Showcase und noch mehr Umfang im Fokus
Mit WWE 2K26 setzt 2K erneut auf eine Mischung aus Nostalgie, erweiterten Spielmodi und deutlich ausgebauten Features. Besonders Fans klassischer WWE-Epochen kommen auf ihre Kosten: Mehrere Special Editions widmen sich ikonischen Persönlichkeiten und Zeitabschnitten der Wrestling-Geschichte – von der Attitude Era bis hin zur Monday Night War-Ära mit zahlreichen legendären Superstars. Die Aufteilung in verschiedenen Special Editions genügend Andeutungen im Spiel selbst für weitere Transaktionen, kann man etwas skeptisch betrachten, aber immerhin bekommen langzeitig Fans der Reihe dadurch etwas mehr individuelle Auswahlmölichkeiten, welches Paket ihnen am meisten zusagt.

Spielerisch wird das Match-Repertoire spürbar erweitert. Neue Match-Typen wie I Quit, Inferno, Three Stages of Hell und Dumpster sorgen für mehr Abwechslung im Ring. Ergänzt wird das Ganze durch neue interaktive Objekte, größere Umgebungen und stapelbare Tische, die Matches dynamischer und strategischer machen sollen. In den ersten Runden, waren alle Modi und Gegenstände recht spaßig, wobei alles davon kein wirklicher „Game Changer“ geworden ist. Es sieht, wie auch der Rest des Spiel großartig aus, aber endet oftmals nur als weitere Requisite, in den bereits sehr üppig befüllten Schauplätzen. Etwas schade ist hier auch, dass sowohl der eigene Charakter, als auch die CPU-Gegner, nicht wirklich gut mit Höhenunterschieden umgehen können. Es ist uns mehrmals passiert, dass wir in einer Animation um einen Einkaufswagen herumzuschieben festgehangen sind, weil unser Charakter eine kleine Ebene darunter gestanden ist. Das sind neben kleinen Clippingfehlern, eigentlich die einzigen technischen Schnitzer, die uns in gut 3 Stunden mit dem Titel untergekommen sind.

Es wurde auch einiges an den Einzügen der Charaktere verbessert. Ihr könnt die Kamera in allen möglichen Perspektiven durchwechseln und je Richtung, drei verschiedene Stufen an Explosionen oder Gesichtsausdrücken individuellen während dem Einzug bei allen Spielern interaktiv aktivieren. Der Grad an Anpassungsmöglichkeiten hält sich hier zwar sehr in Grenzen, aber für alle die sich noch mehr ihr eigenen Szenarios anpassen wollen, ist das eine willkommene Neuerung. Selbst der Start der Matches lässt sich jetzt noch ein wenig individualisieren, womit eigentlich so gut wie alle Bereiche des gesamten Matchablaufs langsam für die Spieler direkt beeinflussbar sind.

Auch Intergender Matches sind nun in allen Hauptspielmodi verfügbar. Zusätzlich wurde das Reversal- und Ausdauer-System überarbeitet, während verbesserte Physik-Interaktionen für intensivere und realistischere Abläufe sorgen. Wie taktisch die neue Ausdauer-Anzeige dann in der Praxis wirklich genutzt wird, wird sich dann wohl erst herausstellen, wenn die Pros ab dem Launch an den Titel herankommen und sich damit austoben. Als Quereinsteiger, ist es auf jeden Fall schon besser als noch in den Vorgängern gelöst, mit verschiedenen Farbstufen an Ausdauerkreisen und Anzeigen, die euch nochmals leichter darstellen, wenn euer Charakter eine kleine Verschnaufpause benötigt. Etwas chaotisch wird es in Kämpfen mit mehreren Gegnern bzw. beim Tag Team Modus, vor allem wenn dann noch die neuen Schauplätze und Gegenstände mit ins Spiel kommen.

Im Showcase-Modus steht diesmal CM Punk im Mittelpunkt. Die Kampagne „Punked“ lässt entscheidende Momente seiner Karriere neu erleben, inklusive Fantasy-Warfare-Duellen gegen Wrestling-Legenden. Eine zusätzliche Showcase Gauntlet richtet sich an erfahrene Spieler und bietet besonders anspruchsvolle Herausforderungen. Auch hier glänzt der Titel mit jeder Menge gut umgesetzter Nostalgie und hochwertigen Zwischensequenzen mit original Szenen und Voice Overs, aus den bekannten Kämpfen. Gauntlet hatte hier in der kurzen Zeit etwas die Nase vorne, weil es spielerisch ein wenig mehr Spaß machte. Dafür bekommt ihr im Showcase eine weitaus gelungenere Präsentation die sehr gelungen in Szene gesetzt wurde.
Zusätzliche Spielmodi wurden verbessert und die Gesamtpräsentation sieht richtig gut aus
Ein zentraler Fokus liegt auf „The Island“, einer erweiterten, stärker sozialen Spielwelt, die erstmals auch auf dem PC verfügbar ist. Dort schließen sich Spieler einer von drei Fraktionen an und kämpfen in einem überarbeiteten Fortschrittssystem um die Vorherrschaft. Neue Umgebungen wie die Scrapyard Brawl-Arena, zusätzliche Towers, Shops und mehr Individualisierungsmöglichkeiten – inklusive erweitertem MySUPERSTAR Builder mit Face Photo Import – sollen langfristig motivieren. Story-Quests mit Voiceover, Zwischensequenzen und Dialogsystemen runden die Präsentation ab. Wir konnten uns ein wenig mit The Island austoben, aber in der kurzen Anspiel-Zeit, kommt man in so einem umfangreichen Modi nicht all zu weit. Die Präsentation inklusive der Charaktere Modelle ist natürlich etwas schlechter als im Hauptspiel, dennoch ergeben sich ein paar interessante Dialoge mit bekannten Gesichtern und jede Menge Möglichkeiten, euren selbst erstellten Charakter zu personalisieren. Am ehersten, erinnert der Modi an die Krypta aus Mortal Kombat, mit etwas mehr Freiraum und kosmetischen Items in Shops, zum Erkunden.
Auch nach dem Release soll kontinuierlich neuer Content folgen. Der neue Ringside Pass ersetzt das klassische DLC-Modell und bringt über mehrere Seasons hinweg Belohnungen, neue Charaktere, kosmetische Inhalte und exklusive Features für verschiedene Modi. Insgesamt sind sechs Seasons geplant, wobei Season 1 direkt zum Launch starten soll.

Die Version für Nintendo Switch 2 nutzt die Hardware gezielt aus, etwa durch Touchscreen- und Maus-Unterstützung, GameShare, GameChat sowie angepasste Steuerungsoptionen in der Creation Suite. Zudem werden plattformübergreifende Community Creations und der Image Uploader unterstützt. Für uns im Hands-On stand aber nur ein Xbox Series X Build zur Verfügung.

Unterm Strich deutet vieles darauf hin, dass WWE 2K26 sowohl inhaltlich als auch spielerisch größer ausfällt als seine Vorgänger, mit mehr Modi, stärkerer Individualisierung und einem klaren Fokus auf Langzeitmotivation durch Post-Launch-Inhalte. Spielerisch gibt es bis auf leichte Anpassungen, keinen riesigen Sprung in den ersten Stunden zum Erkennen, aber wir haben hier auch eigentlich nur die Oberfläche von allen verfügbaren Modi in kurzer Zeit angekratzt. Für Fans der Reihe, scheint es auf jeden Fall nicht an Umfang und netten Neuerungen zu fehlen.


