Magi: The Labyrinth of Magic Vol. 1 (Blu-ray) im Test

Was kommt heraus, wenn man jede Menge Magie, einen Protagonisten namens Aladin und eine orientalische Welt in einem Anime vermischt? Ganz einfach: Magi: The Labyrinth of Magic! Wir haben uns Vol. 1 (Folge 1-7) des brandneuen Animes angeschaut und was wir davon halten, erfahrt ihr im folgenden Testbericht!

Trailer

 

Facts

Genre: Anime/Fantasy
Publisher: KAZÉ/AV-Visionen
Regie: Kôji Masunari
Bildformat: 16:9 – 1.77:1
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Japanisch (Dolby Digital 2.0)
Episoden: 1– 7
Releasetermin: 29. Oktober 2013

 

Billiger Abklatsch des Disney Klassikers Aladdin?

Von wegen! Spätestens wenn man das FSK-12 Logo auf der Plastikfolie von Magi: The Labyrinth of Magic sieht, wird klar, dass hier wohl mehr als ein orientalisches Disney-Märchen wartet. Schon in den ersten Szenen lebt der kleine Aladin seine Brüste-Visionen an einem beleibten Mann mit Schnurrbart aus. Dazu kommen einige Szenen, in denen exzessive Gewalt und Blut zu sehen sind, aber keine Sorge, das hält sich in Grenzen, weshalb das FSK-12 Logo absolut ausreichend ist. Doch worum geht’s in Magi: The Labyrinth of Magic Vol. 1 eigentlich?

Regisseur Koji Masunari entführt uns in eine orientalische Welt voller Magie. Unser erster Zwischenstopp ist in der Wüstenstadt Qishan, aus deren Mitte ein gigantischer Turm in den Himmel ragt. Buntes Treiben am Markt, ein wolkenloser Himmel und mittendrin der kleine Aladin. Der Foodmaniac verputzt gerade genüsslich ein paar Wassermelonen und wirkt etwas weltfremd. „Was macht bzw. wer ist der kleine Kerl?“, denkt sich der plötzlich auftauchende Ali Baba. Aladin bemerkt den Gast und erklärt ihm, dass er Hunger hatte. Ali Baba denkt, dass das ein schlechter Scherz ist und ehe er sich versieht, steht ein beleibter Typ in der Türe, der ganz und gar nicht erfreut ist, dass der kleine Racker ohne zu bezahlen seine Waren verputzt. Noch schlimmer wird es, als Aladin dem Kerl an die Brust geht, sie kräftig knetet und dabei noch von sich gibt, dass er Brüste absolut toll findet. Die Szene ist derart lustig, dass man schon in der ersten Folge weiß, dass Humor ein essenzieller Bestandteil in Magi: The Labyrinth of Magic ist. Doch auch für Action ist gesorgt! Aladin und Ali Baba freunden sich an und begeben sich in den zuvor erwähnten Turm, der als Dungeon bezeichnet wird. Sagen ranken sich um diesen mysteriösen Turm; kaum jemand soll daraus zurückkehren. Gut, dass Aladin magische Kräfte hat und mit seiner Flöte einen kopflosen, aber mächtigen Dschinn namens Ugo beschwören kann; ohne den blauen Begleiter wäre der Ausflug im Dungeon wohl ein recht kurzer gewesen. Was das frisch gebackene Duo sonst noch in der ersten Box erlebt, erfahrt ihr aber am Besten selbst.

Bild und Ton

Den Anfang macht die Optik. Die Animationen stammen von hochgelobten Studio A-1 Pictures, das unter anderem für Welcome to the Space Show, Fairy Tail, Black Butler I + II und Sword Art Online bekannt ist. Mit satten Farben, scharfen Kanten und magischen Effekten liefert das Studio ein sehr gutes Werk ab. Tontechnisch hätte ich mich zwar über eine 5.1-Tonspur gefreut, aber dennoch leistet sich die DTS-HD MA-2.0-Tonspur keine Patzer und die Synchronisation, die ja bei Animes immer ein Kriterium ist, kann sich absolut sehen bzw. hören lassen.

Extras und Verpackung

Die digitalen Extras sind mit Clear Opening und Ending mehr als nur überschaubar. Doch dafür entschädigt eine hochwertige Papp-Hülle sowie ein 18-seitiges Booklet mit Background-Infos zu den einzelnen Folgen sowie Interviews. Schade, dass die Interviews nicht auch in digitaler Form vorhanden sind, aber das ist Meckern auf hohen Niveau.

 

Zusammenfassung

Magi: The Labyrinth of Magic rüttelt die Anime-Welt mit einem erfrischenden Orient-Setting voller Magie auf. Der Hauptcharakter Aladin ist naiv und etwas weltfremd, aber ein aufrichtiger Kerl, der das Herz am rechten Fleck hat. Regisseur Kôji Masunari gelingt es schon in der ersten Box, eine Beziehung zwischen Zuseher und dem kleinen Fresssack aufzubauen sowie die Geschichte flüssig zu erzählen. Die Präsentation sowie die Akustik sind erstklassig und die Extras eine nette Draufgabe. Die Reise von Aladin & Co. hat gerade erst begonnen und wir sind schon gespannt, was uns in den kommenden drei Boxen noch erwartet. Magi: The Labyrinth of Magic Vol. 1 leitet den Anime hervorragend ein und punktet mit einer sehr guten Mischung aus Action, Humor und Geheimnissen.

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Written by: greenrednaruto

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