Fall Guys E3 Preview: Der Partyhit für nächstes Jahr bereits jetzt angespielt

Was wäre, wenn sich die übertriebenen Kurse wie Takeshis Castle mit dem schwammigen, aber simplen Gameplay von Gang Beasts kreuzen würden und das Ergebnis ein Battle Royale mit 100 Konkurrenten wäre? Die Antwort muss nicht mehr länger gesucht werden – Mediatonic hat sie mit Fall Guys: Ultimate Knockout bereits gegeben, und auch wenn der Titel noch in Entwicklung ist, können wir schon jetzt jede Menge Spielspaß für bis zu vier Spieler offline (plus 96 NPCs) oder eben die vollen 100 Teilnehmer online versprechen.

Die Konkurrenz ist nicht gerade klein.

Die Runden des Spiels sind wie Episoden einer Spielshow aufgebaut und führen die 100 Fall Guys (zu deutsch: Prügelknaben) durch eine Reihe von Herausforderungen in unterschiedlichen Leveln. Wer eine der Phasen nicht besteht, scheidet für den Rest des Spiels aus. Auf unseren ersten Stage rennen wir mit unseren Fall Guys gegen Mauerabschnitte, von denen manchen echt (und widerstandsfähig) oder falsch und brüchig sind. Man hat hier die Möglichkeit eine Spitzenposition zu übernehmen, aber dabei zu riskieren, frontal gegen eine echte Mauer zu krachen oder aber man hält sich zurück und wartet bis jemand andere eine falsche zum Einriss gebracht hat, um dann hinter ihm ebenfalls durchzulaufen. Ein Großteil bestand die erste Runde, die langsamsten Fall Guys schieden aus.

Es ist unmöglich, die stabilen von den zerstörbaren Wandstücken zu unterscheiden. Dieser Fall Guy hatte Glück, zumindest bei dieser Wand.

Bei der nächsten Herausforderung „Tail Tag“ startete die eine Hälfte der Teilnehmer die Runde mit rosa Schweif auf der Hinterseite, die andere versucht sie mit aller Macht an sich zu bringen und auch im Besitz zu halten. Jeder mit einem begehrten Schweif musse also besonders auf die „nackten“ Fall Guys achten und ganz nebenbei ist der Raum auch noch mit riesigen Hämmern und Plattformen versehen, die Navigation durch die Stage komplexer machen. Wer nach Ablauf der Zeit einen Schwanz besitzt, darf in die nächste Runde gehen.

Die Nummer der bunten Knilche reduziert sich mit jeder Disziplin, Gesamtsieger gibt es nur einen.

Mediatonic präsentierte uns als dritte Runde auch schon das Finale des Spiels: das Rennen auf den Gipfel eines Berges, der mit Hindernissen wie herabrollenden Schaumstoffkugeln oder Hämmer, die schnell in eine Richtung rotieren, gespickt ist. Hier gewinnt nur noch ein einziger Fall Guy – der, der sich die überdimensionale Krone an der Spitze schnappt. und der erste Fall Guy, der sich die Krone schnappte. All das war Takeshis Castle sehr ähnlich, der japanischen Spielshow, die seitdem so viele andere Reality-Stuntshows inspiriert hat.

Die letzte Momente eines Spieledurchlaufs – wer springt und die Krone zu fassen bekommt, hat sich gegen 99 andere Fall Guys durchgesetzt.

Die Gesamtspielzeit der drei Level betrug ein wenig unter 10 Minuten, der Entwickler verspricht allerdings noch viele weitere Stages bis zum Release einzubauen. Dieser soll laut Mediatonic Anfang nächstes Jahr stattfinden, angepeilte Plattformen dafür sind PC und PlayStation 4.

Ein Battle-Royale, das ganz ohne Schußwaffen auskommt, ist in einem Genre zu begrüßen, dass momentan von kleinen tanzenden Achtjährigen dominiert wird. Zumal ist es auch für Casual Gamer interessant: die einfache Steuerung, die das Benutzen von maximal drei Buttons am Controller erfordert, kann jeder in Sekundenschnelle erlernen. Fall Guys ist mit NPCs ganz nett, aber mit 99 anderen menschlichen Mitspielern wird es als Indie-Titel wie eine Bombe einschlagen und die Party Gaming Szene ordentlich aufmischen. Bereitet euch lieber schon einmal darauf vor!

Teilt uns eure Meinung mit

Written by: Julian Bieder

Retro-Zocker, Gwent-Experte und eifriger Trophäenjäger