Strike Vector EX PS4 Review

Nach dem erstmaligen Start auf dem PC im Jahre 2014, ist Strike Vector EX nun endlich auch für die PS4 erhältlich und kommt mit einigen Neuerungen, vor allem aber auch einer Singleplayer daher. Wir haben uns für euch in das Cockpit eines Vectors gesetzt und uns auf das Eine oder Andere hitzige Schlachtfeld gewagt.

Intensive Kämpfe

Wer Strike Vector EX zum ersten Mal spielt, dem wird schnell klar, dass es hier alles andere als behebig zugeht. Euer Vector kann prinzipiell zwischen zwei Modi wechseln; dem langsameren „Hover Mode“ und dem rasanten „Fast Mode“, der euer Gefährt in einen Jet verwandelt. Das Gefühl von Schnelligkeit und die Notwendigkeit guter Reflexe sind definitiv gegeben und das Ganze kommt im Fast Mode durchaus gut rüber. Etwas gewöhgnungsbedürftiger ist dabei der Hover Mode, da ihr sehr plötzlich abbremst und euch aufgrund dessen, dass ihr im Verhältnis praktisch reglos dasitzt, recht verwundbar fühlt, was ihr im Endeffekt auch seid. Zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Modus zu wählen ist ein Schlüsselelement zum Sieg in Strike Vector EX und insofern auch gut gelungen. Vor den Kämpfen wählt ihr eure Waffen und Ausrüstung, die ihr nach belieben anpasen könnt, was eine weitere taktische Entscheidung darstellt, ähnlich wie bei anderen Shootern, könnt ihr allerdings nach jedem Tod eurer Loadout ändern. Dennoch haben gerade Einsteiger nicht unbedingt viel auswahl, da die Gatling Gun zum Beispiel eine gute Wahl für die meisten Situationen ist, wohingegen ihr als Sniper wohl erst relativ viel Übung brauchen werdet, bevor ihr eure Gegenspieler im vollgas aus dem Himmel holen könnt.

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Singleplayer Flop; Multiplayer Top

Der Story-Modus dient im Endeffekt eigentlich ur als Tutorial für den Multiplayer und macht in diesem Belangen auch alles richtig. Besonders herausfordernd wird dieser jedoch nicht und auch die Handlung ist ziemlich mager ausgefallen. Die Hauptcharaktere hätten zum Teil Potential blühen aber nicht wirklich auf und die Story ist voller Klischees und vorhersehbarer Twists. Nichtsdestotrotz bietet euch der Modus ein solides Instrument um die Steuerung von Strike Vector EX zu verinnerlichen und euch mit den einzelnen Waffen und Gadgets vertraut zu machen. Das Herzstück des Spiels stellt jedoch ganz klar der Multiplayer Modus dar, welcher durchaus gut geworden ist. Ihr habt hier mehrere klassische Modi wie Team Deathmatch und Capture the Flag, sowie neue wie Bounty Hunter, in dem ihr das meiste Geld sammeln müsst und Demolition, dessen Ziel es ist, die Infrastruktur des Gegnerteams zu zerstören, während ihr eure eigene schützt. Wer sich mit der Steurung des Vectors bereits angefreundet hat, wird hier auch keine großen Schwierigkeiten haben, einzusteigen da das Balancing zwischen den Waffen und der Ausrüstung recht gut ausgefallen ist. Auch die Maps sehen gut aus und wer sich einige waghalsige Manöver zutraut, wird durchaus dafür belohnt. Das HUD ist vor allem in Bezug auf das Aufspüren eurer Gegner nützlich, sodass ständig etwas passiert und ihr nie das Gefühl habt, dass ihr verloren auf der Map herumfliegt. Auch das aufleveln macht durchaus Spaß, da ihr stets neue Waffen und Vector Teile, sowie Avatare und ähnliches freischalten könnt. Schade ist dagegen, dass Strike Vecor EX leider keine Split Screen Option bietet, was sicherlich sehr zugunsten des Spiels ausgefallen wäre.

Fazit

Für den Startpreis von knapp 15€ bekommt ihr von Strike Vector EX durchaus einiges geboten. Die Steuerung ist etwas gewöhnungsbedürftig und braucht etwas Einarbeitszeit, was jedoch von dem Singleplayer Modus auf eine relativ kurzweilige Weise ermöglicht wird. Der richtige Spaß kommt allerdings erst im Multiplayer auf, in dem Fans von klassischen Weltraum Schießerein garantiert auf ihre kosten kommen werden. Auch das designen und ausrüsten der Vectors macht Spaß und insgesamt gibt es eine gewisse Langzeitmotivation, sollte man sich alles freischalten wollen.

Wertungsbild 8,0

Positiv

+ Rasante Weltraumschlachten

+ Viele Waffen und Gadgets

+ Guter Mutiplayermodus

+ Kampagne als unterhaltsame Tutorial

Negativ

– Singleplayer ist insgesamt schwach

– Wenig Gründe auf Langzeit zu spielen

– Kein Splitscreen Modus

Written by: Julian Reininger