Alien: Colonial Marines – Nach 5 Jahren nun endlich spielbar

Alien: Colonial Marines befindet sich zwischen Sonic 06 und Duke Nukem Forever auf der Liste der schlechtesten Spiele aller Zeiten. Und das zu recht: Unterirdische Grafik, schwachsinnige Story und eine Xenomorph-KI, die entweder gegen die Wand rennt oder am den Spieler nicht einmal registriert. Zumindest gegen den letzten Punkt kann nun auf der PC-Version Abhilfe geschafft werden.

Ein Modder namens James Dickinson hat vor ca. einem Jahr den Code von Alien: Colonial Marines durchforstet und einen einfachen Tippfehler im Verhaltensmuster der KI gefunden: Anstatt <theter> stand dort <theater>! Sobald man das „a“ selbstständig aus dem Code löscht, beginnen die Xenomorphs komplett anders zu reagieren: Sie wirken nicht mehr durch die Marines überrascht, sondern versuchen sich durch Deckung und Überraschungsmomente Vorteile zu verschaffen. Nutzen der Umgebung zum Kampfvorteil und eine taktischere Herangehensweise machen die schwarzen Aliens nun endlich zu gefährlicheren Gegnern.

Vom ahnungslosen Kätzchen zum gnadenlosen Killer

Trotz allem heißt das nicht, dass Alien: Colonial Marines durch Ausbessern des Fehlers zu einem besseren Spiel wird. Außer der Gegner-KI bleiben die negativen Aspekte im Spiel nämlich unverändert: Ungenaue Schussmechanik, veraltetes Anzeigen und ein generell mieses Gesamtpaket. Wer sich wirklich in einem taktischen Kampf mit einem Xenomorph messen möchte kann das wesentlich bessere Alien: Isolation spielen. Sogar ganz ohne selbststädiges Bugfixen.

 

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Written by: Julian Bieder

Retro-Zocker, Gwent-Experte und eifriger Trophäenjäger