Matterfall PlayStation 4 Review – Twin-Stick-Sidescroll-Action für zwischendurch

Das neueste Werk von Housemarque (Resogun/Alienation/Deadnation) mit dem Titel Matterfall, findet ihr ab sofort im PlayStation Store zum downloaden. Wir konnten den Twin-Stick-Shooter für euch bereits die letzten Tage testen und verraten euch wie immer im Testbericht was euch alles erwarten wird und ob sich ein Kauf lohnt.

Frischer Wind für die Twin-Stick-Shooter Fans?

Bereits mit Outland in 2011 hatte das Studio erste Ansätze geliefert, wie man ihre klassischen Twin-Stick-Shooter in ein Sidescroll-Setting verpacken könnte. Ihre spätere Projekte wie Deadnation und Alienation konnte hier etwas mehr mit diversen RPG-Elementen, Multiplayer und etwas offeneren Welten überzeugen. Matterfall wirkt in den ersten Levels wie ein innovativer Ansatz um ihre Arbeit wieder in einen beschränkteren Raum zu verpacken, flacht dann aber leider etwas zu schnell ab. Wer Resogun gespielt hat, wird mit dem Sci-Fi Setting und dem retten von Menschen bereits vertraut sein. Die visuellen Effekte in Zusammenarbeit mit dem arcade-lastigen Soundtrack versetzen euch sofort in die passende Stimmung für den Titel. Wirklich viel Story bietet der Titel nicht, aber das werden Fans des Genres und vor allem der Spiele von Housemarque schon gewohnt sein. Die Welt vor bösen Aliens bewahren und durch eine flashige Sci-Fi Welt möglichst schnell und fehlerfrei durchballern. Die 9 Stages geteilt auf 3 Welten bieten eigentlich ausreichend an Content für ein 20€ Spiel. Jede Welt hat ihren eigenen Boss und jede Stage ein eigenes Theme inklusive passenden Soundtrack, der euch etwas länger begleiten kann falls ihr des Öfteren an der Stage scheitert.

Screenshot Matterfall PS4 Pro

Forderndes Gameplay und neue Challenges

Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen ist bei Matterfall die R1-Taste für den Sprung belegt. Das mag sich anfangs seltsam anfühlen, erlaubt euch aber das gleichzeitige Schießen und Springen sobald ihr euch an die Neuerung gewöhnt habt. Anfangs wird man wohl noch den klassischen Sprung mit der X-Taste im Kopf haben, aber nach einigen Stages hat man dann auch die etwas eigene Steuerung des Titels heraus. Die Steuerung an sich ist wie man es von Entwickler Housemarque gewohnt ist sehr gut durchdacht und lässt sich durch Upgrades und neue Waffen im Laufe des Spiels auch erweitert und personalisieren. Vor allem die Meisterung der Strike-Mechanik entscheidet wie schnell ihr die diversen Gegner besiegt bzw. lassen sich einige Gegenspieler nur damit zerstören. Auch die richtige Nutzung von Materie mit L2 macht das Gameplay etwas abwechlungsreicher. Wände lassen sich erzeugen als Schutzschild oder um generell etwas flotter durch die Karte zu kommen. Vor allem in den Boss-Kämpfen ist der richtige Einsatz von allen Gameplay-Elemente eine Voraussetzung, wenn ihr überhaupt bis ans Ende des Spiels kommen wollt. Wenn man Matterfall in den direkten Vergleich mit den bisherigen Werken des Studios setzt, muss man leider einige Abstriche machen. Trotz freischaltbaren Schwierigkeitsgraden fällt der Titel wirklich sehr kurz aus und bis auf ein gelungenes Gameplay und die üblichen Elemente von Resogun und co. fehlt es dem Titel etwas an Abwechslung. Die Gegner-Typen werden meistens zu generisch eingesetzt und fordern bis auf die Boss-Fights kaum neue Strategien von euch.

Matterfall PS4 Pro

Die wirklich größte Herausforderung des Titels ist eher nur die Tatsache, dass man sich ans springen mit der R1-Taste gewöhnen muss. Vor allem wenn man alle bisherigen Ableger von dem etablierten Studio bereits hinter sich hat, wirken die “neuen” Ansätze in Matterfall leider etwas steril umgesetzt. Etwas schade sind auch die mageren Anpassungsmöglichkeiten in Sachen Audio. Die Ankündigung eurer Multiplier fällt anscheinend unter Musik und lässt sich nicht durch das reine verringern der Spiele-Audio leiser stellen. Somit müsst ihr wenn ihr den Soundtrack genießen wollt mit ständigen “Multiplier up/down” Meldungen in derselben Lautstärke wie die Musik des Spiels leben. Visuell kann man wie bereits zuvor erwähnt recht wenig bemängeln. Die Animationen der einzelnen Gegner und Effekte sehen großartig aus, auch wenn man hin und wieder leicht den Überblick verlieren kann bei den unzähligen Explosionen in so kurzer Zeit. Auch die wenigen Cutscenes die der Titel zu bieten hat überzeugen, trotz fehlender Geschichte.

Fazit

Matterfall schafft es trotz neuen Gameplay-Ansätze nicht ganz aus dem Schatten seiner Vorgänger herauszutreten. Der kurzweilige Spaß schafft es selten zu überraschen und die gewöhnungsbedürftige Steuerung bleibt die größte Herausforderung die der Titel zu bieten hat. Wer einen neuen Twin-Stick-Shooter für zwischendurch sucht, wird mit Matterfall aber trotzdem seinen Spaß haben.

Positiv

+ Interessante Gameplay-Ansätze

+ Visuelle Effekte überzeugen

Negativ

– Gewöhnungsbedürftige Steuerung bleibt größte Herausforderung

– Wenig Gegner-Variationen

– Fehlende Neuerungen für Housemarque-Veteranen

Written by: Gabriel Bogdan

Redaktionsleiter/Vernichter von Cornflakes und Vollzeit Gamer

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