Metro: Last Light: PS3 Review

Nach dem erfolgreichen ersten Ableger Metro: 2033 basierend auf dem gleichnamigen Roman von Dmitry Glukhovsky erscheint mit Metro: Last Light der direkte Nachfolger dieses mal neben der PC und Xbox 360 Version auch für PS3.

Story

Im Gegensatz zum Vorgänger basiert Metro: Last Light nicht auf einem Werk von Dmitry Glukhovsky knüpft aber direkt an die Story des Vorgängers an. Das Spiel findet im Jahre 2034 in Russland statt. Nachdem einige Jahre zuvor nukleare Kriege die Welt mit ihren Folgen überzogen haben finden wir uns als der Held des Spiels „Artyom“ in der Metro von Russland wieder, zusammen mit dem Rest was an Menschen überlebt hat. Wie auch im Vorgänger fokusiert sich die Story auf die „Dark Ones“ ziemlich freakig aussehende Humanoide die die Macht besitzen mit Menschen über Telepathie in Kontakt zu treten, was die Menschen die ihre Absichten nicht verstehen natürlich verängstigt und einige sogar verrückt macht. Um euch nicht zu viel vom Vorgänger zu spoilern: Es wurde euch ein böses und ein gutes Ende angeboten. Sowohl in den Werken von Glukhovsky als auch in Metro: Last Light gibt es nur das Szenario des „bösen“ endings.

Eure Reise beginnt wieder mal in der Metro. Geplagt von Alpträumen macht sich Artyom auf die Suche nach den „Dark Ones“ um der Lösung des Rätsel einen Schritt näher zu kommen. Die Story nimmt einige interessante Wendepunkte und ist als gut inszenierte und packende Mischung aus Actionballerei und Stealth Einlagen in den dunklen Ecken der Metro. Der spaß kostet euch 8-10 Stunden und hat auf jedenfall für Freunde der harten Schwierigkeitsgrade einen hohen Wiederpsielwert.

Cerealkillerz MetroLL 2013-05-14 15-47-09-34Gameplay

Wer den Vorgänger gespielt hat, wird auch die Schwächen im Gameplay noch in Erinnerung haben. Der wohl nervigste Punkt in Metro: 2033 waren die vielen gescripteten Szenen. Man wusste teilweise nie ob man seine Freunde retten kann und hat dann unsinnig Munition verschwendet, die vor allem in den höheren Schwierigkeitsgraden unglaublich wichtig waren. Hier hat sich Metro: Last Light gebessert aber leider recht wenig. Es kommen immer noch ein paar Szenen vor bei denen man unnötig Munition verschwenden kann. Natürlich gibt es dem Spiel mehr Realismus aber nimmt den Spieler die Möglichkeit seine Munition sinnvoll einzuteilen.

Eine weitere Schwäche aus Metro: 2033 war die Gegner KI. Vor allem die menschlichen NPC’s waren teilweise grauenhaft in ihren handeln. Last Light hat sich hier stark gebessert und kann hier ordentlich mit der Konkurrenz mithalten. Auch das neue Waffensystem weiß zu gefallen. Sowohl die Übersicht als auch die Upgrades der einzelnen Waffen wurden sehr gut gelöst.  Auf dem normalen Schwierigkeitsgrad findet sich ausreichend Munition über die gesamte Story verteilt also braucht man sich wenig sorgen machen, dass einen die Munition ausgeht. Stealth Einlagen sind nicht zwingend notwendig aber teilweise sehr nützlich um Munition zu sparen und vor allem den Levelabschnitt schneller zu absolvieren.

Neben den ganzen positiven Punkten hat Metro: Last Light leider auch eine Schattenseite, die nur PC Zocker betrifft. Das Spiel ist leider etwas verbugt, was heutzutage normal ist aber Besitzer von AMD Grafikkarten werden absolut nicht glücklich werden mit Metro: Last Light. Wir haben es selbst ausprobiert, das Spiel ist teilweise unspielbar. Die Framerate bricht trotz eines High End PC’s der über Crysis 3 auf Max. Settings lacht auf unter 10 FPS. Somit empfehlen wir Besitzern von AMD Grafikkarten noch zu warten bis ein Patch veröffentlicht wurde.

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Neben den vielen kleinen Details die Metro neben der Hauptstory bietet, überzeugt vor allem die gesamte Atmosphäre. Kein Spiel hat bisher so eine wunderschöne und interessante Postapokalyptische Welt hingezaubert wie die Metro Serie. Mit der unglaublich guten Grafik von Metro: Last Light wird die gesamte Welt und alle ihre Charaktere noch echter und faszinierender.

Was uns besonders gefallen hat

Neben der, wie schon zuvor erwähnten unglaublich guten Atmosphäre die Metro: Last Light erzeugt, müssen wir leider gestehen, dass wir die meiste Zeit im Bordell verbracht haben. Die Warnung, unsere Munition sparsam einzusetzen und nur die notwendigsten Gegenstände zu kaufen half leider nichts als wir das Bordell im Spiel entdeckt haben. Damit waren unsere Geldreserven schnell aufgebraucht aber der restliche Trip durch die Metro war dadurch natürlich um ein vielfaches schöner. Spaß beiseite, Metro: Last Light merzt im Prinzip die kleinen Mängel, die Metro 2033 hatte aus, haut noch mal ein großes Stück an Grafikleistung und Storytelling drauf und lasst uns mit einem zufriedenen Zockerherz zurück.

Cerealkillerz Metro Screen

Fazit

Info für AMD Grafikkarten Besitzer: Der Release Patch hat die Probleme gefixt und lässt euch das Spiel wieder einwandfrei spielen. Für den Rest gibts nur zu sagen: покупать. Metro: Last Light hat einfach für jeden was. Shooter Fans können sich durch Horden von Bestien und Gegnern ballern, Möchtegern Solid Snake’s können sich durch die Story sneaken und ihre Stealth Skills ausspielen und für den Rest gibts eine phänomenal präsentierte Postapokalyptische Welt mit großartigem Storytelling und viel Charaktertiefe.

Written by: Gabriel Bogdan

Redaktionsleiter/Vernichter von Cornflakes und Vollzeit Gamer

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