The Legend of Zelda: Breath of the Wild Nintendo Switch Review – Open World zum mitnehmen

Nach über einer Woche mit der Nintedo Switch inklusive dem heiß ersehnten Launch-Titel sind wir bereit euch unsere finalen Eindrücke zu The Legend of Zelda: Breath of the Wild zu liefern. Wir hoffen euer Body ist ready für unseren Test ( ͡° ͜ʖ ͡°).

Immer noch so viel zu tun

Bereits in den ersten Stunden hatte die riesige Welt von Breath of the Wild unzählige Aufgaben für uns offen. Auch nach über 20 Stunden, mehr als 40 Schrein-Rätseln und den abschließen aller Hauptaufgaben, hat sich die Situation nicht verändert. Im Gegensatz zu früheren Zelda Ablegern, habt ihr eigentlich bereits von Anfang an (fast) die komplette Freiheit euren eigenen Weg zu gehen. Anfangs seid ihr noch auf den ersten Abschnitt der Karte limitiert und werdet dort behutsam mit den doch teilweise komplexen Mechaniken des Spiels vertraut gemacht und dürft auch bereits eure ersten Rätsel-Aufgaben meistern. Sobald ihr den Paragleiter erhalten habt, steht euch die gesamte Welt von Breath of the Wild offen. Selbst der Endboss des Spiels lässt sich in einer guten Stunde entfernt vom Start des Spiels erreichen. Empfehlenswert ist es natürlich nicht ihn herauszufordern, da die Entwickler schon dafür gesorgt haben, dass ihr ihn nicht wirklich am Anfang des Spiels meistern könnt. Die nötigen Hauptaufgaben um erstmal eine Chance gegen den Boss zu haben, verlangen euch gute 10 Stunden ab, aber man sollte hier eher die Freiheit des Spiels genießen lernen, da es unglaublich viel zum entdecken gibt. Links Abenteuer wirkt auch in Breath of the Wild sehr klassisch und hebt sich bis auf ein paar neue Gesichter und zusätzlichen Mechaniken relativ wenig von den Vorgängern ab. Ihr habt euer Gedächtnis verloren und müsst nach und nach herausfinden, was genau mit euch passiert ist und vor allem, was ihr in der Zwischenzeit alles an Ereignissen verpasst habt.

Legend of Zelda Nintendo Switch Screenshot 2

Bis auf einige Cutscenes, reduzieren sich die gesprochenen Dialoge mit den unzähligen NPCs auf stöhnen oder ein freundliches nicken der Charaktere, was vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig für Neulinge sein kann, aber Zelda Fans werden es wohl schon gewohnt sein. Die Anzahl an Aufgaben und Rätsel ist wirklich beeindruckend, nur haben relativ wenige davon einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Es ist zwar schön wenn man realisiert wie groß die Karte des Spiels ausgefallen ist oder wie viele Schreine entdeckt werden können, aber im Gegensatz zu früheren Zelda Ablegern, wirken viele davon sehr einfallslos und nutzen oftmals nicht das Potenzial der vielen neuen Fähigkeiten. Wir haben oftmals einen Dungeon mit allen Fähigkeiten durchgetestet um drauf zukommen, dass der Einsatz eures Bogens möglich ist oder sogar die einzige Lösungsmöglichkeit des Rätsels. Ebenso bei den Boss-Kämpfen, wo ihr zusätzlich nach kurzer Zeit schon einen Tipp bekommt, wie ihr sie aus kontern könnt. Der Titel lässt euch sehr viele Freiheiten, schränkt euch aber bei den Parts wo Aktionen eurerseits gefordert sind dann doch es Öfteren ein.

Zelda Nintendo Switch

Da der Titel stark auf das spielen für unterwegs ausgelegt ist, kann man hier aber einiges verzeihen, da man sich gerade bei längeren Wartezeiten im Flugzeug oder im Zug gerne über etwas Beschäftigung freut. Vor allem der Paragleiter wird mir in anderen Open World Spielen in Zukunft sehr abgehen, schafft aber auch nicht ganz die unzähligen Stunden an wandern und klettern perfekt zu überbrücken. Empfehlenswert sind hier ständige Upgrades eurer Ausdauer, da die meisten Gegner euch bis zum Schluss mit einen Treffer erledigen können.

Ein neues Dark Souls?

Das Gameplay von Breath of the Wild ist sicherlich sehr fordernd und verzeiht euch wenig Fehler, aber man braucht sich keine Sorgen machen, dass man hier einen Dark Souls Ableger serviert bekommt. Wie auch die früheren Teile, bleibt die Reihe ihren Wurzeln treu und bietet wieder knackige Boss-Kämpfe und starke Gegner, die ihr auf der gesamten Karte verteilt antrefft. Das meistern von gut getimten ausweichen und parieren der gegnerischen Angriffe, ist absolut entscheidend. Auch mit Upgrades aus 40 Schreinen, kann euch ein Großteil der Gegner immer noch mit einen einzigen Treffer erledigen. Dafür sind die meisten Move-Sets eurer Gegner sehr überschaubar und sie sind vor allem um einiges langsamer als in vergleichbaren Spielen. Weiters könnt ihr euch durch das sehr umfangreiche Crafting-System einige Vorteile erarbeiten. Ihr findet an jeder Ecke Ressourcen und Materialien, aus denen ihr an Kochstellen nette Upgrades und Tränke produzieren könnt. Link verzieht zwar hin und wieder die Miene wenn ihr eine Zubereitung vermasselt, aber es kann mit etwas Glück auch ein netter Schutz-Trank entstehen, der euch in manchen Kämpfen immense Vorteile verschaffen kann. Generell nimmt euch der Titel wenig bis gar nicht an der Hand, was auch den Reiz von Zelda Spielen ausmacht. Durch die riesige Welt habt ihr zusätzlich noch Unmengen an Inhalt zum selbständigen erkunden. Die Freiheit wird vielleicht nicht allen Zelda Fans zusagen, aber trotz vielen unnötigen Stunden an herumklettern und neue Wege finden, hatte ich eigentlich durchgehend meinen Spaß, trotz großer Open World Abneigung.

Zelda Nintendo Switch Screen

Die unzähligen neuen Gameplay-Mechaniken und die vielen Rätsel-Aufgaben, werden Zelda Fans großteils wieder überzeugen können. Nach über 20 Stunden Spielzeit haben wir zwar schon die gesamte Karte aufgedeckt, aber noch immer nicht alle Nebenaufgaben erledigt und auch noch nicht alle Geheimnisse des Spiels gelüftet. Egal ob Speedrunner, oder auch Hardcore Zelda Fan, ihr werdet einiges zu tun haben. Unsere Meinung zur Steuerung der Pferde hat sich nach unzähligen Stunden etwas gebessert, aber komplett zufrieden sind wir noch nicht ganz. Viele Parts des Spiels können einen hin und wieder etwas frustrieren, aber das macht auch teils den Reiz der Zelda Spiele aus.

Grafik und Performance

Zu guter letzt gehen wir noch auf die grafischen Aspekte vom neuesten Zelda Ableger ein. Man kann die Nintendo Switch zwar etwas in Schutz nehmen, wegen dem eigentlichen Fokus auf Mobilität, aber wiederholenden Framerate-Einbrüche am TV sind weiterhin ein großes Manko, für alle die den Titel gerne Zuhause genießen würden. Die Wii U Version kämpft hier teilweise sogar trotz reduzierten Effekten und Auflösung noch mehr damit die 30 fps zu halten. Unterwegs überzeugt der Titel, als auch die Switch absolut. Gute 3 Stunden könnt ihr den Titel unterwegs ohne neu aufladen zu müssen zocken, was eine beachtliche Leistung für eine Spiele-Konsole ist. Als Vergleich: Einem High End Alienware-Notebook geht bei maximalen Settings auch nach wenigen Stunden der Saft aus und auch Tablets und Smartphone können bei fordernden Anwendungen auch recht schnell in die Knie gehen (siehe Pokémon Go). Nintendo schafft es auch wieder einmal durch den gelungenen Zeichenstil wieder einige Schwächen der Konsole wett zu machen. Auch die Weitsicht in Breath of the Wild ist beeindruckend, wenn man die Limitierungen der Konsole bedenkt.

Nintendo Switch Link Weitsicht

Fazit

The Legend of Zelda: Breath of the Wild ist trotz einer schwachen Leistung am TV und kleineren Ungereimtheiten, der wohl beste Launch-Titel der aktuellen Konsolen-Generation. Die riesige Welt lässt wirklich wenig Wünsche offen und auch die Hauptaufgaben werden euch mindestens 10-15 Stunden sehr gut unterhalten können.

Positiv

+ Riesige offene Welt

+ Interessante Gameplay-Mechaniken

+ Sinnvolles Crafting-System

+ Großartige Performance für unterwegs

Negativ

– Viele der unzähligen Rätsel und Aufgaben wirken sehr einfallslos

– Schlechte Performance am TV

– Tipps während den Bossen eher ungünstig gewählt

Written by: Gabriel Bogdan

Redaktionsleiter/Vernichter von Cornflakes und Vollzeit Gamer

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