Ironclad Tactics das Sammelkartenspiel im Review

 

Mit Ironclad Tactics erwartet euch ein actionlastiges und auf Sammelkarten basiertes Taktikspiel, welches in einem alternativen Bürgerkrieg, der USA spielt. Wie sich dieser ungewöhnliche Genremix anfühlt, erfahrt ihr hier im Test.

 

Der Bürgerkrieg

Der amerikanische Bürgerkrieg fand zwischen 1861 und 1865 statt, wo Nord- und Südstaaten gegeneinander kämpften. Damals stand vor allem die Sklaverei als Streitpunkt im Fokus. Dies übergeht Ironclad Tactics aber mit seiner Kampagne und wirft stattdessen, für die damalige Zeit, fortschrittliche Maschinen in die tragische Historie. So beginnt ein alternativer amerikanischer Steampunk Bürgerkrieg, wo die beiden Techniker und Freunde Maxwell Prosser und Joseph Ashdown im Vordergrund stehen. Die Story wird in schön gezeichneten Comic-Sequenzen dargestellt und von der Geschichte möchte ich gar nicht zu viel verraten. Sie kommt zu Beginn nur stockend in die Gänge, wird im Laufe der Zeit aber immer intensiver und spannender.

 

Das Schlachtfeld

Wie im Video zu sehen ist, ist Ironclad Tactics kein normales Sammelkartenspiel. Es fühlt sich mehr wie ein Plants VS Zombies an. Es gibt Einheiten, wie z.B. die Ironclads oder auch menschliche Infanterie, welche auf eine der 4 Lanes gesetzt werden und sich auf dieser fortbewegen und angreifen können. Zusätzlich gibt es unterstützende Karten, welche mit schon gespielten Einheiten am Spielfeld kombiniert werden können. Diese bringen Heilung, Speedboni, Waffen oder auch das wichtige „Lane-Movement“ für die ausgewählte Einheit. Alle Ironclads verfügen auch zusätzlich noch über Victory Punkte (VP). Wenn die eigenen Kämpfer es schaffen über das gesamte Feld zu gelangen und bis zum Gegner vordringen, bekommt man diese VP gut geschrieben. Ziel jeder Partie ist es schneller als der gegnerische Spieler die benötigte Anzahl an VPs zu bekommen. Durch das schnelle Ablaufen einer Runde (Play, Act, Kill, Move) verfügt das Spiel über eine sehr hohe Dynamik und schafft die Balance trotzdem taktisch anspruchsvoll zu bleiben. Bei den Kämpfen muss deshalb sowohl reaktionsschnell, wie auch gut koordiniert agiert werden. Das erfordert viel Geschick und macht sehr viel Spaß.

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Sammelkarten

Für jede gewonnene Partie bekommt man Karten geschenkt. Zusätzlich gibt es immer optionale Ziele, wodurch man noch mehr Karten bekommen kann. Dies gestaltet die Partien nicht nur abwechslungsreicher, es ist auch enorm wichtig, da diese Karten meist schon in der nächsten Mission dringend benötigt werden. Die neuen Karten enthalten unter anderem neue Waffen, bessere Einheiten oder andere nützliche Upgrades. Die neu erworbenen Karten können aber nicht alle auf einmal eingesetzt werden, denn das Kartendeck ist limitiert. Zu Beginn dürfen sich nur 20 Karten darin befinden. Da macht das tüfteln und planen des eigenen Decks zwar viel Kopfzerbrechen, aber auch viel Laune. Genügend Karten gibt es auf jeden Fall zu sammeln!

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Multiplayer

Während unserer Testzeit gab es nur sehr wenige Spieler, die online gegen uns antreten wollten. Das ist wirklich schade, denn auch gegen menschliche Gegner macht Ironclads Tactics viel Spaß und belohnt beide Spieler zusätzlich mit neuen Karten. Schlecht gelöst ist aber, dass man aus einem verlorenen Spiel nicht wirklich lernen kann. Erstens kann es sein, dass der Gegner Einheiten verwendet, welche man gar nicht kennt und diese auch nicht beschrieben werden und zweitens gibt es keine Möglichkeit sich die Partie nochmal anzusehen und etwaige Fehler auszumachen. Dabei wurde definitiv Potenzial verschenkt.

Fazit

Ironclad Tactics  ist ein Spiel mit einem angenehm frischen Gameplay-Ansatz, vielen verschiedenen Karten und einer interessanten Story. Besonders, wenn man den etwas holprigen Anfang hinter sich gelassen hat, entfaltet Ironclad Tactics eine faszinierende Tiefe. Wer auf schnell getriebene, taktische Sammelkartenspiele steht, sollte dem Spiel unbedingt eine Chance geben. Mit einem Preis von nur 14€ hat Ironclad Tactics zu dem ein hervorragendes Preis/Leistungsverhältnis.

8,1

 

Positiv

+  Cooles fast-paced Karten Gameplay

+ Viele Karten zum Sammeln

+ Interessantes Steampunk Bürgerkriegsszenario

 

Negativ

– Schwacher Beginn

– Wenig bis gar keine Multiplayermatches möglich

Written by: David Kolb

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