Kirby und das extra magische Garn Review – Wie schlägt sich Kirby auf dem 3DS?

Knapp acht Jahre nach der originalen Veröffentlichung von Kirby und das magische Garn auf der Wii feiert das Spiel einen erneuten Release auf dem Nintendo’s Handheld – diesmal mit dem Wörtchen „extra“ im Titel. Wir haben uns für euch genauer angesehen, was die Portierung besser oder schlechter macht als sein Vorbild aus dem Jahre 2011.

Kirby saugt seine Gegner nicht mehr ein, er umgarnt sie

Kirby’s primäre und berühmteste Fähigkeit ist das Verschlucken von Gegnern, deren Fähigkeiten er so annimmt. Doch als er zu Beginn des Spiels in die Stoffwelt geworfen wird, besteht er nur noch aus einem dünnen Stück Garnfaden, dasniemanden einsaugen kann. Zum Glück lassen sich in
Kirby und das extra magische Garn Items finden, die Kirby sich wie einen Hut auf den Kopf setzt und dadurch eine Vielzahl unterschiedlicher Kräfte nutzen kann – neben Bomben werfen oder mit einem Schwert aus Draht angreifen, kann man auch mit einem Wirbelsturm Perlen einsaugen oder kleine Nadeln auf kurze Distanz verschießen; insgesamt sind sechs dieser speziellen Items der Neuauflage hinzugefügt worden.

Weiterhin vorhanden sind natürlich die Transformationen von Kirby selbst, die an bestimmten Punkten im Level geboten werden: Mal verwandelt sich Kirby in einen Panzer, wird in Wasserleveln zum Delfin oder fliegt als Ufo durch die Luft. Diese Verwandlungen machen noch genau so viel Spaß wie im Original und sorgen für die nötige Portion Abwechslung – nur die Steuerung der Eisenbahn fällt ein wenig unintuitiv aus.

Das „Extra“ steht nicht umsonst im Titel

Neben dem normalen Modus wird parallel nun ein Teufelsmodus geboten – hier muss man dasselbe Level bewältigen, während man von einem kleinen, fliegenden Teufelchen über die gesamte Strecke verfolgt wird. Dieser lästige Gegner kann zwar eliminiert werden, allerdings kehrt er in wenigen Sekunden zurück und nimmt die Verfolgung wieder auf. Zudem ist es im Teufelsmodu möglich Game Over zu gehen; wer alle fünf Energieteile verliert, muss von vorne beginnen. Bei Kirby und das magische Garn war die einzige Strafe nur der Verlust von wertvollen Perlen.

Zwei weitere große Neuerungen sind die Bonusminispiele mit König Dedede und Metaknight: In „Düsender Dedede“ muss sich der Spieler schnellst möglich ins Ziel begeben, einziges Hilfsmittel ist der große Hammer mit dem Dedede die meisten Hindernisse aus dem Weg räumen kann. „Metaknights Schlacht“ beinhaltet das Besiegen von möglichst vielen Gegner, Metaknight vertraut dabei auf sein altbekanntes Schwert, das aufgeladen sogar über eine Spezialfähigkeit verfügt, die alles am Bildschirm leerräumt. Je nach Wertung (S-Rang bis C-Rang) werden nach Bestehen Plaketten vergeben, welche dann mit Bügelperlen verziert werden können.

Fazit

Kirby und das extra magische Garn enthält alles was auch in der Wii-Version enthalten war und ein paar Bonusmodi obendrauf. Wer das Original zu leicht fand, kann sich nun mit dem Teufelsmodus an einer (leicht) schwereren Herausforderung probieren, die zusätzlichen Item-Fähigkeiten beeinflußen das Gameplay und lassen völlig andere Herangehensweisen an Bosskämpfe zu, und die Spielemodi mit König Dedede und Metaknight sorgen für zusätzliche Spielzeit. Einzig der Zwei-Spieler-Coop-Modus, in dem man auf der Wii neben Kirby noch Prinz Plüsch spielen konnte, fehlt und hätte über Download Play locker auf den 3DS nachgereicht werden können. Alles in allem ist die 3DS-Portierung ein Upgrade zu Kirby und das magische Garn und wer den Titel von damals noch nicht probiert hat, kann dies jetzt bedenklos mit der aktuellen Version nachholen. Kirby-Fans, die das Spiel schon abgehakt hatten, dürfen nochmals gerne zugreifen.

Positiv

+ sehr originalgetreue Portierung

+ neue Items wirken sich positiv auf das Gameplay aus

+ Teufelsmodus und Bonusminispiele erhöhen den Spiele-Mehrwert

Negativ

– kein Coop-Modus mehr vorhanden

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Written by: Julian Bieder

Retro-Zocker, Gwent-Experte und eifriger Trophäenjäger