Preview: Echoes of Aincrad – Der eigene Start in Sword Art Online

Bandai Namco hat uns ermöglicht ein wenig Luft in Aincrad zu schnuppern und das kommende Action RPG Echoes of Aincrad anzuspielen. Wir konnten etwa 5h mit der PC Version verbringen und wollen euch unsere Eindrücke in dieser Preview schildern.

https://www.youtube.com/watch?v=YwxFzZBNQK8

Ausloggen? Unmöglich.

Kurz zusammenfassend für alle, die vom Light Novel/Manga/Anime Phänomen Sword Art Online noch nie gehört haben: Sword Art Online handelt vom gleichnamigen VRMMORPG, bei dem Spieler mittels einer speziellen VR Gerätschaft direkt mit dem Spiel verbunden sind und durch den Erschaffer dann daran gehindert werden sich auszuloggen. Wer im Spiel verstirbt, verliert auch in der echten Welt sein Leben und die einzige Möglichkeit zu entkommen ist die100 Level starke schwebende Festung Aincrad komplett zu erklimmen und den letzten Boss zu besiegen.

In Echoes of Aincrad befindet ihr euch mit eurem Charakter am Anfang dieser Geschichte und seid ganz zu Beginn sogar ein Spieler der Beta, bei der die o.g. Einschränkungen noch nicht galten. D.h. eure Geschichte verläuft parallel zu dem aus dem Anime bekannten Erzählstrang. Ihr seid dabei aber nicht allein, denn ihr habt auch eure Spielertruppe aus der Beta und sogar Argo aus dem Anime als mögliche Mitstreiter zur Verfügung. Der Fakt, dass ihr euren eigenen Charakter spielt hat sogar den Vorteil, dass ihr euch im Charaktereditor austoben dürft. Da der Anime aber einen detailarmen Stil pflegt, war hier, getreu der Vorlage, hauptsächlich über das Gesicht Variation zu erzeugen.

Preset Charaktere im Editor

Schwert und Schild, Dolch oder doch eher Degen

Damit spielen wir also ein Spiel im Spiel und dürfen unseren Charakter durch das MMORPG führen. Umgesetzt ist das Ganze aber als Action RPG, bei dem ihr euch zunächst für eine Waffe entscheidet und euch ggf. neu ausrüstet, eine Mission und schlussendlich einen Begleiter auswählt. Da es keine echte Magie gibt und das Klassensystem an der Waffe der Wahl liegt, fühlt man sich zunächst ein wenig an Monster Hunter erinnert. Zur Auswahl stehen euch unter anderem Kurzschwert, Degen oder auch eine Axt. Klassisch unterscheiden sich die Waffen vor allem auf der Geschwindigkeit vs. Schaden Achse, wobei auch der Fokus auf die verschiedenen Attribute unterschiedlich ist. Da man zwischen den Missionen gratis jederzeit umskillen darf, muss man sich praktischerweise nie festlegen und kann variieren.

Wer allerdings bei einer Waffe bleibt, levelt seine Proficiency auf, was neue aktive Skills für diese Gattung freischaltet. Denn sind wir in der Missionsgegend angekommen gilt es zum auf der Karte markierten Ziel zu laufen und Gegner zu metzeln und mit mehr Skills geht das natürlich deutlich einfacher. Dabei gaukelt einem Echoes of Aincrad durch seine großen Levels eine Art Open World vor, die sich in unseren Beispielmissionen aber schlussendlich als qualitativ hübscher Schlauchlevel erwiesen haben. Abseits der ausgetretenen Pfade findet man zwar mit Truhen und kleinen Minibosskämpfen Möglichkeiten für bessere Waffen/Ressourcen/Crafting Rezepte, aber weiter ging es immer auf genau einem Weg.

Wildschweine jagen gehört zu einem MMO einfach dazu

Gegner gibt es aber an jeder Ecke, denn teilweise spawnen sie auch einfach aus dem Nichts. Das wird von eurem selbstgewählten Kumpanen auch sehr oft lautstark betont. Manchmal sehen unsere AI Kollegen auch Gegner, die wir als Spieler noch garnicht entdeckt haben. Dasselbe Phänomen konnten wir bei Truhen beobachten bzw. hören. Zumindest konnten wir so nichts übersehen. Die Kämpfe fügen sich dann flüssig ins Spielgeschehen ein und man bekommt die üblichen Möglichkeiten eines Action RPGs zur Verfügung gestellt. Leichte und schwere Attacken gepaart mit dem Einsatz der oben bereits erwähnten Skills reduzieren die HP Leiste eurer Gegner, während Rollen und Verteidigen bzw. Parieren eure eigenen Lebenspunkte schützen sollen. Das ging sofort gut von der Hand und bei manchen Gegnern musste man sogar darauf achten, dass man die Möglichkeit nutzt ihnen Gliedmaßen (unblutig) mit starken Attacken abzutrennen.

Die vielen Wildschweine und Wölfe als Trashmobs gingen dann aber teilweise schon nach ein, zwei Schlägen ko, was sich nach einiger Zeit etwas unnötig angefühlt hat, aber natürlich nötig war, denn die Aggro Range der Gegner ist sehr groß und Weglaufen damit keine gute Option. Mehr Spaß gemacht haben die Bosskämpfe, bei denen man wesentlich besser aufpassen musste und bei dem wir in einer späteren Mission sogar zunächst mehrfach gescheitert sind. Leider können wir hier den Schwierigkeitsgrad (bei dem es übrigens vier Optionen gibt) noch nicht so Recht einschätzen, da die für uns spielbaren Missionen zeitlich auseinander lagen.

Was dagegen schon gut einzuschätzen ist, ist das Partnersystem. Euer Mitstreiter wird von euch die meiste Zeit nur passiv angewiesen sich entweder eher im Hintergrund und als Unterstützung zu halten oder man gibt ihm freien Willen, was zu aggressiverem Verhalten geführt hat. Direkte Anweisungen gibt es nur im Fall der Verwendung eines companionabhängigen Skills oder einer sehr starken Teamattacke, die euch beide nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Das System funktioniert gut, lässt eure Hauptfigur immer im Vordergrund bleiben, ermöglicht es aber gleichzeitig auch dem zweiten Charakter euch den Rücken freizuhalten, wenn doch mal ein Gegner zuviel um euch herumschwirrt.

Sword Art Online als Marathon

In unserer Preview wurden wir als non-SAO Fans sehr gut abgeholt, da absolut kein Vorwissen nötig war. Die hübschen Umgebungen und das Drumherum in z.B. den gut vertonten Zwischensequenzen bieten für den Anfang jedenfalls genug Immersion, um sich auf die Prämisse einzulassen. Dass unser Protagonist in diesen Sequenzen allerdings immer stumm bleibt und nur durch Kopfnicken bzw. -schütteln antwortet, setzte dagegen aber leider einen Minuspunkt, der uns bereits jetzt stark gestört hat.

Auch die wirklich langen Laufwege in den Missionen und die bereits erwähnte „Schlauchigkeit“ der Levels haben uns etwas irritiert. Trotzdem sind wir gespannt auf das Endprodukt, bei dem wir tiefer in die Crafting Möglichkeiten und in alle Waffenoptionen einsteigen möchten. Hier sehen wir nämlich durchaus Potential, da man gefundene und erzeugte Waffen zum Aufwerten der Werte und zum Hinzufügen von passiven Fähigkeiten verwenden und so möglicherweise einen sehr persönlichen Spielstil entwickeln kann.

Erscheinen wird Echoes of Aincrad am 10. Juli für Playstation 5, Xbox Series X|S sowie PC.

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Written by: Steve Brieller

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