Guilty Gear Xrd: Revelator PS4 Review

Vor Kurzem ist nun endlich auch in Europa der neueste Teil des Beat em Ups von Arc System Works Team Red, welches Ursprünglich ausschließlich als Arcade Game in Japan spielbar war, erschienen. Was genau euch Revelator, der Nachfolger von Guilty Gear Xrd: SIGN, alles bietet, könnt ihr wie immer bei uns nachlesen.

Ein Charakter-Aufgebot das seinesgleichen sucht

Über die Jahre hinweg, ist der Roster der Guilty Gear Reihe stets gewachsen und noch bunter und mitunter auch durchgeknallter geworden. Mit den Charakteren die nun In Relevator hinzugefügt werden stehen euch nun 22 spielbare Kämper zur Verfügung, wobei darüber hinaus noch Fan-favorit Dizzy in From eines DLCs exklusiv auf den Konsolen erscheinen wird. Was nun Guilty Gear Xrd: Revelator dabei so besonders macht ist, dass sich all diese Charaktere einerseits komplett von einander unterscheiden und ein ganz eigenes Spielgefühl mitbringen, andererseits jedoch die Balance zwischen ihnen dennoch überraschend gut ausgefallen ist. Das Spielgefühl ist generell sehr gut, das Gameplay schnell und die Steuerung präzise. Einige Kämpfer mögen zwar einstiegsfreundlicher sein als andere, alle sind jedoch grundsätzlich einfach zu lernen, aber hart zu meistern. Faszinierend dabei ist auch, dass die Welt von Guilty Gear in sich so stimmig ist und einen ganz eigenen Flair hat, sodass auch die absurderen Charaktere in das Setting sehr gut hineinpassen. So könnt ihr Beispielsweise als Elphelt Valentine einen Androiden im Brautkleid spielen, die allerhand Pistolen und Gewehre, aber auch eine riesige Hochzeitstorte als Waffen verwendet, oder Bedman, der sich auch im Kampfgeschehen permanent in Trance befindet und an ein mechanisches Bett gebunden ist, das er aus dem Schlaf heraus steuert. All diese vielfältigen Charaktere bringen meistens eine eigene besondere Spielmechanik mit, die dazu beiträgt, dass sich nicht nur Schnelligkeit, Stärke und Moves unterscheiden, sondern die einzelnen Kämpfer wirklich einzigartig werden. Der Assassine Venom, zum Beispiel, platziert auf dem Schlachtfeld mehrere Billiardkugeln, die er schließlich für verschiedene Spezialangriffe einsetzt und Jack-O‘ kann kleine Häuschen aufstellen, aus denen nach und nach kleine Geister erscheinen, um ihren Gegner zu attackieren. Es gibt also viel zu sehen und seinen Lieblingscharakter zu finden macht wirklich sehr viel Spaß.

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Beat em Up Story mal anders

Auch der Storymodus von Guilty Gear Xrd: Revelator ist wirklich originell ausgefallen. Grundsätzlich basiert dieser auf einem ähnlichem Prinzip wie der von den neueren BlazBlue Teilen, die ebenfalls von Arc System Works stammen. Das Spiel wird dabei im Endeffekt zu einem Visual Novel, was bedeutet, dass ihr euch in diesem Modus einzig und allein mit der Story beschäftigen müsst, Kämpfe gibt es dabei nicht. Wie schon bei Guilty Gear Xrd: SIGN, geht Revelator einen Schritt weiter und bietet euch eine Mischung aus voll animierten Visual Novel und Cutscene Sequenzen. Dabei hilft auch der Grafikstil des Spiels, denn die Charaktere sind alle dreidimensional, sehen aber mitunter täuschend zweidimensional aus. Die Story selbst ist wirklich Komplex und vielschichtig. Zum Glück gibt es im Spiel eine Art Enzyklopädie, in der ihr die Vorgeschichte nachlesen könnt. Dank der vielen Charakteren, kann die Story aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt werden, was sie noch ein Stück tiefgründiger macht. Auch wenn der Visual Novel Stil sehr ungewohnt für ein Beat em Up ist und natürlich ein krasser Gegensatz zu dem sehr schnellen Gameplay des Hauptspieles, überrascht die Story immer wieder mit Plot-Twists, Humor, sowie Tragik und ist wirklich sehens/lesenswert. Wenn ihr SIGN nicht gespielt habt, so bietet euch Revelator am Anfang des Story Modus eine kurze Zusammenfassung der Geschehnisse aus dem Vorgänger.

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Spielmodi soweit das Auge reicht

Neben den genannten Storymodus gibt es in Guilty Gear Xrd: Revelator natürlich noch viele andere Spielmodi. Ihr könnt frei gegen die KI oder lokal gegen einen zweiten Spieler antreten, den Arcade Modus spielen, oder euch online gegen Andere behaupten. Darüber hinaus gibt es den M.O.M. Modus, bei dem ihr euren Charakter nach jedem Kampf mit neuen Items ausrüstet, was auch eine nette Abwechslung ist. Ein ganz großer Schritt nach Vorne gelingt Revelator mit dem sogenannten Dojo. Hier könnt ihr frei üben, aber auch verschiedenste Tutorials spielen, sowohl allgemeine, als auch charakterspezifische. Das Ganze funktioniert ausgezeichnet und ist gerade für Einsteiger sicherlich ungemein Hilfreich, da hier generell sämtliche Basics bis hin zu fortgeschrittenem leicht verständlich und mit Humor erklärt werden. Einen neuen Lieblingskämpfer zu finden ist also deutlich einfacher als in anderen Spielen und ihr verdient auch bereits durch das Tutorial ingame Geld, dass ihr nach Herzenslust im Shop ausgeben könnt.

Fazit

Guilty Gear Xrd: Revelator ist sicherlich eines der originellsten Beat em Ups der letzten Jahre. Der Stil, die Story und vor allem die Charaktere stechen wirklich heraus und das alles kombiniert mit schnellem, gut ausgeglichenem Gameplay sorgt für ein grandioses Prügelspiel. Schade ist nur, dass 3 der neuen Charaktere, die sich auf den Cover des Spieles befinden und ein wesentlicher Bestandteil des Marketings sind, DLC sind, von denen ihr nur einen im Shop mit ingame Geld kaufen könnt und einer noch gar nicht veröffentlicht ist.

Wertungsbild 9.5

 

Positiv

+ Schnelles, ausgeglichenes Gameplay

+ Originelle, liebenswerte und spaßige Charaktere

+ Mitreißende Story

+ Viele hilfreiche Tutorials

+ Verbesserte Online Lobbys

+ Genialer Soundtrack

Negativ

– Ein Teil des neuen Inhaltes sind DLC

Written by: Julian Reininger

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