Preview: Fire Emblem Engage – Zurück zu den Wurzeln mit den legendärsten Helden der Reihe

Es ist noch nicht einmal so lange her, als Nintendo im Zuge ihrer Direct im September den nächsten Titel der Fire Emblem-Reihe enthüllten. Das dank Three Houses wieder erstarkte Rollenspiel-Epos will diesmal aber nicht nur Neulinge, sondern auch alteingesessene Veteranen gleichermaßen ansprechen. Um das zu bewerkstelligen gibt es ein freudiges Wiedersehen mit zahlreichen Helden aus der Vergangenheit. Egal wie ihr euren ersten Titel gespielt habt, sei es mit Marth, Celica oder gar Sigurd – jeder erhält seinen Auftritt! Wir durften bereits vorab in die Welt von Fire Emblem Engage eintauchen und was wir dabei erlebt haben, erfahrt ihr in unserem spoilerfreien Preview.

Ein Unheil erwacht

Vor tausend Jahren tobte in Elyos ein fürchterlicher Krieg, in dessen Zentrum der gefürchtete Dämonendrache Sombron stand. Nur mit vereinten Kräften der vier Königreiche Firene, Brodia, Elusia und Solm gelang es dank der Hilfe der zwölf Emblem-Ringe, dieses Unheil zu versiegeln. Seitdem herrschte Frieden, doch Geschichte wiederholt sich. In jedem Jahrtausend erwacht dieses Übel erneut mit dem einen Ziel: Die Welt zu vernichten! Die einzige Hoffnung für die Menschheit ist der heilige Wyrmgott, der ebenfalls zur gleichen Zeit erweckt wird, um den drohenden Untergang abzuwenden. Denn nur wer die zwölf Emblem-Ringe und deren legendären Helden hinter sich vereint, gelangt zu göttlicher Kraft. Die Zeit des Rituals nähert sich, also erwacht Wyrmgott Alear! Erfüllt die Prophezeiung die Ringe zu finden und Frieden zu bringen in der Welt von Fire Emblem Engage.

Selten gab es eine dramatischere Eröffnung in einem Fire Emblem-Ableger, als hier. Das zu verdanken hat man diesmal einem stimmigen Intro inklusive toll inszenierter Eröffnungssequenz. Und an diese solltet ihr euch gewöhnen, denn inszenatorisch weiß man mit zahlreichen Zwischensequenzen zu überzeugen. Vorbei sind die Zeiten rar gesäter Animationen! Hinzu kommt, dass jeder  Dialog, egal ob Japanisch oder Englisch, hochwertig vertont wurde. Das haucht jedem einzelnen Charakter, der im Laufe der Handlung euren Trupp erweitert, eine extra Portion Leben ein. Doch nicht nur die bekommen ausreichend Bildschirmzeit, sondern auch die legendären Helden, die in den Emblem-Ringen wohnen. Einige von ihnen hat man in diversen Trailern bereits verraten, angefangen mit dem ikonischsten Helden Marth. Aber auch zahlreiche andere Protagonisten vergangener Ableger wie Sigurd, Celica, Corrin oder Byleth mischen ordentlich mit auf. Ebenfalls vertont, was besonders bei eingefleischten Fans für viel Zustimmung sorgt. Doch was machen diese Emblem-Ringe denn eigentlich?

Nur mit vereinten Kräften

Bei Fire Emblem Engage handelt es sich nach wie vor um ein strategisches Rollenspiel. Von der Gameplay-Mechanik hat sich kaum etwas geändert. Das Schere-Stein-Papier Prinzip rund um Schwerter, Lanzen und Äxten blieb erhalten. Ebenfalls mit an Bord sind Bogenschützen, Magier und Mönche. Was Engage aber diesmal besonders macht sind die eben erwähnten Emblem-Ringe. Ihr könnt jedem beliebigen Mitglied eurer Gruppe im Vorfeld ein Emblem zuweisen. Diesem inne wohnt ein legendärer Held, der dem Charakter ab sofort begleitet und ein Bündnis aufbaut. Das wird nicht nur mit erhöhten Statuswerten belohnt, sondern bietet auch im Gefecht eine enorm wichtige Komponente. Denn für drei Runden können die beiden Helden sich vereinen und erlangen damit besondere Kräfte. So bringt jede Legende seine individuelle Waffe, seine ikonischste Fähigkeiten und einen einmal einsetzbaren, verheerenden Spezialangriff mit sich. Klingt nach einem großen Vorteil? Ist es auch! Doch Obacht, denn eure Feinde können das auch.

Womit wir gleich direkt eine Sorge aus dem Weg räumen können. Denn wer denkt, dass Fire Emblem Engage damit ein Spaziergang wird, der irrt sich gewaltig. Wählt man nämlich nicht den Anfängermodus, sondern stürzt sich Klassisch und Schwer in die Schlacht, dann gibt es eine ordentliche Herausforderung. So bereist ihr in gewohnter Manier eine Weltkarte, worauf Story-Missionen, vereinzelt Nebenmissionen und optionale Gefechte warten. Wer nur der Hauptgeschichte folgt, der wird schnell an den Grenzen seines Könnens angelangt sein. Denn die KI ist nicht nur herausfordernd, sondern auch mit den sogenannten verzerrten Emblem-Ringen unberechenbar. Unterläuft euch ein Fehler in der Schlacht und eine Einheit stirbt, dann ist nicht zwingend ein Neustart notwendig. Für solche Fälle gibt es den Zeitkristall, den ihr zehnmal pro Gefecht einsetzen könnt. Mit diesem könnt ihr beliebig viele Züge ungeschehen machen. Und davon werdet ihr oft Gebrauch machen, denn selbst Veteranen kommen auf ihre Kosten.

Abhängen im Somniel

Erinnert man sich an Fire Emblem Three Houses zurück, dann bot das Leben an der Akademie einen hohen Mehrwert an Spielspaß. Mit einer derartigen Bandbreite an sozialen Komponenten kann Engage zwar nicht aufwarten, dennoch hat auch das Somniel seinen Charme. Diese Insel in luftigen Höhen ist euer Ausgangspunkt zwischen den einzelnen Missionen und bietet einige Interaktionsmöglichkeiten. Diese erweitern sich mit zunehmender Größe eure Armee, weiß aber schon zu Beginn für Abwechslung zu sorgen. Vom Krafttraining, einem kurzen Angelabenteuer oder das gemeinsame Kochen. Alle Aktivitäten erhöhen den Unterstützungslevel der beteiligten Charaktere und schalten zudem Status-Boni für das nächste Gefecht frei. Bis zu dreimal lässt sich auch die Arena nutzen, wo ein von euch ausgewählter Krieger per Zufall einen Kontrahenten aus den eigenen Reihen bekommt. Der Sieger erhält dabei eine große Ladung an Erfahrungspunkten, die gut getimt zum Levelanstieg verhilft. Wichtige Statuspunkte für die nächste Mission!

Neben diesen Aktivitäten lässt sich aber auch die hart verdiente Währung ausgeben. So könnt ihr neben Gold in diversen Läden auch sogenannte Heldenfragmente einsetzen. Diese verdient ihr entweder im Laufe der Handlung oder dank abgeschlossenen Erfolgen. Mit deren Einsatz steigert ihr das Band zwischen einem Charakter und seinem Emblem-Helden auf Anhieb, um wertvolle Boni im Kampf herauszuschlagen. Noch mehr lohnt sich aber die sogenannte Ringkammer, wo sich Emblem-Ringe verstärken lassen. Jeder ikonische Held hat dabei bis zu zehn Verbündete aus einem jeweiligen Ableger, die in vier Kategorien, von C bis S erstanden werden können. Das ist insofern wichtig, denn wie gewohnt spielt beim Levelanstieg der zufällige Wertezuwachs eine große Rolle. Diesen kann man zur Not mit der gezielten Zuweisung von Emblemen entgegenwirken. Denn all jene Verbrauchsgegenstände, die Werte gezielt und dauerhaft erhöhen, sind wie üblich rar gesät.

Zwischenfazit

Nach dem überraschenden Erfolg von Fire Emblem Three Houses, das einen Mix aus Strategie und Schul-Simulation bot, kehrt Engage wieder zu den Wurzeln zurück. So wartet auf Fans wie schon in der Vergangenheit ein äußerst anspruchsvolles Taktik-Rollenspiel. Diesmal aber zeigt man sich dank den Emblemen von einer ungewohnt vielfältigen Seite, vor allem was die strategischen Möglichkeiten betrifft. Noch dazu bereichern zahlreiche Zwischensequenzen und vertonte Dialoge die Handlung, die in den ersten Kapiteln schnell an Fahrt aufnimmt.  Bitte mehr davon!

Fire Emblem Engage erscheint am 20.Jänner 2023 exklusiv für Nintendo Switch.

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Written by: Manuel Barthes

Passionierter Achievementjäger und Manga-Experte

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  1. Pingback: Review: Fire Emblem Engage – Ein solider Ableger mit einer großen Portion Nostalgie   - Cerealkillerz 17. Januar 2023

    […] guten Ableger zu machen oder verlässt man sich diesmal zu sehr auf den Nostalgiefaktor? Unser Preview hat bereits eine Vorgeschmack geboten,  doch die Antwort auf diese Frage liefern wir euch jetzt in […]

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