Der größte Videospiel-Kauf der Geschichte – Microsoft kauft Bethesda für 7,5 Milliarden

Microsoft gab am Montag bekannt, dass die Übernahme von ZeniMax, unter anderem Eigentümer von Bethesda Softworks, für 7,5 Milliarden US-Dollar in bar geplant ist – bei dieser Summe handelt es sich um den größten in der Videospielgeschichte. Bethesda ist Publisher von Spielen wie The Elder Scrolls, Doom und Fallout und hat mindestens zwei Titel, die nächstes Jahr in den Handel kommen sollen. ZeniMax besitzt auch mehrere andere Studios auf der ganzen Welt, wodurch die Xbox-Sparte von Microsoft eine dringend benötigte Infusion von Titeln und Spieleentwicklern erhält. Die für die neue Xbox Series geplanten Spiele haben bisher einige Spieler enttäuscht, insbesondere nachdem Microsoft seinen größten Titel, Halo Infinite, auf 2021 verzögert hat. Der Softwarehersteller hat sich bereits zuvor neue Spieleentwickler und Inhalte einverleibt, darunter den Erwerb von sechs Studios im Jahr 2018 und eines im letzten Jahr. Für den Kauf des Minecraft-Herstellers Mojang im Jahr 2014 wurden beispielsweise 2,5 Milliarden US-Dollar ausgegeben.

Microsofts momentan größtes Verkaufsargument, der Game Pass, wird zum Launch der NextGen-Konsolen daher bereits einige Titel von Bethesda enthalten, um Kunden für die Xbox Series zu gewinnen. Vor Kurzem war das noch ganz anders: In vergangener Zeit hat Bethesda enger mit Sony zusammengearbeitet. Bethesda hatte zum Beispiel zugestimmt, zwei seiner kommenden Titel, Deathloop und Ghostwire: Tokyo, auf der neuen PlayStation von Sony erstmal exklusiv zu veröffentlichen. Beide Spiele wurden als „zeitexklusive Konsolentitel“ angekündigt, was bedeutet, dass sie für einen festgelegten Zeitraum nur auf der PlayStation 5 erhältlich sind, bevor sie auf Xbox kommen. Dieser Fakt wird auch nach der Akquisition weiterhin bestehen, womit ironischerweise zwei Sony-Titel bei Microsoft in Arbeit sind. Alle zukünfitgen Bethesda-Projekte könnten ab jetzt allerdings exklusiv für Microsofts Konsolen erscheinen.

Microsoft geht davon aus, dass die Transaktion in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2021, das am 30. Juni endet. Laut George Jijiashvili, Analyst bei Omdia, ist die Startaufstellung von Sony für die PlayStation 5 stärker als die von Microsoft, und es wird erwartet, dass die Konsole die neuen Xbox-Geräte, Series X und S, übertreffen wird.

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Written by: Julian Bieder

Retro-Zocker, Gwent-Experte und eifriger Trophäenjäger