Kholat PC Review

Entwickler IMGN.PRO versucht mit Kholat eine Horror Geschichte mit einem wahren Hintergrund in ein Spiel zu verpacken. In Kholat Syakhl alias „Dead Mountain“ sind Wanderer auf mysteriöse Weise, im Osten des Gebirges verschwunden und ihr begebt euch auf die Suche nach der Ursache. Wie sich die Umsetzung der Geschichte so im Test schlägt, könnt ihr hier nachlesen.

Zettel Suche im Schneetreiben

Kholat wirft euch in einem Dorf in der Nähe des Gebirges ab und lässt euch von Anfang an alles „frei“ erkunden. Das Dorf wirkt verlassen und ihr begegnet auch auf dem Weg zum Gebirge, keinerlei anderen Menschen. Sobald ihr den Berg erreicht habt, beginnt der schaurige Trip durch die Berge. Ihr findet eure ersten Hinweise und bewegt euch planlos, durch die verschneiten Gebirgszüge.

Die einzigen Steuerungselemente die euch zur Verfügung stehen, sind eine Lampe, die Möglichkeit zu laufen und ein Karte von der Umgebung. Mit der Karte, macht ihr euch die Orientierung im Gebiet etwas leichter und könnt zwischen den einzelnen Camps die ihr im Laufe des Spiels findet, schnell-reisen.

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Ähnlich wie in Slender, müsst ihr die einzelnen Schriftstücke die im Spiel verteilt sind finden, die euch etwas mehr über die Geschichte hinter der Dyatlov Pass Expedition verraten und euch im Spiel voran bringen. Hin und wieder begleitet euch am manchen Stellen auch eine Stimme, die euch Tipps gibt wenn Gefahren auf euch warten, was einige unnötige Tode verhindern kann.

Die Karte die euch zur Verfügung gestellt wird, macht es leichter nicht viel einfacher, sich zurecht zu finden und deshalb irrt man meistens durch die großen Berg Passagen umher. Fans von kompletter Freiheit, können sich hier austoben und ihren eigenen Weg gehen, aber wer lieber einen roten Faden hat oder ein paar Hilfestellungen beim richtigen Weg finden, wird hier nicht sehr glücklich werden.

Ein kleines Manko bietet leider auch die fehlende Sprung Funktion. Man hat zwar keinen Fall-Damage, aber sobald man zwischen 2 Bäumen oder an einer schlechten Position landet, muss man das Spiel neustarten, da man aus dieser Position nicht mehr heraus kann. Hier hätten sich die Entwickler vielleicht eine etwas leichtere Lösung einfallen lassen können.

Slender meets Murdered: Soul Suspect

Das Gameplay lässt sich leicht zusammenfassen. Ihr bewegt euch durch Schneestürme und verlassene Plätze im Gebirge und sucht nach Schriftstücken, die euch mehr über die unnatürlichen Ereignissen erzählen. Als quasi Gegner, können euch hin und wieder Geister begegnen die euch natürlich sofort töten wollen, nachdem sie euch sehen.

Hier haben die Entwickler wie auch schon in Murdered: Souls Suspect viel Potenzial verschenkt. Die Gegner reagieren sehr schlecht und lassen euch geduckt, meistens relativ einfach an ihnen vorbeischleichen. Viel Herausforderung oder Horror bieten die Gegner nicht. Auch die diversen Fallen die euch das Spiel teilweise serviert, sind leicht zu durchschauen und erzeugen wenig Action.

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Wirklich großartig ist die Sound-Kulisse des Spiels geworden und auch die grafische Leistung. Die Umgebung wirkt sehr detailliert und vor allem die wechselnden Lichtverhältnisse zusammen mit den schaurigen Soundtrack, erzeugen meistens eine großartige Atmosphäre. Hin und wieder kann sich zwar das ein oder andere Wolfsgeheul wiederholen, aber im großen und Ganzen ist der Soundtrack wirklich sehr gut gelungen.

Fazit

Kholat überzeugt durch die wirklich großartige Klangkulisse und die interessante Umsetzung der Geschichte hinter dem Spiel. Gameplay technisch bietet der Titel leider wenig Abwechslung und wiederholt sich teilweise zu oft bzw. fordert einfach zu wenig Interaktion vom Spieler selbst.

Wertungsbild 8,0

Positiv

+ Großartige Atmosphäre

+ Schaurige Klangkulisse

+ Gute Story Umsetzung

Negativ

– Gameplay bietet zu wenig Abwechslung

– Teilweise schlechte Steuerung

– Wenig Herausforderung

Written by: Gabriel Bogdan

Redaktionsleiter/Vernichter von Cornflakes und Vollzeit Gamer

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