Yoshi’s Woolly World Wii U Review

Nintendo haben sich an die Stricknadeln gesetzt und uns am 26. Juni 2015 Yoshi’s Woolly World in den Handel gestellt. Bei dem von Nintendo und den Good Feel Studios entwickelten und gepublishten Spiel dreht sich alles um die Wolloptik, in der unser grüner Dinosaurierheld durch die Levels turnen darf. Aber reicht das knuddelige Aussehen, um das Jump’n’Run spielenswert zu machen, oder sind hier zuviele Löcher im Stoff?

Der Rote Faden

Der Yoshi-Clan lebt friedlich auf seiner Insel, dem Woll-Atoll, als plötzlich Bowsers magischer Gehilfe erscheint. Kamek kennt kein Erbarmen und trennt alle Yoshis in Fäden auf und verteilt sie über die Welt – bis auf einen.

Somit wäre auch die Wolloptik erklärt, ansonsten wäre das Auftrennen der Yoshis in handliche Pakete wohl nurmehr grenzwertig niedlich. Der übriggebliebene Yoshi macht sich nun natürlich sofort auf den Weg, um seine Freunde wieder zusammenzubauen. Dass wir ihm dabei helfen ist selbstverständlich, ich mein schaut euch den Kleinen doch mal an:

Der knuddlige Wollsaurier ist der wohl bisher niedlichste Held von Nintendo. ©Nintendo

Der knuddlige Wollsaurier ist der wohl bisher niedlichste Held von Nintendo. ©Nintendo

So weit, so seicht. Aber als Jump’n’Run muss Yoshi’s Woolly World ja keine epischen Geschichten erzählen, um Spaß zu machen.

Spaß mit Springstoff

Über das Gameplay gibt es nicht viel zu sagen, da es sich hier um ein traditionelles Jump’n’Run handelt. Wir hüpfen durch die Levels, gehen Fallen aus dem Weg und nutzen Yoshis Zunge, um Gegner zu futtern und in Eier zu verwandeln.

Sporadisch gibt es aber auch Abwechslung, wenn wir uns zum Beispiel in ein Motorrad verwandeln, um in halsbrecherischer Geschwindigkeit durch ein Level zu düsen, oder als Regenschirm flatternderweise Perlen einsammeln.

Solchen „furchterregenden“ Bossen stehen wir oft mehr als nur einmal gegenüber. ©Nintendo

Solchen „furchterregenden“ Bossen stehen wir oft mehr als nur einmal gegenüber. ©Nintendo

Langweilig wird uns aber zum Glück trotzdem nie, da uns die Levels ständig den Einsatz all unserer Fähigkeiten abverlangen, um jeden versteckten Gegenstand zu finden.

Wie schon bei anderen Nintendo-Hüpfern davor ist es nämlich nur der halbe Spaß, so schnell wie möglich durch die Levels zu huschen. Wer sucht, findet hinter jeder Ecke ein liebevolles Detail oder einen nützlichen Gegenstand. Somit lohnt es sich, sich länger aufzuhalten.

Drollig, wollig und ein Augenschmaus

Eine der größten Stärken von Yoshi’s Woolly World ist die Optik. Das Spiel sieht wunderbar aus, da der erwünschte Look von einer selbstgemachten Wollwelt perfekt umgesetzt wurde.

Überall findet man Details wie hervorstehende Fäden oder ausgefranste Hintergründe, die einem das Erlebnis versüßen. Einziger Wermutstropfen sind hierbei die Bosse, die manchmal wiederverwertet werden, und somit die optische Vielfalt trüben. Da sich diese beim Rematch allerdings mechanisch oft anders verhalten, stört dies nicht allzusehr.

Fazit

Nintendo kann Jump’n’Runs machen. Das beweisen sie auch mit Yoshi’s Woolly World wieder, dass sich nach dem Release des großartigen Splatoon wieder etwas mehr back-to-the-roots anfühlt.

Die Levels sind kreativ und hübsch, die Steuerung funktioniert super, da man sich zu jedem Zeitpunkt fühlt, als hätte man das Geschehen absolut unter Kontrolle und als Bonuspunkt haben wir hier in etwa das niedlichste Spiel aller Zeiten.

Einziger Kritikpunkt ist der doch etwas einfache Schwierigkeitsgrad, was aber verzeihbar ist, da hier eindeutig eher Neueinsteiger angesprochen werden sollten, als Videospielveteranen.

Spaß findet hier aber jeder, der sich für das Genre begeistern kann, weswegen wir 8 von 10 Punkten vergeben.

Wertungsbild 8,0

Written by: André Körpert

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