E3 Outer Worlds Präsentation – Obsidian liefert ein RPG mit altbekannten Features und neuen Kniffen

Obsidian, Entwicklerstudio von Fallout New Vegas, versteht sich schon lange auf das Perfektionieren alteingespielter Action RPG-Mechaniken. Mit originelle Stories obendrauf, erhält der Spieler meist einen Mix aus vertrautem Gameplay und witzigen, moderenen Ideen. Auch bei The Outer Worlds ist das nicht anders, wie eine heutige Vorstellung zeigte.

In einer SciFi-Welt, die nun fernab von einem postapokalyptischen Nordamerika ist, findet sich der Spieler auf weit entfernten Kolonien wieder. Dem Planet Monarch sollte ursprünglich von der Regierung ein Terraforming zur Steigerung der Lebensqualität für Menschen unterzogen werden, doch etwas ging schief und so wurde die Flora und Fauna dort aggressiv, riesig und bösartig. Daraufhin kaufte der Privatkonzern Monarch den gesamten Planeten und benannte ihn nach sich – so die Hintergrundgeschichte der Spielewelt.

Die Mantisqueen war zuvor nur ein kleines Insekt.

Um die widrigen Lebenzustände dort aufzuzeigen, reicht schon ein einziges Beispiel: Eine Art Fleisch namens boarstwurst besteht aus Tumoren mit Speckgeschmack, die an Schweinen gezüchtet werden und nach einer Zeit abplatzen. Danach werden sie eingesammelt und für die Lebensmittelproduktion weiterverwendet. Dem Protagonisten ist es möglich, sich in eben diese „Wurstfabrik“ zu schleichen, dies geschieht mit einer neuen Funktion, dem „Disguise-Meter“. Man kann sich zwar verkleiden, doch je tiefer man sich in einen gesperrten Bereich vorwagt oder sich auffällig verhält, verliert das Kostüm an Wirkung und das „Disguise-Meter“ fällt gegen null. In dem vorgestellten Beispiel schafft es der Spieler nicht unverletzt durch die Fabrik und wird von Robotern verletzt. Nun steht man vor der Entscheidung dem Protagonisten einen Flaw (eine persönliche Schwäche zu verpassen) – entweder man verweigert ihn und nichts passiert – oder aber man nimmt man diesen an und wird im Kampf gegen Roboter immer schwächer sein, erhält dafür aber einen gratis Skillpoint zum Verbessern der Fähigkeiten. Also Perks gegen Statusreduzierungen!

Auf dem rauen Pflaster von Fall Brook muss man jeden Schritt genau abwiegen.

Fähigkeiten betreffend muss sich der Protagonist nicht nur auf seine eigenen verlassen – seine Gefährten können mit ihren auch eine knifflige Situation lösen. Zu wenig Punkte auf Überreden verwendet? Ellie oder Nyoka (ein brandneu vorgestellter Charakter) helfen aus, ein NPCs von den eigenen Ansichten überzeugt werden müssen. Auch andere Spiele-Elemente werden RPG-Fans sehr vertraut vorkommen, wie zum Beispiel das Verkrüppeln einzelner Körperteile oder das Hacken von Computern.

Nyoka im Kampfeinsatz.

Obsidian verspricht ein Science Fiction Abentuer, in dem sich der Spieler oft moralisch grauen Entscheidungen gegenübersieht und keine klare Ausrichtung zwischen Gut und Böse geben sollen. In The Outer Worlds wird es allein die Wahl des Spielers sein, wie er die Story beeinflußen möchte, eben ohne moralischen Kompass zur Unterstützung.

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Written by: Julian Bieder

Retro-Zocker, Gwent-Experte und eifriger Trophäenjäger