Horizon: Zero Dawn PS4 Review – Frauenpower und Robo-Dinos

Heute erscheint Horizon: Zero Dawn exklusiv für die PlayStation 4. Wir haben das neueste Werk von Guerrilla Games (Killzone) die letzten Tage für euch ausgiebig getestet und verraten euch warum uns das Action-RPG des Öfteren überraschen konnte.

Die Welt ist am Ende, oder auch nicht?

Horizon: Zero Dawn ist nicht nur vom Gameplay-Bereich her Neuland für das Studio, was man eigentlich nur für die diversen Killzone-Ableger kennt, sondern auch die umfangreiche Geschichte hinter dem Spiel, stellt eigentlich ihre bisherigen Werke komplett in den Schatten. Im Gegensatz zu den meisten Open-World Titeln bekommt ihr hier eine packende Geschichte mit actionreichen Cutscenes und guten 15-20 Stunden an Hauptmissionen. Ob sich die Entwickler hier wissentlich einige Elemente aus anderen bekannten Serien „geliehen“ haben können wir nicht genau sagen, aber die Ähnlichkeiten zu Fallout und Far Cry Primal ziehen sich dann doch durchs gesamte Spiel, was natürlich absolut nichts schlechtes ist. Etwas mehr Mühe hätte man sich bei den Gesichtsanimationen geben können. Grafisch überzeugen die einzelnen Charakter-Modelle zwar durchgehend, aber bereits seit den ersten E3 und Gamescom Präsentationen sind die Gesichtszüge der Charaktere in den meisten Szenen wirklich gewöhnungsbedürftig. Die wirklich gelungene Story verliert dadurch auf keinen Fall an Qualität nur zieht sich der Fehler eigentlich durchs gesamte Spiel und nimmt den Charakteren etwas an Tiefe. Ansonsten überzeugt das Spiel mit einem sehr gelungenen pacing und findet einen spannenden Mix aus fordernden Kämpfen und die Freiheit die umwerfende Welt des Spiels zu erkunden. Vor allem Aloy konnte uns begeistern und bietet ein großartiges Vorbild für weibliche Protagonisten in kommenden Videospielen.

Screenshot Horizon PS4 Pro

Wie zuvor erwähnt borgt sich Horizon einiges Elemente von Far Cry Primal aus, optimiert sie aber so gut wie durchgehend. Das zähmen und reiten von Tieren ist nützlich und interessant zum erweitern durch die große Vielfalt an Robotern. Weiters müsst ihr auch in Horizon Unmengen an Materialien sammeln um euch mit Upgrades und Munition zu versorgen. Auch hier haben es die Entwickler sehr simpel gehalten und die verschiedenen Pflanzen und Sträucher bleiben bis zum Ende des Spiels sehr überschaubar. Der richtige Umgang mit euren Waffen/Munition ist entscheindend, wenn ihr nicht unbedingt stundenlang auf eure Gegner einschießen wollt.

Screenshot Horizon 2

Kämpft ums überleben

Ein Survival-Feeling kommt zwar hin und wieder auf, aber Horizon steht ganz im Zeichen der Action. Die Rollenspiel-Elemente sind sehr kompakt und schnell gemeistert. Interessant wird es erst wenn der Kampf gegen die Maschinen startet. Hier liegt auch die Stärke des Spiels. Der Mix aus diversen Nahkampf-Angriffen und unzähligen Fallen/Fernkampfwaffen wurde gekonnt umgesetzt und wird noch durch einige interessante Boss-Kämpfe passend in Szene gesetzt. Leider liefert die Gegner-KI des Öfteren nicht wirklich eine Herausforderung, wobei hier viele aktuelle Acion-Ableger mit demselben Problem kämpfen. Vor allem im späteren Spielverlauf sind eure Fähigkeiten schon so sehr aufgewertet, dass wenige gezielte Treffer die Gegner bereits ausschalten oder zumindest lang genug betäuben um ihnen den finalen Schlag zu geben. In Sachen Schwierigkeitsgrade gibt es natürlich noch Luft nach oben, aber dadurch verändern sich die Bewegungsmuster der Gegner leider nicht. Die einzige Herausforderung bleibt die Schwachstelle eurer Gegner auszumachen. Danach sind eigentlich alle Kämpfe leicht lösbar.

Screenshot Horizon 3

Es gibt eigentlich wenig was in der Welt von Horizon noch fehlen würde. Die Vielfalt an Gegnern hält euch an jeder Ecke der wirklich großen Karte auf trapp und auch die unzähligen Nebenquests bieten genug Content und euch über die 15-20 Stunden an Spielzeit noch hinaus zu unterhalten. Aloy erweist sich leider nicht gerade als der beste Kletterkünstler, was euch hin und wieder einen zusätzlichen Tod bringen wird und etwas an Nerven kosten kann. Viele Abhänge sehen auch verlockend aus, da ein Seil in Sicht ist, aber das Spiel will dann doch von euch, dass ihr einfach auf der Seite in Ruhe den Berg herunterklettert (Nur als Vorwarnung)

Das neue grafische Aushängeschild der PS4

Zu guter letzt muss man auch noch die grafische Präsentation von Horizon: Zero Dawn loben. Guerrilla Games hat hier vor allem aus der PS4 Pro noch einiges herausholen können und liefert einen der bisher schönsten PS4-Exklusivtitel. Von den etwas gewöhnungsbedürftigen Gesichtsanimationen abgesehen, sieht jeder einzelne NPC hervorragend aus und die gesamte Welt wirkt bis zum letzten Dorf richtig lebendig. Ab einem gewissen Grad wiederholt sich zwar der Aufbau der einzelnen Händler und Roboter-Herden, aber ein paar Meter weiter, könnte schon wieder eine kleine Überraschung auf euch warten.

Horizon Screen CK 4

Fazit

Horizon: Zero Dawn kombiniert ein frisches Setting mit den besten Parts aus bereits etablierten Open-World Ablegern und sieht noch dazu umwerfend aus. Bis auf kleinere Mängeln in den Animationen und Kletterpassagen, bekommt ihr hier eines der besten Action-RPGs der letzten Jahre.

Positiv

+ Setting gut umgesetzt

+ Großartige Story

+ Grafik und Spielwelt überzeugen

+ Gelungenes Gameplay

Negativ

– Teilweise störende Gesichtsanimationen

– Unsaubere Kletterpassagen

– Schwache Gegner KI

 

Written by: Gabriel Bogdan

Redaktionsleiter/Vernichter von Cornflakes und Vollzeit Gamer

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