Onimusha ist endlich wieder zurück und nach einer guten halben Stunde mit dem Spiel auf der Gamescom, können wir ohne Bedenken sagen: Zurecht! Nach einem Remastered Auftritt von Onimusha 2, bekommen Fans in 2026 wieder ein vollwertiges Spiel der Serie.
Ursprünglich als Reboot bei den Game Awards angekündigt, war es jetzt auf der Gamescom erstmals für uns anspielbar. Gegen seinen Willen ist Miyamoto Musashi zu einem Onimusha geworden. Während er sich einen Weg durch die Genma-Monstrositäten bahnt, die die Hauptstadt überfallen, findet sich Musashi am Kiyomizu-dera-Tempel wieder, wo er die Aufgabe erhält, das zentrale Heiligtum zu reinigen.
Eine Reihe unheimlicher Phänomene entfaltet sich vor Musashis Augen, während er das verdrehte, von Bosheit umhüllte Tempelgelände durchquert – begleitet nur von der geheimnisvollen Stimme, die aus seinem Oni-Handschuh ertönt.

Nachdem er die Genma besiegt hat, die sich ihm in den Weg stellten, wird Musashi von einem langjährigen Rivalen begrüßt, mit dem er schon viele Male die Klingen gekreuzt hat. So viel zur Einführung in die Demo. Als Rivalen, müsst ihr Sasaki Ganryu final in der Demo besiegen. Mit dem Neustart der Reihe, ist es auch für Quereinsteiger wesentlich einfacher der Geschichte zu folgen und frisch in die Welt von Onimusha einzusteigen. Vor allem, nachdem seit der PS2-Ära, eigentlich nicht wirklich ein neuer Teil der Reihe erschienen ist.

Als der legendäre Samurai Miyamoto Musashi (1584-1645) kämpft ihr euch gegen ein paar alt bekannte Gegner und auch neue Arten, deren Seelen ihr nach dem Bezwingen einsaugen könnt. In kurzen Zwischensequenzen, die durch schwarze Wolken angekündigt werden, seht ihr gut präsentiert, wie die Bewohner von Kyoto brutal niedergemetzelt werden. Musashi hat dabei ein paar amüsante Dialoge mit seinem Oni-Handschuh den er als „Gauntlet Lady“ bezeichnet. Neben diesen kurzen eher witzigen Gesprächen, ist das Spiel sehr düster gehalten. Alle anderen Sequenzen mit den Dorfbewohnern, waren bisher nichts für schwache Nerven, um hier nicht all zu viel zu spoilern.
Kämpfe sind das absolute Highlight der Demo gewesen. Parieren sieht fantastisch aus und fühlt sich so gut an, wie selten in einem Soulslike oder Action-RPG. In der Demo konnten wir auch kurz einen Karren nutzen um eine ganze Gegnertruppe auszuschalten. Es gibt also wieder öfters alternative Wege um manchen Gegnern leichter aus dem Weg zu gehen.

Das Einsammeln von Seelen ist auch wesentlich besser gestaltet worden, als noch in den Vorgängern. In Bosskämpfen kann es zwar weiterhin recht hektisch werden, aber bei normalen Gegnern, habt ihr mehr als genug Zeit durch die schnellen Animationen, ein paar der Seelen direkt in Ruhe einzusammeln. Angriffe lassen sich eigentlich in jeden Winkel abblocken bzw. parieren, was dem Gameplay nochmals etwas mehr Tiefe verleiht. Auch die Kamera kommt sehr gut mit mehreren Gegner um den Spieler herum zurecht. Die Gegner sind zumindest auch in diesem frühen Abschnitt nicht die schnellsten, also habt ihr recht viel Zeit euch eine gute Strategie zurecht zu legen.
An Gore fehlt es dem Titel auch nicht. Wenn ihr die Ausdauer eurer Gegner verbraucht oder perfekt pariert, könnt ihr mit einer netten Animation, die Gegner zerspalten. Selbst bei Bossgegnern, gab es hier mehrere Entscheidungsmöglichkeiten, wie ihr euren Gegnern gezielt mehr Schaden zufügen wollt, mit eigenen Animationen pro Part.

Auch im Fernkampf funktionioniert es Projektile mit dem optimalen Timing auf Angreifer zurückschleudern, per parieren. Allgemein war der finale Bosskampf das Highlight der Demo. Als Souls und Action-RPG Veteran, macht alleine dieser eine Kampf so viel Lust auf noch mehr. Die Bewegungsabläufe sind schnell erlernt und sehen dank der RE Engine, verdammt gut aus. Jeder einzelne perfekte Block wirkt sehr intensiv und auch die einzelnen Animationen fürs Ausweichen und Gegenangriffe, sehen phänomenal aus.
Onimusha: Way of the Sword wird im Jahr 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC via Steam erscheinen.


