Marvel Ultimate Alliance 3: The Black Order Review – Eine Jagd durch das gesamte Marvel Universum

Nicht lange nach Avengers: Endgame folgt mit Marvel Ultimate Alliance 3: The Black Order die nächste Schlachte zwischen Superhelden und ihren bösen Gegenspielern, und wieder geht es um die Infinity Steine, die als übermächtig starke Waffe dienen. Um sie in ihre Gewalt zu bringen, versuchen beide Seiten alles und schicken ihre stärksten Vertreter in den Kampf – welche Charaktere Ultimate Alliance 3 euch dabei aber genau zur Verfügung stellt und wie sich der Titel insgesamt schlägt, erfahrt ihr bei uns im Test.

Der umfangreiche Roster vereinigt die unterschiedlichsten Figuren.

Marvel, Marvel und noch mehr Marvel

Die Guardians beginnen die Story (mit dem üblichen Diebstahl wertvoller Artefakte).

Den Anfang der Gesichte machen die Guardians of the Galaxy, die nach einer Auseinandersetzung mit Ronan, Nebula und den Kree eine Bruchlandung im Raft, dem Hochsicherheitsgefängnis für Superschurken in der Nähe New Yorks, machen. Dort treffen sie auf Spiderman und natürlich auch auf seine erbitterten Erzfeinde, wie Venom, Electro, Doctor Octopus und den Sandman. Der Spieler bereist im Story-Verlauf immer mehr bekannte Orte im Marvel Univsersum: die Schule der X-Men, das Knowhere, Midgard oder Wakanda sind nur ein paar Beispiele der Orte, die in Ultimate Alliance 3 entdeckt werden können.

Black Widow, Captain America, Black Panther, Thor und das „edle Karnickel“ Rocket in Hel, der Unterwelt.

Wer ein wenig Ahnung von Marvel Comics hat, der wird erraten können, das zum Beispiel Magneto, der Juggernaut und Mystique nicht weit entfernt sind, sobald man Xavier’s Ausbildungsstätte betritt und genau an dieses Schemata hält sich das Spiel meistens: Neuer Ort eines Marvel Helden und die entsprechenden Antagonisten sind nicht weit – und nach dem Endboss des Areals erhält der Heldentrupp einen Infinity Stein.

Die Guardians im Kampf gegen Ronan, den Ankläger

Verfolgt wird man dabei stets von der Black Order, getreue Gefolgsmänner von Thanos, die ebenfalls in den Besitz der Infinity Steine kommen wollen und damit den übergreifenden Handlungsbogen von Ultimate Alliance 3 liefern. Die Black Order stellt zusammen eine übergroße Macht dar, vor welcher der Spieler sogar mehrmals im Spiel flüchten muss, bis man in einzelnen Aufeinandertrefffen gegen sie kämpfen kann.

Manchmal bleibt nur die Flucht nach vorne.

Avengers, Guardians, X-Men, Defenders, Inhumans und noch einige mehr vereinen ihre Kräfte

Dass es sich mit Ultimate Alliance 3 bereits um den dritten Ableger handelt, verrät die Drei im Titel, doch Teil 2 ist bereits über 10 Jahre alt und für die vorvorletzte Konsolengeneration erschienen – ein guter Zeitpunkt der Reihe eine Frischzellenkur zu verpassen. Das erste neue Element, das ins Auge springt, sind die aufgeladenen EX(trem)-Attacken, welche diesmal zu mehr Schaden führen, sobald noch weitere Teammitglieder ihre eigene einsetzen. Wenn alle vier Kameraden ihre EX-Attacke gleichzeitig ausführen, führt das für alle Feinde zu verheerendem Schaden.

Die mächtigste Waffe im Arsenal des Vierergespanns

Doch EX-Angriffe brauchen eine beträchtliche Zeit, bis deren Leiste erstmal aufgefüllt ist – daher kann sich jeder spielbare Charakter neben schwachen und starken Angriffen an vier Spezial-Attacken bedienen, die mit Levelaufstiegen freigeschaltet werden. Natürlich sind diese Angriffe auf die einzelnen Helden abgestimmt. Hulk führt den berüchtigten Hulksmash aus, während der Ghostrider die Gegner mit seinem Motorrad überfährt und Spiderman Netze in alle Richtungen verschießt.

Storm besitzt logischerweis wetterbezogene Angriffe und kann nebenbei fliegen.

Neben dem typischen Aufleveln gibt es noch weitere Möglichkeiten seine Helden zu verstärken: Mit sogenannten ISO-8 lässt sich jeder Held bis zu viermal ausrüsten und so im Bereich von Stärke, Vitalität, Resistenz, Zähigkeit, Können und Energie verstärken. ISO-8 können selbst wiederum aufgebessert werden, indem man andere schwächere ISO-8 aufspaltet und sie mit den gewonnenen Teilen aufwertet. Eine dritte Option stellt der Menüpunkt „Allianz stärken“ dar – dahinter versteckt sich ein aus RPGs bekannten Fähigkeitenbaum, der im Gegenzug für Stärkungspunkte dem Team permanent die entsprechenden Werte erhöht.

Innerhalb jedes Hexagons gibt es noch einen Knotenpunkt, der durch Ausfüllen der anderen Punkte aktiviert wird.

Neben der relativ kurzen Hauptstory gibt es noch Infinity-Risse, in denen man Nebenmissionen für Bonusgegenstände und Charaktere freischalten kann. Bei den Missionen handelt sich allerdings nur um modifizierte Abschnitte der Hauptstory, entweder mit mehr oder stärkeren Gegner, manche dürfen auch nur mit einem einzelnen Helden bestritten werden – sie bitten also durchaus eine größere Herausforderung, dafür winken aber auch Figuren wie Magneto, Loki und Thanos als spielbare Figuren.

Thanos ist (natürlich) besonders schwierig zu erhalten.

Fazit

Mit dem Aufgebot an Superhelden muss sich Ultimate Alliance 3 nicht vor seinem filmischen Gegenstück verstecken und gerade das gespannte Warten auf den nächsten Handlungspunkt, die nächste Location und den nächsten Helden, der den eigenen Rängen beitritt, machen besonders viel Laune. Für Leute, die sich mit dem Marvel Universum eher nicht auskennen, wird trotzdem solides Gameplay gepaart mit abwechslungsreichen Kämpfen geboten. Es ist bei den actionlastigen Fights jedoch schnell möglich, dass man den Überblick verliert und gerade im Co-Op hilft die Kameraführung gar nicht – manchmal schafft die Kamera es sogar, keinen einzigen der Helden im Geschehen zu erfassen. Darüber hinaus bietet Ultimate Alliance 3 aber eine wirklich gute Mischung aus kräftebasierendem Gameplay und einer Story mit bekannten und weniger bekannten Gesichtern.

Positiv

+ für Marvel-Anhänger ist die Story ein einziger Traum/Fanservice

+ Gameplay sauber und ohne Performance-Einbrüche selbst bei einer großen Anzahl Gegner

+ einzigartige Attacken für jeden einzelnen Helden

Negativ

– Kamera lässt vor allem im Co-Op zu wünschen übrig

– Kampfgeschehen wird schnell unübersichtlich

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Written by: Julian Bieder

Retro-Zocker, Gwent-Experte und eifriger Trophäenjäger