Unravel Playstation 4 Review – Auf Rätselreise mit Yarny

Nach den herzzerreißenden Präsentationen durch das Team von Coldwood Interactive auf der E3 und Gamescom in 2015, konnten wir es gar nicht mehr erwarten mit Yarny auf Reisen zu gehen, in der fertigen Version von EA’s Unravel. Ob der Indie Titel wirklich hält was er verspricht, könnt ihr wie immer bei uns nachlesen.

Eine abgespeckte Mischung aus LittleBigPlanet und Limbo?

Unravel versucht gleich vom Beginn des Spiels an, eine liebevolle Story aufzubauen und wirft euch nach und nach in einen schöneren Schauplatz nach dem anderen. In Sachen Präsentation und Design kann man den Entwicklern hier absolut nichts vorwerfen. Die Levels sind liebevoll gestaltet und bieten wirklich wunderschöne Kulissen, die ihr mit Yarny durchqueren müsst. Gut aussehen reicht aber leider nicht immer, vor allem wenn es in Sachen Gameplay um Rätsel lösen und Geschicklichkeit gehen sollte. Die Idee der Beschränkung durch den ausgehenden Faden aus dem der kleine Yarny besteht, ist an sich sehr interessant, wird aber im Spiel eher unspektakulär umgesetzt. Ihr habt immer nur einen fixen Lösungsansatz für die Probleme auf die ihr mit Yarny stößt, was die schlechte Spiele-Physik und Steuerung als einzige Herausforderung übrig lässt.

Unravel CK Screen 1

Selbst wenn mal der Aufbau des Schauplatzes, ein hoch kompliziertes Rätsel vermuten lässt oder vielleicht sogar etwas an Geschick verlangen könnte, bleibt es meistens beim einfachen zusammenbinden aller vorhandenen Ankerstellen um das Hindernis zu überwinden. Hier kommen dann öfters eher nur die schlecht reagierende Umgebung und die etwas ungenaue Steuerung des kleinen Wollknäuel in die Quere. Die Schauplätze an sich sind wie schon erwähnt, wirklich großartig gestaltet und auch die Ansätze für wirklich fordernde und spannende Rätsel-Aufgaben wären an sich vorhanden, nur leider scheitert es immer wieder an der mageren Umsetzung der Entwickler in allen Bereichen.

Den Faden verloren

Trotz der großartigen Atmosphäre die durch die gelungenen Schauplätze und den wunderbaren Soundtrack geschaffen werden, fehlt es Unravel durchgehend an Substanz. Sowohl die Rätsel als auch das Gameplay, haben einige Titel schon besser gemacht und auch wenn man kein Fan von Herausforderungen oder auch fordernden Rätseln ist, bleibt Unravel nur noch die bewegende Geschichte und die visuelle Präsentation. Yarny ist natürlich etwas in seinen Möglichkeiten beschränkt, durch den immer wieder ausgehenden Faden, der euch das ganze Spiel über begleiten, aber wirklich viel an Potenzial haben die Entwickler leider nicht aus der Idee geschöpft.

Unravel CK Screen 2

Auch die hin und wieder auftauchenden Gegenspieler von Yarny sind eher wieder mal eine hübsche Kulisse, als eine Erweiterung der Substanz hinter dem gesamten Aufbaus des Spiels.

Der Puzzle-platformer Unravel ist seit dem 9. Februar für Playstation 4, Xbox One und PC erhältlich.

Fazit

Unravel liefert eine packende Geschichte in einer wunderbar verpackten optischen Präsentation, schafft es aber das gesamte Spiel über nicht wirklich den Spieler wirklich zu integrieren bzw. zu fordern. Die diversen Rätsel und Gegner lassen zwar große Herausforderung und spielerisches Geschick vermuten, sind aber immer wieder viel zu simpel gestrickt und wirken (wie der großteils des Spiels) nur wie eine schöne Kulisse die euch auf der Reise begleiten soll.

Wertungsbild 7,5

Positiv

+ Grafik und Soundtrack überzeugen durchgehend

+ Liebevolle Geschichte passend zur optischen Präsentation

Negativ

– Zu simple Rätsel-Aufgaben

– Wenig Abwechslung und Vielfalt im Gameplay und den nutzbaren Objekten

– Schwammige Steuerung und Spielphysik

 

Written by: Gabriel Bogdan

Redaktionsleiter/Vernichter von Cornflakes und Vollzeit Gamer

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