gamescom 2015 – Ansturm auf die heiligen Messehallen und wie ihr diesen überlebt

Am 05. August 2015, dem Presse- und Fachbesuchertag der gamescom, füllte noch eine überschaubare Besucherzahl die Hallen der größten Spielemesse Europas. Nach der Eröffnung für die Privatbesucher am 06. August 2015 wurde das Messegelände von Spiel- und Schaulustigen förmlich geflutet.

Dichtes Gedränge, ein leichter omnipräsenter Schweißgeruch und eine laute, durchmischte Soundkulisse begleiteten die Menge auf ihrem Streifzug durch die gamescom 2015 auf Schritt und Tritt. Die klassisch gewohnte Atmosphäre stellte sich ein: Platzangst und der Kampf um die Controller.

Hochstativaufnahmen, Eingang Süd

Fußfreiraum Ade.

Über die Präventivmaßnahmen der Veranstalter und Aussteller auf den im Vergleich zum letzten Jahr noch weiter gestiegenen Besucheransturm berichteten wir bereits. Aber auch zusätzliche 40.000 Quadratmeter Messefläche und massenweise Zockstationen innerhalb der Booths scheiterten kläglich am Riesenaufgebot der Besucher. Nicht selten reichten die Warteschlangen weit bis in die begehbaren Bereiche und verursachten Stau.

Bepackt mit überdimensionalen bedruckten Papiertüten schien sich kein Gamer und Zocker darum zu scheren, bereitwillig großflächige Werbeplakate quasi um seine Schulter zu tragen. Und dann auch noch der unerträglichen Hitze ausgesetzt, schwitzte sich einjeder im Schneckentempo an die ersehnten Kostproben der jeweiligen Videospiel-Favoriten heran. Um zu gewährleisten, dass die Fans nach Stunden des Anstehens ihre Lieblingspiele noch bei vollem Bewusstsein anzocken können, wurden liebenswerter Weise vermehrt Wasserflaschen verteilt.

Stand: ACTIVION BLIZZARD, Halle 7

Stand: ACTIVION BLIZZARD, Halle 7

Doch teilweise wurden die Geduldigen irregeführt und letztendlich nur mit einem Trailer abgefertigt. Glücklicherweise war dies wesentlich seltener der Fall als noch 2014.

Survival-Tipps für den Messe-Marathon:

Game-Trailer mögen nicht unbedingt unbeliebt sein, aber tatsächlich dafür anstehen wollen wenige. Immerhin können die bewegten Bilder meist bereits am nächsten Tag auf YouTube bestaunt werden.Um nicht nach längerer Zeit in der Schlange mit einem Trailer statt einer Demorunde überrascht zu werden, gibt es eine einfache aber äußerst effektive Präventivmethode: Nachfragen. Besonders bei geschlossenen Booths ist Vorsicht geboten, da nicht offensichtlich ist, ob im inneren die erhofften PCs und Konsolen lauern, oder doch nur eine Leinwand.

Jeder kommt früher oder später an der Halle 5.1 vorbei, der Merchandise-Halle. Wer sich allerdings vorgenommen hat, hier tatsächlich zu bummeln oder etwas bestimmtes zu kaufen, sollte diesen Bereich am Vormittag meiden und seinen Plänen Nachmittags weiter nachgehen. Dicht an dicht drängen sich die einzelnen Shops und animieren mit ausgefallenen oder erotisch angehauchten Artikeln viele Besucher dazu, stehenzubleiben. Die Folge ist, dass der Besucherstrom einer honigartig dahinkriechender Masse ähnelt, in welcher nur schwer voranzukommen ist.

Merch, Merch, Merch - soweit das Auge reicht in Halle 5.1

Merch, Merch, Merch – soweit das Auge reicht in Halle 5.1

Da sich das Gedränge nach der Mittagszeit deutlich spürbar auszudünnen beginnt, bieten die neu eingeführten Nachmittagstickets letztlich doch eine wirklich gute Möglichkeit einen entspannten und zugleich günstigen Einblick ins Messegelände zu erhaschen. Die Nachmittagstickets gibt es ab 14 Uhr und für nur 8€ können an den Tageskassen vor Ort.

Wer sich nach einem ruhigeren Bereich mit Sitzmöglichkeiten sehnt, sollte in Halle 5.2 sein Glück versuchen. Das dort angesiedelte cosplay village beinhaltet fast eine halbe Halle voller Bierbänke und damit große Chancen auf einen Sitzplatz mit interessantem Ausblick. Sofern man gerne Zeit im Freien aber ohne brennende Mittagssonne verbringen möchte findet im offenen Bereich zwischen Halle 5.1 und Halle 6 Zuflucht. Am besten direkt vom Boulevard, also der Hauptstraße, aus direkt ansteuern.

Wir wünschen euch viel Erfolg dabei, euren Messebesuch erfolgreich und unbeschadet zu überstehen. Wir werden uns weiterhin ins Getümmel stürzen und euch weiterhin mit allerlei hilfreichen Informationen rund um das Überleben auf der gamescom zu versorgen. In jedem Fall immer gilt: viel trinken, wenig Sonnenbaden. Viel Glück.

 

Written by: Andz Kiu

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  1. Pingback: gamescom 2015 - das große Finale und wie's 2016 weitergeht 12. August 2015

    […] ihr noch mehr Eindrücke wollt, so lest hier von Tag 1 und Tag 2 der gamescom 2015, oder stöbert in unseren Fotogallerien auf Flickr und […]

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