Wir hatten letzte Woche die Möglichkeit, Hotwheels Infinite Rush im Rahmen einer einstündigen Testphase für euch anzuspielen. Ob das Spiel seinem großen Franchise gerecht wird, erfahrt ihr hier!
Da wir das Spiel nur innerhalb einer Stunde testen konnten, werden wir nicht alle Aspekte abdecken können.
Hier haben wir erstmal den Trailer für euch!
Hotwheels Infinite Rush ist ein waschechter Open World Arcade Racer, der sich anfühlt wie ein Kind von Need for Speed und Burnout Paradise. Nach dem Spielstart wird man direkt ohne Vorwarnung in die Open World geworfen und hat von da an die Qual der Wahl zwischen diversen Aktivitäten. Von klassischen Rennen über Drift Challenges bis hin zu Collectables ist einiges geboten. Wie das Progressionsmodell im fertigen Spiel genau funktioniert, lässt sich nach unserer Testphase schwer sagen, da in der Vorabversion alle Autos und Extras bereits freigeschaltet waren und außerdem nur die erste der vier Maps zugänglich war.
Diese erste Map nennt sich Wheelswood und besteht hauptsächlich aus einer großen Stadt, gespickt mit Hotwheels-typischen Streckenelementen wie orangefarbenen Highspeed-Abschnitten, Loopings, Deckenfahrten und Objekten wie dem ikonischen Haikopf. Für die Erkundung stehen vier Fahrzeugtypen bereit: der Versatile als Allrounder, der Speeder mit Fokus auf Höchstgeschwindigkeit, der Drifter für das Driften und der Titan als bullige Truck-Variante. Die weiteren drei Maps hören auf die Namen Tentacle Bay, Gearville und Drifty Temples, blieben in unserer Session aber gesperrt.

Insgesamt sollen über 150 Autos fahrbar sein, darunter Fahrzeuge echter Marken wie Audi oder Mitsubishi sowie klassische Hotwheels-Modelle. Neue Autos lassen sich über die Daredevil-Aktivität freischalten: Gelegentlich tauchen spezielle Daredevil-Fahrzeuge in der Stadt auf, die man zu einem kurzen Rennen herausfordern kann. Gewinnt man, gehört das Auto einem.
Look and Feel
Die Autos fahren sich wie erwartet sehr arcadig. Kollisionen mit anderen Fahrzeugen oder ein Baum im Weg? Meistens kein Problem – das Spiel bestraft das kaum. Ein Großteil der Umgebung ist sogar zerstörbar, was auch in einigen Spielmodi Anwendung findet. Was mich beim Spielen zunächst etwas irritiert hat, war das Fehlen der Handbremse, die hier durch kurzes Antippen der normalen Bremse ersetzt wird. Wer Need for Speed kennt, wird sich aber schnell daran gewöhnen. Zusätzlich hat man die Möglichkeit, mit X und B auf dem Xbox Controller seitlich zu dashen, was ich persönlich aber nur selten genutzt habe. Gespielt habe ich hauptsächlich mit Controller, was bei einem Racing Game wenig überraschen dürfte und was ich auch klar empfehlen würde. Die Tastatursteuerung habe ich kurz ausprobiert – sie ist in Ordnung, der Controller bleibt aber die deutlich angenehmere Option.
Grundsätzlich fühlt sich die Steuerung sehr direkt an und selbst bei Highspeed hatte ich immer das Gefühl, mein Auto noch im Griff zu haben.

Die Openworld
Da wir das Grundlegende geklärt haben, kommen wir zum Kern des Gameplays, der Open World und ihren Aktivitäten. Wie bereits erwähnt, wird man nach einer kurzen Introsequenz ohne großes Tamtam in die Open World geworfen und hat ab da freie Hand. Wer nicht nur durch die Stadt cruisen möchte, hat an diversen festgelegten Punkten die Möglichkeit, Aktivitäten zu bestreiten.
Neben klassischen Rennen, die in drei Geschwindigkeitsstufen unterteilt sind, gibt es auch ausgefallendere Optionen. Die Stuntman-Herausforderung zum Beispiel, bei der es darum geht, in einer vorgegebenen Zeit so viel Schaden wie möglich an der Umgebung anzurichten. Es hat sehr viel Spaß gemacht, wie eine Abrissbirne durch die Welt zu donnern und alles abzuräumen. Auch Challenges waren dabei, wie etwa eine Foto-Challenge in der man ein bestimmtes Gebäude aufspüren und ablichten oder In Find the Flame eine versteckte Flamme in der Stadt aufzustöbern musste.
Hotwheels Infinite Rush erfindet die Racing Open World nicht neu, aber gerade mit den Hotwheels-Elementen der Stadt wie Loopings, Speedways und besonderen Hindernissen macht es trotzdem Heidenspaß, mit Highspeed durch die Gegend zu heizen.

Wer seine Sammelleidenschaft ausleben möchte, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Verstreut in der Stadt finden sich etwa Graffitis und Bilder, die per Abfotografieren neue Liveries freischalten, sowie klassischere Collectables wie Gears, die man einfach durch Drüberfahren einsammelt. Was ich persönlich etwas schade fand: den Splitscreen-Koop auf die Open World auszuweiten scheint nicht möglich zu sein, er beschränkt sich auf normale Rennen und Elimination. Wie der Online-Modus aussieht, lässt sich noch nicht sagen, da er zum Zeitpunkt des Tests nicht freigeschaltet war.
Pimp my Ride
Die Autos der Rennen lassen sich mit verschiedenen Modifikationen anpassen, darunter verkürztes, aber stärkeres Nitro oder verbesserte Höchstgeschwindigkeit. Ähnlich wie in Rocket League lassen sich zudem visuelle und akustische Effekte wie Boost-Sounds oder Partikeleffekte individualisieren. Darüber hinaus soll es einen umfangreichen Livery- und Track-Editor geben, für den in unserer Session leider keine Zeit mehr blieb.

Getestet auf folgendem System, lief das Spiel auf hohen Einstellungen durchgehend stabil, selbst im Splitscreen gab es keine nennenswerten Einbrüche.
CPU: Ryzen 5 3600
RAM: 32GB DDR4 3200MHz
GPU: RTX 2070 Super
Fazit
Hotwheels Infinite Rush hat mich als jemanden, der normalerweise kein großer Arcade-Racer-Fan ist, durchaus positiv überrascht. Gerade die direkte und verzeihende Fahrphysik hat mir besonders gut gefallen. Was ich dagegen etwas vermisst habe, war eine leitende Hand in der Open World, ohne die man sich beim ersten Erkunden schnell etwas verloren fühlt. Besonders vielversprechend finde ich den Multiplayer, was es umso bedauerlicher macht, dass er scheinbar auf instanzierte Rennen beschränkt ist und man die Open World nicht gemeinsam unsicher machen kann. Gerade als Fan des Franchises dürfte die ikonisch gestaltete Welt aber für reichlich Spaß sorgen.
Wie viel Abwechslung und Umfang das fertige Spiel letztendlich bietet, bleibt abzuwarten.
Hotwheels Infinite Rush erscheint am 24. September 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch 2 sowie für PC über Steam, Microsoft und im Epic Games Store. Der Early Access beginnt bereits am 21. September.


