Dying Light Bad Blood – Battle Royale war gestern, das ist ein BRUTAL Royale!

Battle Royale – dieser Begriff prägt seit gut einem Jahr die Spielebranche und verhalf Titeln wie Playerunknown’s Battlegrounds oder Fortnite zu Berühmtheit auf der ganzen Welt. So ist es nun wenig verwunderlich, dass immer mehr Publisher und Entwicklerstudios auf diesen Zug aufspringen wollen, so wie auch Techland mit Dying Light Bad Blood. Mit dem ersten Teil Dying Light gelang dem polnischen Entwicklern 2015 der große Coup, denn das Zombie-Survival Abenteuer mit reichlich Parkour und einer großen offenen Spielwelt galt als eine der größten Überraschungen und konnte eine große Fanbase hinter sich vereinen. Dementsprechend ist die Marschrichtung klar: Die Spiele-Reihe rund um Dying Light weiter ausbauen. Wir durften exklusiv zwei Runden mit Bad Blood verbringen und verraten euch jetzt, warum Techland erneut ein großer Wurf gelingen könnte!

OutRUN. OutSMART. OutPLAY. So lautet das Kredo von Dying Light Bad Blood! Ihr werdet gemeinsam mit 11 anderen Überlebenden in einem komprimierten Bereich der Dying Light Spielwelt abgeworfen und habt nur ein Ziel: Als Einziger überleben! Doch Obacht, denn nicht nur die menschlichen Widersacher sind eure Feinde, sondern auch aller Hand Zombies und Spezialinfizierte! Die halten sich in bestimmten Zonen auf, die sich „Hives“ nennen. Euer Ziel ist es, die Hives aufzusuchen, die Zombie darin auszuschalten und im Anschluss die Blutproben dort sammeln. Wieso? Diese Blutproben helfen euch nicht nur aufzuleveln, sondern sind auch eure Fahrkarte aus diesem Schlamassel. Denn wenn ein Spieler eine gewisse Anzahl an Proben gesammelt hat, setzt sich ein Helikopter in Bewegung, um diesen zu extrahieren. Der einzige Nachteil? Alle zu diesem Zeitpunkt noch lebendigen Spieler bekommen den Extraktionspunkt ebenfalls auf der Karte angezeigt – ein Wettlauf gegen die Zeit und die restlichen Überlebenden beginnt!

Wir befanden uns mit elf weiteren Journalisten in einem abgeschotteten Raum wieder, und durften den Kampf ums Überleben gleich zweimal antreten. Ihr startet ohne Waffen in die Spielwelt, weswegen die oberste Priorität die Suche nach einem geeigneten Hilfsmittel war. Nach einer kurzen Suche in einem verlassenen Apartment bewaffneten wir uns mit einer Machete, und rotteten im Anschluss gleich drei Hives aus. Falls ein Spieler stirbt, ereilt jedem Überlebenden eine Meldung, und diese bekamen wir oft während unseres Alleingangs zu lesen – nichtsahnend, dass wir bald selbst auf einem menschlichen Widersacher treffen würden. Dieser war glücklicherweise selbst mit einem Hive beschäftigt, wo er sich im Clinche mit einem starken Zombie befand. Geschickt warteten wir seinen Kampf ab, um ihn dann selbst zu überraschen und ebenfalls über den Jordan zu schicken. Der Plan ging auf und dank den Blutproben die dieser Spieler zuvor gesammelt hatte, konnten wir direkt auf Platz 3 vorrücken.  Doch plötzlich hallten Rotorblätter über der Stadt, ein Überlebender hatte bereits genügend Proben gesammelt und stand kurz vor dem Gewinn. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich mit uns eingerechnet nur noch drei Spieler im Wettstreit, alle mit dem Ziel: Zum Extraktionspunkt zu gelangen und abzuhauen! Dort angekommen befanden sich unsere zwei einzigen Widersacher bereits im Gefecht. Wir ergriffen sofort die Initiative und überraschten beide Spieler mit einer wuchtigen Spitzaxt, mit welcher wir gleich beiden den gar aus machen konnten. Die Runde war gewonnen, was mit einem Applaus im Raum geehrt wurde. Kurz durchschnaufen, ehe die zweite Runde begann!

Entgegen der ersten Runde waren die anderen Mitspieler natürlich nun gewarnt. Und auch unser Spielbeginn war diesmal nicht so glücklich wie zuvor. Wir fanden kaum gute Waffen und auch die Hives wurden uns vor der Nase weggeschnappt. Doch siehe da, ein Bogen? Mit fünf Pfeilen zwar nicht viel Munition, doch diese sollen sich später als sehr nützlich erweisen. Denn was macht man, wenn es nicht läuft? Stimmt! Man raubt einen anderen Spieler aus. Gesagt getan! Während dieser nichtsahnend einen Hive plündern wollte, nutzten wir unseren Bogen um ihn tödlich zu verletzten. Der restliche Kampf war dann ein Kinderspiel und wir konnten einen großen Vorrat an Proben einsammeln. Die dadurch gewonnen Level erhöhen nicht nur eure Gesundheit und Ausdauer, sondern stellen jegliche verlorene Gesundheit wieder her. Doch lange hatten wir nicht Zeit zu verschnaufen, denn erneut hörten wir den Helikopter anrauschen. Erneut waren wir nur noch drei Überlebende, und diesmal zu unserem Pech noch als erster am Extraktionsplatz. Was danach folgte waren zwei erbitterte Einzelkämpfe gegen unsere Gegner, aus denen wir letzten Endes sehr glücklich abermals als Sieger hervorgingen. Zwei von zwei Siegen, die Entwickler applaudierten beeindruckt und unsere Hände zitterten. Dying Light ist gnadenlos, brutal, schnell und spannend bis zum Schluss.

Nachdem die Anspannung vorbei war, beantworteten die Entwickler zum Ende der Präsentation noch die Fragen der Journalisten. Neben Nahkampfwaffen und Schusswaffen verschiedener Seltenheit wurde auch versichert, dass zu Release verschiedene Modi verfügbar sein werden, wie z.B. Teammatches mit je drei, vier oder sechs Überlebenden. Wer bis zum Release nicht warten will, kann zudem ein Founders Pack schon im September erwerben, mit einzigartigen kosmetischen Inhalten und einem early access. Selbiges gilt für Mikrotransaktionen, die rein kosmetischer Natur sind. Zu guter Letzt wurde noch einmal betont, dass entgegen Dying Light 2 der Brutal Royal Ableger Bad Blood komplett free-to-play erhältlich sein wird. Damit beweist Techland einmal mehr, wie wichtig ihnen ihre Fanbase ist, weswegen wir uns abschließend nur verneigen können vor einem Brutal Royal, der seinem Namen vollends gerecht wird!

 

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Written by: Manuel Barthes

Passionierter Achievementjäger und Manga-Experte