Nach der ersten Präsentation in 2024, konnten wir endlich Reanimal auf der Gamescom im lokalen Co-Op anspielen. Unsere ersten Eindrücke zur Demo und jede Menge Infos vom Studio selbst, findet ihr wie immer hier in der Vorschau.
Langsam nimmt das Projekt an Form an
In Reanimal schlüpft ihr in die Rolle eines Geschwisterpaares, das verzweifelt nach seinen vermissten Freunden sucht. Euer Weg führt euch durch eine albtraumhafte Welt, in der jede Ecke vor Gefahren und Schrecken nur so wimmelt. Hier müsst ihr nicht nur starke Nerven beweisen, sondern auch zusammenarbeiten, um voranzukommen, sei es im Couch-Koop oder online. In der düsteren, unheimlichen Welt von Reanimal gibt es viele Geheimnisse zu entdecken. Ihr könnt diese Geheimnisse lüften, indem ihr die verschiedenen Orte, die ihr bereist, genau unter die Lupe nehmt. Wenn ihr die Geschichten der einzelnen Orte enthüllt, fügen sich diese nach und nach zu einem größeren Gesamtbild zusammen, das schließlich die Wahrheit über das Schicksal eurer Hauptfiguren ans Licht bringt. Spielerisch hat sich der kurze Part, den wir antesten konnten, noch nicht wirklich von Little Nightmares abgehoben, dafür aber inszenatorisch. Denn auch hier haben wir Kisten verschoben, gemeinsam TÜren geöffnet oder uns vor den Kreaturen verstecken müssen, um dann vorbeischleichen zu können. Was Reanimal aber anders macht ist die Immersion. Denn die viel filmischeren Kamerafahrten und die düstere Stimmung sorgen recht schnell für eine sehr gruselige Atmosphäre, was dem Spiel zu einer spürbareren Spannung verhilft, die dann mit den absolut großartig grotesken Monsterdesigns getoppt wird.

Nach Rund 4 Jahren an Arbeit, erscheint der Titel nun endlich im Frühjahr 2026. Spannend dabei ist, dass das Studio eigentlich in direkter Konkurrenz zu ihrer alten Marke Little Nightmares steht, aber nach rund 30 Minuten mit dem Titel und doch schon einiges an Preview Erfahrung mit Little Nightmares 3, kann ich Fans von beiden Titeln beruhigen. Beide Projekte haben ihren eigenen Charmen und fokussieren sich auf verschiedene Aspekte. Reanimal bekommt zwar auch bestätig im späteren Spielverlauf Waffen für die beiden Protagonisten und hat auch einen neuen Fokus auf Co-Op, will aber eine weitaus groteskere und erwachsenere Geschichte erzählen. Ein wenig ältere Kinder und deutlich düster, mit Crossplay im Gepäck und einen AI-Partner, den ihr im Singleplayer zur Seite gestellt hat. Wir können noch recht wenig zur Partner-AI sagen und hier wird sich vermutlich sowohl bei Reanimal, als auch bei Little Nightmares 3 zeigen, wer hier die Nase vorne haben wird.

In Sachen Spielzeit verspricht man etwas mehr als 6 Stunden. Zusammenarbeit ist essentiell um alle Rätsel zu lösen und dem Studio war bewusst, dass die Entscheidung für Co-Op sehr viele Herausforderungen mit sich bringt. An Horror fehlt es dem Titel im bisher gezeigten Abschnitt absolut nicht. Wir sind mehrmals in brenzliche Situationen geworfen worden, wo schnelles handeln oder auch verstecken notwendig war. Das Spiel nimmt euch kaum an der Hand und ihr müsst in wenigen Sekunden gemeinsam entscheiden, ob es gerade sinnvoll ist die Beine in die Hand zu nehmen, oder sich unter einer Zugbank zu verstecken. Die bisher gezeigten Monster-Designs sind großartig ausgefallen.

Wir konnten am Ende entkommen, auch wenn unser Partner in der Session zum ersten Mal mit solchen Titeln in Berührung gekommen ist. Kommunikation ist hier der wichtigste Faktor um gemeinsam zu Überleben. Die Kamera ist neben den vielen kleinen Gameplay Eigenheit das Highlight gewesen. Egal ob wir uns mal nicht direkt beide für die selbe Lösung eines Problemes entschieden haben, konnte uns das Spiel subtil aufmerksam machen und hat selten den Fokus verloren. Es bleibt spannend, wie viel Umfang das finale Spiel wirklich bieten wird, aber wir sind bisher sehr positiv aus der Demo hinausgegangen und freuen uns bald mehr vom Spiel zu sehen.
Zum Abschluss haben wir noch gute Neuigkeiten von der Gamescom für euch: Dieselbe Demo die wir hier anspielen konnten, wird vom 13. bis zum 20. Oktober auch beim Steam Next Fest enthalten sein.


