Fünf gute Gründe, wieso ihr The Messenger wirklich anspielen solltet

Für PC und Nintendo Switch schon seit letztem Jahr erhältlich, hat es der Hit-Plattformer aus dem Hause Devolver nun auch auf PlayStation 4 geschafft. Wir haben The Messenger nochmals für euch angetestet und verraten euch, wieso ihr den Titel unbedingt nachholen müsst, falls ihr ihn nicht schon probiert habt.

Die charmante Retrografik

Die Geschichte über einen Ninja lässt alleine schon auf das klassische Ninja Gaiden schließen, doch komplettiert wird die Hommage durch die wunderschöne 8 Bit-, und spätere 16 Bit-Gestaltung. Wer mit einem Super Nintendo oder Mega Drive aufgewachsen ist, wird schon beim Intro erkennen, dass hier keine aufgebohrten Animationen zu finden sind, sondern stilistisch eine Verneigung an Games der Neunziger stattfindet.

Die witzigen Charaktere

Wie die Präsentationen von Delvover bei der E3 ist auch The Messenger voller Humor und Selbstironie. Besonders hervorzuheben sind der Shopkeeper, der die Fragen des Messengers scharfzüngig kommentiert oder Geschichten ohne Moral erzählt, und Quarble, ein kleiner, roter Dämon, der euch bei einem Game Over wiederbelebet, dafür aber auch einen Lohn haben will. Diesen holt er sich indem er dem Spieler gesammelte Zeitsplitter vor der Nase wegschnappt bis die Schuld beglichen ist. Neben den beiden ist natürlich die gesamte Welt an jeder Ecke von urkomischen Figuren bevölkert, welche die eigentlich ernste Handlung aufbrechen.

Die einzigartigen Bosskämpfe

The Messenger geizt absolut nicht mit Endgegnern! Bei einer so großen Anzahl sollte man meinen, dass sich einige ziemlich ähnlich sind, doch – im Gegenteil – jeder einzelne Bossgegner wartet mit eigenem Verhalten und Kampfmuster auf. Gemeinsam haben sie nur eins: schenken werden sie euch rein gar nichts; vor allem die Bosse späterer Level sind knallhart und halten ordenlich Treffer aus. Beharrlichkeit und das richtige Timen von Ausweichmanövern sind die Strategien zum Erfolg.

Die Mischung aus Plattformer und Metroidvania

Eine der größten Überraschungen erwartet euch nach circa fünf Stunden Spielzeit: ab einem gewissen Punkt wird der lineare Action-Plattformer zu einem waschechten Metroidvania. Das heißt, dass frühere Level wieder besucht werden können, um dort weitere Objekte aufzusammeln. Anstatt durch die Level durchzulaufen, ist nun Backtracking und Erkunden gefragt und auch die geschätzte Spielzeit erhöht sich dadurch erheblich.

Das herausragende Gesamtpaket

Man kann argumentieren, dass ein paar Stellen The Messenger ein wenig unfair designt sind, doch die meiste Zeit über bleiben die Level verhältnismäßig fair und sind nach ein paar Anläufen schafbar. Der sich ständig erhöhenden Schwierigkeitsgrad ergiebt mit der intuitiven Steuerung und dem klassischen Gameplay insgesamt eine exzellente Kombination. Mit dem Witz und der liebevollen Pixelgrafik obendrauf hebt sich The Messenger zu einer unbestrittenen Empfehlung für alle Genre-Fans, egal ob auf Konsole oder PC.

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Written by: Julian Bieder

Retro-Zocker, Gwent-Experte und eifriger Trophäenjäger