Preview: Little Nightmares 3 – Co-Op Hands-On mit der schaurigen Jahrmarkt Demo

Neben Digimon Story: Time Stranger, konnten wir auch Little Nightmares 3 Solo und im Online Co-Op vor Ort bei Bandai Namco in Frankfurt anspielen. Was der neue spielbare Abschnitt zu bieten hatte und ob der neue Little Nightmares Ableger bisher überzeugen kann, findet ihr wie immer bei uns in der Vorschau heraus.

Unser Interview zum Titel auf der Gamescom vor 2 Jahren

Teamwork ist alles

Gefangen in der Spirale – einer Welt voller Illusionen – suchen Low & Alone nach einem Ausweg. Auf ihrer Reise gelangen sie unter anderem zum Carnevale, einem verfallenen Jahrmarkt, der im letzten Showcase zum Spiel immerhin gute 10 Minuten lang vorgestellt wurde.

Der Abschnitt war für uns fast 2 Stunden lang im Online Co-Op und Solo anspielbar. Angesetzt ca. in der Hälfte des Spiels, versucht man sich hier von Rätseln, bis hin zu umfangreichen Bosskämpfen durch mehrere kreative Abschnitte durchzuboxen. Der Fokus liegt weiterhin sehr stark auf die Zusammenarbeit der beiden Protagonisten. Rätsel benötigen so gut wie immer die besonderen Fähigkeiten der beiden Charaktere und auch im Kampf könnt ihr nie alleine überleben. Gegner müssen zuerst von Low per Bogen getroffen werden und können dann von Alone mit ihrer Waffe erledigt werden. Der Reiz liegt hier definitiv am Online Co-Op, da euch Solo der KI-Partner ständig schon für Rätsellösungen bereitsteht, oder direkt den Fluchtweg findet. Diese Spielweise ist zwar deutlich frustfreier, nimmt aber auch ein wenig den Druck und den Nervenkitzel, den euch die vielen unklaren Situationen bereiten würden. Es gab zumindest ein Rätsel, das so gut wie alle in der Session etwas länger beschäftigt hat, aber die Antwort liegt meist etwas näher als man denkt.

Die Kernelemente der Serie funktionieren auch im Co-Op

Neben den sehr gelungenen Rätseln und Kampfeinlagen, wirken die bisher gezeigten Schauplätze sehr gelungen. Natürlich muss man sich oftmals weiterhin durch Lücken im Boden oder enge Lüftungsschächte fortbewegen, aber sobald ihr am Jahrmarkt angekommen seid, präsentiert das Spiel deutlich seine groteskeren Seiten. Es ist nicht immer direkt klar, ob die Arbeiter und Bewohner des Marktes nur als Deko im Hintergrund dienen, oder euch mit einem schnellen Angriff überraschen können. Weniger gut gelöst sind hier manche Fluchtpassagen und generell die Kamera. Spontane Fluchtwege sind nicht immer direkt erkennbar, wodurch ihr gerade mit einem nicht „Veteranen“ der Serie, häufig sterben werdet und auch die Position des Charakters im Verhältnis zu Gegenständen war für Quereinsteiger nicht immer direkt erkennbar. Wer aber die Vorgänger ausreichend gespielt hat, sollte damit weitaus weniger Probleme haben. Anzumerken ist, dass wir in der Session in die Mitte des Spiels mit einem kurzen Tutorial hineingeworfen wurden. In der finalen Version werdet ihr also mehr als genügend Zeit bekommen, um euch mit der Steuerung und den Eigenheiten der Serie vertraut zu machen.

Das Highlight der gesamten Spielzeit waren sicherlich, die über mehrere Schauplätze verteilten Bosskämpfe. Hier wird von euch alles, was die Serie ausmacht, gefordert. Rätsel lösen, schnelles Reagieren, erkennen, wann ihr euch verstecken müsst und wann man einfach weglaufen sollte. Der Co-Op mit echten Mitspielern erweitert das Spielerlebnis enorm, auch wenn ihr sehr abhängig voneinander seid. Ein Fehler, bedeutet das Aus für euch beide. Dabei ist es sehr schade, dass man weder Crossplay, noch lokalen Co-Op unterstützen wird. Gerade wenn der neue Titel des ursprünglichen Entwicklerstudios (Reanimal) Crossplay und lokalen Co-Op unterstützt und sich auch deutlich mehr Mühe gegeben wurde, die Kameraführung besser auf Co-Op umzubauen.

Natürlich bietet Online Co-Op ein Stück mehr Freiheit den gesamten Schauplatz frei von Kameraeinschränkungen getrennt zu erkunden und Little Nightmares 3 fordert das auch des Öfteren von euch, dennoch wäre zumindest Crossplay ein nettes Feature für einen reinen Online Co-Op Ableger gewesen.

Die bisher für uns spielbaren Abschnitte in den verschiedenen Sessions mit dem Spiel haben bisher eigentlich durchgängig überzeugt, aber es bleibt natürlich offen wie viel davon wirklich im finalen Spiel dieses Level an Qualität und Umfang erreichen werden. Wenn das restliche Spiel mit mehreren Schauplätzen in dieser Klasse auffahren kann und die Einsätze eurer Waffen weiterhin so kreativ bleiben, steht dem Erfolg des Titels, vor allem für Fans der Serie, absolut nichts im Weg. Quereinsteiger, sollten zumindest davor einen der beiden Vorgänger spielen, um sich mit dem allgemeinen Spielablauf vertraut zu machen. Auch die Skepsis gegenüber den neu eingeführten Waffen der spielbaren Charaktere, hat sich bereits komplett aufgelöst. Es ergeben sich zwar neue, teilweise stressige Spielsituationen, aber nichts was den Spielablauf immens gegenüber den Vorgängern verändern würde. Die meiste Zeit, löst ihr damit nur Rätsel, wie gewohnt.

Eine kleine exklusive Info zum Abschluss für euch: Eine spielbare Demo zu Little Nightmares 3 wird auf allen Plattformen am 17. September veröffentlicht.

Little Nightmares 3 erscheint am 10. Oktober 2025 auf PC, PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series und Nintendo Switch.

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Written by: Gabriel Bogdan

Redaktionsleiter/Vernichter von Cornflakes und Vollzeit Gamer

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