Perception PS4 Review: First-Person Schlaftablette

Ein weiteres Kickstarter Projekt was sehr weit unter die Erwartungen der Fans gefallen ist. Mit einem Team aus Ex-BioShock und Dead Space Entwicklern kann doch nur ein großartiger Titel rauskommen oder? Im Falle von Perception wurde leider vieles versäumt und wir verraten euch genaueres dazu wie immer im Test.

Ein netter Versuch

„Perception ist ein narratives Horror-Abenteuer in der ersten Person, das die Geschichte von Cassie erzählt, eine blinde Heldin, die ihr außergewöhnliches Hören und Rasiermesser- scharfer Verstand einsetzt, um die Geheimnisse eines verlassenen Anwesens zu enträtseln, das ihre Träume verfolgt.

Nach monatelanger Forschung entdeckt sie ein verlassenes Herrenhaus in Gloucester, MA. Einmal dort, Cassie stellt fest, dass Echo Bluff schlimmer als ihre Alpträume ist. Eine gespenstische Präsenz hat seine Bewohner über Generationen geplagt, und jetzt jagt sie Cassie. Sie muss die Geheimnisse des Anwesens lösen oder eines ihrer Opfer werden.“ soweit so gut. Leider wurde das Konzept sehr einfallslos in der Praxis umgesetzt. Mehr als ein unspektakulärer Walking Simulator ist auf dem Projekt dann doch nicht geworden. Selbst Trophäen für ein durchspielen ohne das nutzen eurer Fähigkeiten reichen nicht wirklich als Motivation den Titel ein weiteres mal durchzuspielen, da es außer einer wirklich schlecht erzählten Geschichte und einem fragwürdigen Gegenspieler keinerlei Herausforderungen gibt. Natürlich muss man als blinder Charakter einige Abstriche machen wenn es um die Optik des Spiels geht, aber minimalistisch trifft im Falle von Perception hier in allen Bereichen eher zu. Selbst an den tragenden Synchronsprechern wurde teilweise gespart, die großteils mehrere Rollen sprechen müssen.

Die Idee hinter Perception ist absolut lobenswert nur scheitert es wie bereits erwähnt an der Ausführung. Mit Geräuschen orientiert ihr euch durch das Haus und seht mit dem einmaligen betätigen des R2 Buttons eigentlich fast den gesamten Raum klar und deutlich. Auch die ständige Warnung, dass Geräusche eure Gegner anlocken ist zwar nett, aber wirklich bedrohlich wird der Gegenspieler eigentlich so gut wie nie. In tragenden Momenten werdet ihr sogar teilweise gezwungen von ihm wegzulaufen. Mit L2 könnt ihr euch jederzeit euer nächstes Ziel anzeigen lassen, was nochmals jeglichen Anspruch aus dem Spiel entfernt. Wenn euch mal verschlossene Türen entgegen geworfen werden, gibt es den passenden Schlüssel oder Code meistens direkt um die Ecke. Die geforderten Zahlenreihen werden euch in einer Tonaufnahme simpel vorgelesen. Wirklich anspruchsvoll ist einzig die Geschichte des Spiels, die leider furchtbar verteilt über das Haus in Tagebuch Einträgen erzählt wird.

Perception Screen

Ein gutes Sounderlebnis

Was Perception noch etwas herausreißt, ist die gelungene Atomsphäre. Gerade wenn man versucht so wenig Geräusche wie möglich zu machen, bekommt man ständig die schaurige Musik und die Hintergrundgeräusche des Spiels deutlich mit. Wenn jetzt noch wirklich eine sinnvolle Bedrohung im Haus auf euch lauern würde, hätte der Titel deutlich besser im Test abgeschnitten. So bleibt euch leider nur ein wirklich schlecht durchdachter Walking Simulator mit unnötig verkomplizierten Mechaniken und einem fragwürdigen Storytelling.

Fazit

Perception versagt leider auf ganzer Linie und gehört wohl zu den bisher schlechtesten Spielen in 2017. Außer ein paar gelungenen Soundeffekten bietet der Titel leider wenig positives und bietet auch wenig Anreiz einen erneuten Spieldurchlauf zu starten.

Positiv

+ Schaurige Soundeffekte

Negativ

– Einfallsloses Gameplay

– Keinerlei Herausforderung

– Furchtbares Storytelling

Written by: Gabriel Bogdan

Redaktionsleiter/Vernichter von Cornflakes und Vollzeit Gamer

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