Apex Legends Review – Irgendwo zwischen Overwatch und Fortnite

Apex Legends hat seit Launch bereits über 10 Millionen Spieler angelockt, doch was steckt wirklich hinter dem Spiel, das sich selbst „die nächste Evolutionsstufe im Battle Royale“ nennt? Klar ist, dass hier nicht jeder für sich kämpft, sondern immer ein Squad aus drei Spielern geformt wird – doch das ist nicht der einzige Unterschied!

Legenden brauchen keine Waffen (zumindest nicht ausschließlich)

Bei der Auswahl wird nach der Reihe gewählt; wer Pech hat, dem wird die gewünschte Figur vor der Nase weggeschnappt.

Apex bietet zu Beginn die Wahl zwischen acht Charakteren, von denen zwei erst freigeschaltet werden müssen, die komplett unterschiedliche Spezialfähigkeiten haben – so kann Bangalore einen Luftschlag anfordern, Wraith durch Portale gehen oder Bloodhound die Fährten der Gegner lesen. Jeder im Squad hat verschiedene Talente und die Kombination dieser ist für den Sieg ausschlaggebend, daher ist auch die Zusammenarbeit untereinander wichtig. Wenn man also aus dem Flieger geworfen wird, sollte man eng bei seinen Squadmates landen, um nicht schon in den ersten Minuten dem Feind alleine gegenüberzustehen.

Der Jumpmaster bestimmt die Flugbahn, doch ein Ausklinken ist jederzeit möglich (aber nicht ratsam).

Erstmal gelandet, folgt das genretypische Aufsammeln der Waffen, die über die Karte verstreut sind: Schrotflinten, Sturmgewehre, MPs und ähnliches können dann mit gefundenen Aufsätzen wie erweitertem Magazin und Laservisier aufgerüstet werden, daher bleibt Looten auch über den gesamten Verlauf der Partie relevant.

Gestorben? Keine Sorge, das ist nicht das Ende!

In jedem Battle Royale ist ein sich enger ziehendes Spielfeld vorhanden, so auch in Apex Legends. Nach und nach konzentrieren sich die Spieler auf einen Punkt und die Schußwechsel werden immer häufiger. Wer fatal getroffen wird und KO geht, hinterlässt eine Box, die in der Regel sofort von den Gegnern gelootet wird. Die Box enthält allerdings auch einen Tag, den Kameraden an sich nehmen und zu einer Respawn-Station bringen können – dort werden alle gefallenen Squadmitglieder wieder ins Spiel gebracht, allerdings ohne Bewaffnung. Die Partie ist also wirklich erst dann verloren, sobald der gesamte Squad ausgeschieden ist!

Links befindet sich einer der „Särge“, die für Freund und Feind gleichermaßen interessant ist.

Apex hat noch weitere nette Innovationen auf Lager: Zum Beispiel das Ping-System mit dem man den Coop-Partner Waffen, Gegner und Orte anzeigen kann. Oder die Seilkonstrukte, die einen weit in die Luft katapultieren und dabei helfen, schneller in das Zielgebiet zu gelangen. Und die Leuchttafeln, die über die Karte verstreut sind und den führenden Squad, den Kill-Leader und den Champion anzeigen, für dessen Kill man eine Belohnung von 500 EP erhält, geben dem Ganzen einen persönlichen Touch.

Blöd, wenn man selbst Ziel der Kopfgeldjagd ist…

Fazit

Apex Legends ist der jüngste Eintrag im Battle Royale – Hype, einem Hype der noch lange nicht zu Ende ist. Fortnite und PUBG erfreuen sich weiters großer Beliebtheit und mit Apex schickt Respawn Studios nun einen soliden Konkurrenten ins Rennen. Flüßige Shooter-Action mit charakterspezifischen Fähigkeiten, die an Blizzard´s Overwatch erinnern, in Verbindung mit teambasiertem Wettstreit zwischen 60 Spielern machen den Titel zu einer Frischzellenkur seines Genres – Apex muss sich vor seinen Rivalen absolut nicht verstecken.

Positiv

+ genügend neue Ideen um das altbackene Battle Royale Genre in neuem Licht erscheinen zu lassen

+ Teamwork macht vor allem im Coop mit Freunden Spaß

+ Gut ausbalancierte Fähigkeiten und Talente der Spielcharaktere

Negativ

– randomisierte Fundorte der Waffen sind oft zu dürftig

– zwei der Legenden können nur durch Grinding oder Mikrotransaktionen freigschalten werden

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Written by: Julian Bieder

Retro-Zocker, Gwent-Experte und eifriger Trophäenjäger