Playdead’s Inside Xbox One Review: Oddworld trifft auf Limbo

Auf der E3 Pressekonferenz von Xbox hat es nur für einen kurzen Teaser gereicht und auch sonst war es die letzten Wochen eigentlich ziemlich ruhig um das neue Projekt der Limbo Macher von Playdead. Ob ihr euch Inside zulegen solltet und was euch in der neuen Welt des Titels erwarten wird, könnt ihr wie immer bei uns im Test nachlesen.

Wieder mal der kleine Junge auf Reisen

Playdead bleiben sich selbst treu und lassen euch in Inside wieder mal als kleiner Junge durch eine düstere Gegend ziehen. In 3-4 Stunden an Spielzeit versucht ihr wieder in gewohnter Sidescroller-Manier diverse Rätsel zu lösen und Gegnern zu entkommen. In vielen Bereichen erinnert Inside sogar noch mehr an Oddworld: Abe’s Oddysee, da ihr um einiges mehr an Hintergrundgeschichte präsentiert bekommen, als damals in Limbo und ihr euch dieses mal nicht komplett alleine durch die abstrakte Welt bewegt. Die NPC’s die euch im Laufe des Spiels begegnen bieten zwar nicht unbedingt denselben Unterhaltsungwert wie damals in Oddworld, aber haben doch hin und wieder ihre amüsanten Momente. Inside äußerst dunkel gehalten und spielt sehr viel mit dem Einsatz von Licht und Schatten als Hilfe oder auch Gefahr für den Protagonisten.

Limbo-Developer-Playdead-Inside

Sowohl eure Gegner als auch die diversen Menschen denen ihr begegnen werdet wirken leider des Öfteren zu sehr wie Statisten, die euch einfach nur eine Hilfestellung bieten um in den nächsten Abschnitt zu kommen. Vor allem die Gefahren und Fallen wiederholen sich in Inside doch etwas viel und bieten etwas weniger an Herausforderung als damals in Limbo. Dafür überzeugt das weitaus tiefgründigere Setting von Inside, was mit vielen wunderschön und gleichzeitig schaurigen Kulissen zum nachdenken anregt. Neben Schatten und Licht, spielt auch Wasser im späteren Spielverlauf eine große Rolle, verhält sich aber in Sachen Rätseln doch sehr ähnlich wie in den ersten Minuten des Spiels.

Es sind die Kleinigkeiten…

Nachdem ich mich damals nicht ganz mit Limbo bis zum Ende anfreunden konnte, hat mich Inside vor allem wegen dem interessanten Setting zurückerobern können. Leider fühlt sich gerade das Gameplay eher wie ein Rückschritt gegenüber Limbo und anderen Titeln in dem Bereich an. Die benötigten Gegenstände sind meistens etwas zu offensichtlich platziert und auch die Gegner wiederholen ihre Jagdmuster in der kurzen Spielzeit viel zu oft. Viele Bereiche des Spiels sehen zwar wirklich absolut gelungen aus und wollen einen in die großartige Welt von Inside hineinziehen, bieten aber dann doch zu wenig Herausforderung um mit dem Protagonisten mitfühlen zu können. Wir wollen nicht zu sehr auf den späteren Spielverlauf eingehen, aber viele Hindernisse werden dann nach und nach durch „Upgrades“ entfernt und vor allem das Ende des Spiels kommt dann doch etwas unerwartet und viel zu abrupt.

Inside CK Screen

Inside ist bereits für Xbox One erhältlich und erscheint am 7. Juli für den PC auf Steam.

Fazit

Inside begeistert wie bereits sein Vorgänger mit einem großartigen Setting und einer doch sehr interessanten Geschichte. Leider baut sich in den 3-4 Stunden Spielzeit wenig an Herausforderung auf und auch die Rätsel fallen leider doch um einiges einfacher aus als damals in Limbo. Inside macht zwar nicht unbedingt alles richtig, bietet aber eine großartige Atmosphäre für einen Indie Titel und wird vor allem Limbo Fans wieder überzeugen können.

Wertungsbild 8,0

Positiv

+ Abstraktes Setting und Story überzeugen

+ Großartige Designs und Schauplätze

+ Interessante Oddworld Ansätze

Negativ

– Etwas unkreative Rätsel

– Gegner und NPC’s präsentieren sich meistens nur als Statisten um zu nächsten Abschnitt zu gelangen

– Großteils fehlende Herausforderungen

Written by: Gabriel Bogdan

Redaktionsleiter/Vernichter von Cornflakes und Vollzeit Gamer

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