Rainbow Six Siege – der neue PvP Tactical-Shooter aus dem Hause Ubisoft

Die Rainbow Six-Reihe von Tom Clancy sollte eigentlich jedem ein Begriff sein. Spezialeinheiten, Taktik und Realitätsnähe werden mit diesen Titeln in Verbindung gebracht. Mit dem neuen Titel Rainbow Six Siege, welcher am 01. Dezember 2015 für PC, PS4 und Xbox One erscheint, setzt Ubisoft dieses Mal auf einen reinen PvP-Shooter.

Keine Story – kein Singleplayer. Reines Team gegen Team Geballere mit vielerlei taktischem Schnickschnack. Ob der Stilwechsel auf Erfolgskurs ist, haben wir vor Release bereits für euch auf der gamescom 2015 auf die Probe gestellt.

Das grundlegende Gameplay erinnert an klassisches Search and Destroy. Terroristen gegen Spezialeinheiten. Angreifer gegen Verteidiger. Fünf gegen Fünf. Verschiedene Spielmodi beinhalten unterschiedliche Ziele, die für den Rundensieg erfüllt werden müssen. Mal muss eine Geisel gerettet werden, ein anderes mal soll ein wichtiger Gegenstand gesichert werden. Allesamt erst mal nichts revolutionäres. Aber einige Überraschungen schüttelt Rainbow Six Siege dann doch noch aus dem Ärmel.

©Ubisoft

Ein unterhaltsamer Zeitvertreib kann auch sein, dem taktischen Vorgehen anderer per gut umgesetztem Zuschauermodus zu folgen ©Ubisoft

Die Spielrunden sind in zwei elementare Phasen aufgeteilt. Innerhalb eines kleinen Zeitfensters können die Angreifer in der ersten Phase das Zielgelände mit Hilfe von Drohnen ausspionieren, während den Verteidigern genügend Zeit für die Befestigung gewährt wird. Die Hilfsmittel, welchem zum Einbunkern verwendet werden können, sind klassenabhängig und reichen von Stacheldraht über kleine Stahlwände bis hin zu Sprengstofffallen.

Die verschiedenen Klassen können großzügig dem persönlichen Geschmack angepasst werden ©Ubisoft

Die verschiedenen Klassen können großzügig dem persönlichen Geschmack angepasst werden ©Ubisoft

In der zweiten Phase beginnt dann endlich die wahre Action. Verschiedene Kameras erlauben den Verteidigern die langsam vorrückenden Angreifer auf ihrem Vormarsch im Auge zu behalten. Raum für Raum wird gesichert, in jedes Eck geschaut. Der Waffenschaden ist realistisch hoch und eliminiert in sehr wenigen Treffern. Der Zugriff will daher gut koordiniert, vorbereitet und effektiv sein. Eine größtenteils zerstörbare Gebäudestruktur erlaubt es, nicht nur durch Türen und Fenster zuzugreifen, sondern sich sogar durch Wände oder gar Decken zum Ziel durchzusprengen.

REALISMUS großgeschrieben - zerstörbare Umgebungen kommen immer gut an ©Ubisoft

REALISMUS großgeschrieben – zerstörbare Umgebungen kommen immer gut an ©Ubisoft

Die vielen verschiedenen Klassen, mit ihrem breitem Arsenal an Spezialausrüstung gestalten das recht schlichte Grundkonzept sehr abwechslungsreich und spannend. Die Grafik und das Spielgefühl sind überzeugend, das Waffenhandling ist angenehm und die Nutzung der Spezialausrüstung unkompliziert. Sonderlich viel mehr kann man von einem Game dieses Genres erst einmal nicht erwarten. Für den ersten Eindruck vergeben wir an Rainbow Six Siege solide 8 von 10 Punkten.

Written by: Andz Kiu

1 Comment Added

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  1. Stephan Pollin 6. Oktober 2015 |

    Die schnellen und intensiven Runden in Rainbow Six Siege sind eines der stärksten Features. Man hat immer was zu tun, sogar wenn man gefallen ist, kann man seine Kameraden noch über Kameras unterstützen und Positionen der Gegner weitergeben.

    Spieler im Match Making gehen fast immer taktisch vor auch wenn der ingame Voice Chat doch spärlich Verwendung findet. Es wird halt ohne direkte Absprache gegenseitig Deckung gegeben und gemeinsam zugegriffen. Das hat mich sehr verwundert und erfreut zugleich. Manchmal sind Singple Player Rambos dabei aber alleine kommt man durch die schnelle Sterblichkeit nicht weit.

    Ein "Reinspringen und Sprayen" wie in Call of Duty Titeln is nahezu unmöglich, auch pures Aim wird einem nicht weiterhelfen, weil das Schießen und Zielen doch sehr schwammig ist. Erinnert ein bisschen an die neueren Battlefield Teile aber da könnte noch etwas an der Performance geschraubt werden um einfach ein besseres Gefühl beim Schießen zu geben bzw. dem Spieler mehr Feedback zu geben wohin man schießt und ob man trifft worauf man schießt. Manchmal hat man das Gefühl die Schüsse kommen gar nicht an und/oder gehen ganz woanders hi als sie sollten.

    Die besten Erfahrungen habe ich mit gemacht als wir einige Matches mit einem starken 5 Mann team gespielt haben und uns über TeamSpeak abgesprochen haben. So macht es am meisten Spaß und man kann alle Facetten des Spiels auskosten. Gemeinsam einen Zurgriff zu planen und erfolgreich durchzuführen ist das Highlight für mich gewesen.

    Alles in Allem gefällt mir Rainbow Six Siege sehr gut und wird definitiv ein Titel, der es Wert ist, gekauft zu werden. Ich werde mir es aber nur zulegen, wenn ich mindestens ein ganzes Team habe mit dem ich spielen kann 🙂

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