E3 Bethesda Showcase: Viele Updates, einige neue Titel, nichts zu Elder Scrolls VI oder Starfield

Die schlechten Nachrichten zuerst: Todd Howard hat keine Ankündigungen in Richtung des nächsten Elder Scrolls Ableger oder dem anderen heißen Eisen, Starfield, gemacht. Damit verlieren möglicherweise schon viele das Interesse an der gesamten Präsentation, doch in Wirklichkeit hat es Bethesda doch noch geschafft ein paar nette Überraschungen aus dem Hut zu zaubern. Und wo wir gerade bei Todd Howard waren…

Fallout 76 goes Battle Royale

Nach dem ersten, mageren Jahr Fallout 76 soll das zweite Jahr nun endlich Abwechslung bringen: Zu einem wäre da das Update Nuclear Winter, das endlich ein wenig Schwung in die erstarrte Online-Welt bringen soll. Ein Battle Royale mit bis zu 52 Spielern, die gegeneinander um den Titel des Aufsegers antreten. Wie üblich in dem Genre verkleinert sich der Bereich stetig bis nur noch eine kleine Fläche Spielwelt zum Kampf übrig bleibt. Zusätzlich erinnert der Modus an Genreliebling Fortnite, da man Konstrukte und Festungen aufbauen kann, unterscheidet sich aber durch den RPG-Ansatz von temporär erlernbaren Fähigkeiten.

Das andere Gratis-DLC heißt Wastelanders und soll das Spiele-Erlebns im Maingame ein wenig aufmöbeln: Neben weiteren Hauptquests und neuer Rüstung und Waffen liegt der Schwerpunkt eindeutig auf dem Einführen menschlichen NPCs. In der Welt von Fallout 76 waren bisher keine Menschen zu finden, Roboter und Logs waren bis dahin die einzigen Questgeber, doch nun kommt der dynamische Dialogbaum alter Fallout-Teile zurück. Mit dem zusätzlichen Angebot den Titel bis 17.06. gratis zu testen, hofft Bethesda auf eine Rückkehr der Spielerbasis.

Cloud Gaming System Orion bringt Doom (2016) aufs Handy

Wer Google Stadia oder ähnliches bereits gesehen hat, wird merken, dass Cloud Gaming eine immer wichtigere Rolle in der Branche spielt. Laut Bethesda wird durch das Aktivieren einer von mehreren Orion-Funktionen die für ein qualitativ hochwertiges Streaming-Erlebnis erforderliche Bandbreite um 40 Prozent reduziert. Angeblich wird auch die Zeit für das Decodieren eines Videobilds (das dann zum Player gestreamt wird) um 30 Prozent reduziert und die erforderliche Rechenarbeit um 20 Prozent reduziert. Das Unternehmen hat nicht angegeben, wie stark das Aktivieren aller Orion-Funktionen einen Stream verbessern würde, obwohl James Altman angibt, dass unterschiedliche Spielen mehr von den verschiedenen Funktionen profitieren werden. Zur Demonstration wurde der letzte Doom-Titel über Smartphone mit einem Controller gespielt.

Doom Eternal erhält Multiplayer und Release-Datum

Und da wir gerade bei Doom sind: Der nächste Ableger, Doom Eternal, wirkt äußerst vielversprechend. Mit dem selben Gameplay aus dem Vorgänger, aber viel mehr Action (und mehr Waffen) ausgestattet wird Doom Eternal einer von Bethesdas wichtigsten Titel. Zusätzlich mit einer Onlinekomponente namens Battlemode ausgestattet, hinter der sich ein asymmetrischer Vs. Modus befindet, in dem ein Spieler mit dem Doomguy gegen zwei andere von Spielern kontrollierten Monsterklassen antreten, soll Doom Eternal für die nötige Abweschlung sorgen. Die Veröffentlichung wurde für den 22.11. festgesetzt.

Resident Evil Schöpfer präsentiert übernatürlichen Thriller

Resident Evil Begründer Shinji Mikami betritt die Bühne und moderiert einen brandneuen Titel an: Ghostwire Tokyo. Die Story erzählt zu Beginn von einem Massenverschwinden von Menschen in Tokio und der Protagonist muss danach in einer fast menschleeren Welt gegen übernatürliche Kreaturen ankämpfen. Laut den Entwicklern handelt es sich bei dem Titel nicht um ein gewöhnliches Action Adventure, sondern um ein Spiel über Verschwörungstheorien und urbane Legenden. Gameplay, welches die Ansätze etwas verständlicher machen können, wurde leider nicht gezeigt.

Elder Scrolls: Blades findet seinen Weg auf die Switch

Auf dem Smartphone schon lange erhältlich, schafft es The Elder Scrolls: Blades kostenlos auf Nintendo’s Heimkonsole. Wer den Titel bereits auf seinem Handy für ein paar Stunden gespeilt hat und nicht nochmals von vorne anfangen wil, dem kann erleichternd gesagt werden: Die Spielstände lassen sich übertragen. Außerdem wurde zur Feier der E3 ein Patch mit In Game Goodies für Spieler veröffentlicht, welches nicht nur neue Quests sondern auch neue Schmuckgegenstände zum Erhöhen des Spielerwerte oder Arbeitsplätze.

Neues Spiel aus der Arkane Studios Schmiede

Eins steht gleich fest: Deathloop hat zweifellos Ähnlichkeit zu Dishonored, von den viktorianisch aussehenden Glockentürmen bis zur Verwendung eines blitzartigen Teleports an einen nahen Punkt. Aber es hat einen frischen Stil, moderner, mit zwei Charakteren, die sich in einer Zeitschleife gegenseitig ermorden wollen. Genaueres ist noch nicht zu dem Titel bekannt, aber mit dem Studio, welches hinter Deathloop steht, sollte man den Titel auf jeden Fall im Auge behalten.

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Written by: Julian Bieder

Retro-Zocker, Gwent-Experte und eifriger Trophäenjäger