State of Decay: Year One Survival Edition Xbox One Review

Entwickler Undead Labs meldet sich nach dem ersten Release von State of Decay in 2013 für Xbox 360 und PC, mit einer verbesserten Version vom Microsoft exklusiven Zombie Survival zurück. Wir haben uns die Xbox One Version für euch näher angesehen und verraten euch im Test, ob sich ein Kauf lohnt.

Story

In State of Decay startet ihr als Marcus Campbell, ein einfacher Verkäufer der anscheinend ein geborener Anführer ist. Nach einem gemütlichen Ausflug mit seinem Freund Ed Jones, findet ihr euch in einer Zombie Apocalypse wieder. Während dem Spielverlauf, trefft ihr auf immer mehr Überlebende und kämpft euch von Gebiet zu Gebiet um neue Zufluchtsorte zu sichern und eure Gruppe zu versorgen und vor allem zu vergrößern. Nachdem ihr euren ersten größeren Zufluchtsort gesichert habt, geht das erkunden der Welt endlich los. Ihr sichert von Quest zu Quest neue Gebiete, findet neue Überlebende und sammelt währenddessen immer wieder neue Ressourcen. Die Geschichte von State of Decay bietet zwar relativ wenig Tiefe, aber man sollte auch bei einem Zombie Survival nicht gerade eine berührende Story erwarten.

State of Decay fokusiert sich eher auf das sammeln von Ressourcen und den amüsanten Seiten einer Zombie Apocalypse. Ihr müsst euch zwar um die einzelnen Bedürfnisse der anderen Überlebenden kümmern, aber wirklich ins Detail gehen diese Aufgaben nicht. Hier liegt auch das große Problem des Open World Titels. Ihr habt sehr viele Möglichkeiten eure Zeit zu vertrieben, nur fehlt hier die Liebe zum Detail. Die vielen Aufgaben wiederholen sich schon nach wenigen Stunden und auch die einzelnen Gegenden wirken sehr unkreativ gestaltet.

Gameplay

Zombies zerschnetzeln, Ressourcen sammeln und mit diversen Fahrzeugen durch die Gegend cruisen. Die Kurzfassung von dem, was euch in State of Decay erwarten wird. Die Zombies tauchen einzeln, in Horden und noch in ein paar weiteren Varianten im späteren Spielverlauf auf, sind aber eher leicht zum ausschalten. Ähnlich wie in Dead Island, kann man im Prinzip ständig mit einem Fahrzeug durch die Zombie Massen fahren und sich damit das Spiel etwas leichter machen, nur gibt es dafür leider keine XP für die einzelnen Fähigkeiten. Im Kampf gegen die Zombies stehen euch diverse Gegenstände für den Nahkampf zur Verfügung, die ihr in Kisten, Häusern und anderen Behältern findet. Ein breites Arsenal an Schusswaffen ist natürlich auch mit dabei, ist aber weniger ratsam, da die Zombies leicht auf Geräusche reagieren und einfach aus dem nichts spawnen können.

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Die vielen Aufgaben die euch die anderen Überlebenden bieten und vor allem die vielen Fahrzeuge und Ressourcen, liefern für einige Stunden etwas Abwechslung, bieten aber kaum Langzeitmotivation und sind leider zu unspektakulär ausgefallen. Was State of Decay wirklich gut macht, ist das ständige beliefern mit neuen Aufgaben und Charakter Problemen. Ihr müsst euch ständig um neue Zombie Bedrohungen kümmern oder auf die Bedürfnisse eurer Kameraden eingehen bzw. sie mitnehmen um bestimmte Quests zu erhalten. Das Wechsel zwischen den Charakteren beschert euch zwar eine kurze Ladezeit, aber bringt immer etwas frischen Wind ins wiederholende Zombie Survival Gameplay hinein.

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Der große Vorteil von State of Decay, gegen Konkurrenten wie DayZ und co. ist auf jeden Fall die Menge an Möglichkeiten. Es gibt kaum Gebiete wo ihr lange warten müsst um auf Gebäude, Fahrzeuge oder Zombies zu stoßen. Vor allem große Zombie Massen können im späteren Spielverlauf hin und wieder eine Herausforderung bieten, wenn ihr schlecht vorbereitet seid, oder auch einfach die Munition ausgeht.

Grafik und Features

In der neuen Xbox One Survival Edition von State of Decay bekommt ihr nicht nur den Titel Remastered in 1080p geliefert, sondern auch die beiden DLC’s Breakdown und Lifeline serviert, die beide noch mals zusätzliche Spielstunden bieten. Grafisch präsentiert sich State of Decay hin und wieder mit Framerate Einbrüche und Ruckler, wenn ihr auf größere Zombie Massen trefft, oder zu schnell mit den Fahrzeugen unterwegs seid, aber meistens liefert der Open World Titel dann doch eine gute Figur ab in Sachen Performance.

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Interessant ist auch immer noch die Tatsache, dass die einzelnen NPC Überlebenden weiterhin Ressourcen sammeln und sich verletzen können, wenn ihr das Spiel länger nicht spielt oder komplett ausschaltet. Der Story-Verlauf bzw. die relevanten Charaktere, sind davon natürlich nicht betroffen.

Fazit

State of Decay feiert einen relativen guten Start auf der Xbox One mit wenigen Performance Problemen und leichten Rucklern. Für Besitzer der alten Version bleibt leider nur die Erweiterung der Auflösung auf 1080p und das beiliegen der beiden DLC’s als Motiviation für einen Umstieg. Alle anderen dürfen sich auf einen spaßigen Open World Survival Titel freuen, mit jeder Menge Beschäftigung für einige Stunden, aber doch etwas wenig Langzeitmotivation und fehlende Liebe zum Detail.

Wertungsbild 7,8

Positiv

+ Random generierte Quests halten einen beschäftigt

+ Zusätzliche Spielstunden durch Breakdown und Lifeline DLC

+ Gelungene NPC’s und Charakterentwicklung

Negativ

– Performance Probleme bei größeren Zombie Massen

– Grafisch wenig Verbesserung

– Fehlende Langzeitmotivation

Written by: Gabriel Bogdan

Redaktionsleiter/Vernichter von Cornflakes und Vollzeit Gamer

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