Bungie verabschiedet sich von Activison und nimmt Destiny gleich mit

Entwickler Bungie und Publisher Activision trennen sich, ein gewichtiges Ereignis für die gesamte Spieleindustrie, bei der die Shooter-Serie Destiny vollständig unter die Kontrolle von Bungie kommt. Diese Entwicklung folgt aus jahrelangen Spannungen zwischen den beiden Unternehmen – Spannungen, die bereits vor dem Release des ersten Destiny-Titels bestanden haben. Bungie erzählte den Angestellten, die von Activison schon lange genug hatten, bei einem Teammeeting gestern Nachmittag von der Abspaltung. Laut einem Augenzeugen jubelten die Angestellten und ließen Champagnerkorken knallen.

Dramatische Nachstellung der Ereignisse.

Das im September 2014 gestartete Destiny hat einen langen Weg aus Erweiterungen, Updates und einer Fortsetzung hinter sich. Der jüngste, wichtige Eintrag in der Serie, Destiny 2: Forsaken, wurde von Spielern wärmstens empfangen, erfüllte jedoch nicht die Verkaufserwartungen von Activision. Eine der größten Spannungspunkte zwischen Bungie und Activision war der jährlich vorgegebene Zeitplan gewesen, der die Veröffentlichung neuer Destiny-Inhalte und Erweiterungen jeden Herbst genau vorgeschrieben hatte. Jetzt, von Activision getrennt, ist Bungie nicht mehr an diesen Zeitplan gebunden.

„Wir werden weiterhin an den bestehenden Plänen für Destiny festhalten, und wir freuen uns darauf, in den kommenden Monaten weitere saisonale Ereignisse zu veröffentlichen“, meint das Unternehmen, „und werden unsere Community mit einer aufregenden Ankündigung darüber, was danach kommen wird, überraschen. “ Fürs Erste scheint es so, als würde das Spiel auf Blizzards Battle.net bleiben, doch dank einer 100-Millionen-Dollar-Investition von NetEase hat Bungie bereits ein brandneues Spiel in der Entwicklung.

Wird Destiny von einer neuen Franchise bei Bungie abgelöst?

Die Nachricht kommt aus einer schwierigen Zeit für Activision, die kürzlich eine Änderung der Geschäftsführung durchgemacht haben und bei ihrer größten Tochtergesellschaft Blizzard Kosten einsparen mussten. Das Portfolio von Activision hat sich deutlich verkleinert, nachdem Skylanders aufgegeben wurde und Destiny nun verloren geht. Zwei der anderen Studios des Publishers, High Moon und Vicarious Visions, hatten für Destiny 2 an Erweiterungen und Inhalten gearbeitet. Es ist unklar, wie die Pläne für diese beiden Studios aussehen werden.

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Written by: Julian Bieder

Retro-Zocker, Gwent-Experte und eifriger Trophäenjäger