Games als falsches Schlachtfeld für Feminismus

Eine etwas kritischer Ansicht zu aktuellen Ereignissen wie den Videos von Anita Sarkeesian und co. Wer in letzter Zeit die Dame verfolgt hat oder einige ihrer Aussagen gelesen oder gehört hat, wird sich jetzt wohl fragen: sind Spiele wirklich zu sexistisch? Die Antwort: Nein.

Es ist zwar wirklich bemerksenswert, dass die Dame mit ihren sinnfreien Aussagen so viel Aufmerksamkeit erhalten hat, aber jeder Gamer wird ihr ganz klar widersprechen können. Gehen wir dazu einmal auf ein paar Brennpunkte ein.

Zu wenig weibliche Protagonisten?

Für alle Freunde von Meme’s gibts hier einen netten Cartoon, der die Frage sehr einfach beantwortet. Weibliche Hauptcharaktere gibt es in der Welt der Videospiele schon seit den Anfängen. Samus aus der Metroid Serie oder Tomb Raider waren damals schon Ikonen und wurden von Männern gespielt trotz verpixelter Grafik und im Falle vom Samus, keine leichte Bekleidung. Die Anzahl der starken weiblichen Charaktere zieht sich auch durch alle Konsolen und Generationen. Einige gute Beispiele wurden bereits im Cartoon zusammengefasst. Das große Problem hier ist gerade, dass sich jemand der fixiert auf Feminismus ist, auf das Thema Games stürzt und gerade hier liegt der Fehler auf den ich hier im Artikel eingehen will. Als Spieler oder Spielerin sieht man die Titel nicht aus diesem Punkt. Die Charaktere erzählen eine Geschichte und man ist der Charakter während der gesamten Story. Egal ob es ein Alien, ein Tier oder eben Mann/Frau ist. Man versetzt sich in den Charakter und lebt mit dem Charakter.

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Weibliche Charaktere werden falsch dargestellt?

Natürlich geht man als nächstes auf die Kleidung der Damen in Videospielen ein um den nächstend dubiosen Diskussionspunkt hervorzurufen. Entwickler sind von den ersten Spielen an bemüht möglichst realistische Welten zu erzeugen und damit auch möglichst realistische Charaktere. Wenn man hier dann alle bisherigen Titel durchforsten findet man für beide Seiten genug Potenzial um ihre Fantasien auszuleben. Tomb Raider gibt es auch als Nathan Drake in Uncharted, Dante von Devil May Cry als Nariko von Heavenly Sword usw. Weiters gibt es dann noch viele Spielen (vor allem RPG’s) die dann noch den Spieler die freie Entscheidung lassen seinen Charakter zu erstellen und sein Aussehen beliebig anzupassen. Hier kann man so gut wie immer sowohl den männlichen Charakter in Shorts und über dimensionalen Muskeln rumlaufen lassen, als auch die Damen in Unterwäsche und überproportionalen Brustbereich. Wer diese Features wie nutzt bleibt den Spielern überlassen und das sollte auch so bleiben. Videospiele liefern uns nämlich im Gegensatz zu Filmen und co. die Freiheit das Spiel zu spielen wie man es selbst will. Gute Beispiele dazu sind Open World Titel wie GTA oder auch Saints Row. Hier hat jeder Spieler seinen eigenen Weg und kann komplett auf die Hauptstory vergessen und einfach durch die Welt ziehen, egal ob mit einem Clown oder einen Superhelden. Die Möglichkeiten sind grenzenlos und das ist auch gut so.

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Spieler zu sexistisch?

Als Abschluss möchte ich noch auf das wieder aufkommende Klischee eingehen, dass Gamer/Nerds etc. etwas eigen mit weiblichen Mitspielern umgehen sollen. Man muss hier prinzipiell unterscheiden. Competitive Games steigern generell bei jedem Spieler das Agressionspotenzial und wer Call of Duty und co. kennt, wird wohl schon mal mit Trash Talk von Minderjährigen in Berührung gekommen sein. Das hier dann konzentriert Wunde Punkte gesucht werden auf die man eingeht, dürfte wohl klar sein, deshalb kommen sowohl bei weiblichen Gegnern als auch bei männlichen Gegner etwas unprofessionelle Aussagen durch die Kehlen von 14-17 Jährigen.

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Zum Abschluss muss man einfach sagen, Videospiele sind einfach die falsche Spielwiese um auf gesellschaftliche Probleme einzugehen. Immer mehr Videospiele bewegen sich nur noch über das Internet im Multiplayer und gerade hier wird teilweise schlimmerer Trash Talk praktiziert als über soziale Medien, weil man doch noch immer hinter einem Gamer Tag oder einer fiktiven ID versteckt ist. Man will natürlich ein angenehmes Miteinander auch in der Welt der Videospiele haben, aber das erreicht man auf keinen Fall wenn man Entwickler und Spieler die seit Jahren mit der Materie leben, vorzuwerfen sie würden Frauen benachteiligen oder falsch darstellen.

 

Written by: Gabriel Bogdan

Redaktionsleiter/Vernichter von Cornflakes und Vollzeit Gamer

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  1. Pingback: Overwatch: Wie ein virtueller Hintern wieder mal das Internet beschäftigt 5. Mai 2016

    […] Unsere persönlichen Meinung zum übertriebenen Einsatz für Feminismus in Videospielen findet ihr hier. […]

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