Forza Horizon 2: Xbox One Review

Der Open World Racer ist wieder zurück. Nach dem erfolgreichen Forza Horizon für Xbox 360, kommt jetzt endlich der Nachfolger für die Xbox One. Ob sich der Titel besser präsentiert als Forza 5 könnt ihr bei uns nachlesen.

Nachdem in letzter Zeit eher die Simulationsgrößen wie Gran Turismo 6 und Forza 5 den Markt dominiert haben und auch noch EA’s jährliches Need for Speed auf nächstes Jahr verlegt wurde, ist das Timing von Forza Horizon 2 auf jeden Fall schon mal sehr gelungen. Wer also aktuell genug hat von den eher ernsteren Racing-Games und mal wieder ein wenig Arcarde Feeling haben will, wird seinen spaß mit Forza Horizon 2 haben. Nachdem 2012 der open-world Ableger von Forza erfolgreich gestartet ist, versuchen die Entwickler jetzt natürlich an den Erfolg und an das Feeling vom ersten Teil anzuknüpfen.

Auf den ersten Blick werden Fans vom Vorgänger vielleicht nicht viel neues finden, aber keine Sorge, der Titel bietet auch für Veteranen genug neues. Neueinsteiger werden wohl erst mal von der grandiosen Grafik und den guten Fahrgefühl überwältig, was man von den Forza Ablegern gewohnt ist.

Open World und Tuning im Mittelpunkt

Ein großer Fokus in Forza Horizon 2 liegt beim tunen eurer Wagen. Ihr bekommt zwar im laufe der Story regelmäßig neue Wagen, wenn ihr bestimmte Rennen abgeschlossen habt, aber gerade das Feintuning eurer Wagen ist der Part, in dem die Entwickler wirklich viel Spielraum gelassen haben. Ihr könnt jederzeit eure freigeschaltenen Wägen frei konfigurieren und bis ins kleine Detail umstellen. Als Anfänger hat man zwar erst seine Schwierigkeiten ins Tuning zu kommen, aber mit ein wenig Interesse, kommt man sehr schnell in die Materie. Die üblichen Fahrhilfen etc. lassen sich natürlich wie immer frei aus und einschalten je nach Spieler.

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Die riesige offene Welt ist der interessanteste Part an Forza Horizon 2. Wie bereits im Vorgänger könnt ihr über eure Karte die einzelnen Rennen auswählen und dann gelassen durch die verschiedenen Gebiete fahren bis ihr am Ziel ankommt. Während eurer Reise könnt ihr Skillpunkte sammeln, andere Fahrer herausfordern oder einfach nur die Umgebung genießen. Das ganze wird mal wieder von einem unglaublich guten Soundtrack untermalt. Die verschiedenen Radiosender bieten euch sehr gut gewählte Playlists um ein wenig von den durchgehend Motorengeräuschen auf den langen reisen abzulenken. Das neue Setting im Südosten von Frankreich und Nordwesten von Italien, ist vielleicht nicht ganz so umwerfend wie Colorado aus dem ersten Teil, liefert aber wirklich schöne Gebiete und unterstreicht vor allem die neuen Wettereffekte. Auch die Architektur der Gebiete kann ein wenig mehr überzeugen als im Vorgänger.

Die Fehler aus Forza 5 wurden wieder gut gemacht

Wie wir damals in unserem Review erwähnt haben, musste Forza 5 einiges einstecken, nachdem das Spiel voll mit micro-transactions war und wenig Streckenauswahl geboten hat. Forza Horizon 2 macht hier wieder alles richtig. Es gibt keine einzige micro-transaction und ihr schaltet in-game Geld, Skillpunkte etc. ganz einfach durch fahren frei. Egal ob ihr die Strecken schön fahrt, oder euch durch die Gegner durchboxt, ihr bekommt für alles XP und steigt damit im Level auf. Nachdem ihr aufsteigt könnt ihr Skillpunkte vergeben um wieder mit bestimmten Aktionen mehr XP und Geld zu erhalten und zusätzlich gibts ein kleines Glücksrad was euch neue Wagen oder einfach zusätzliches Geld besorgen kann.

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Das Belohnungssystem ist gut gelungen und liefert vor allem zum Vorgänger noch mehr Freiheit und Motivation. Ihr seid genauso wie bei der Wahl eurer Strecke, nirgends beschränkt und könnt frei wählen, wie ihr die einzelnen Rennen fahren wollt. Die größte Verbesserung gegenüber dem Vorgänger liefert Forza Horizon 2 mit dem online Modus. In Forza Horizon 1 war der Multiplayer noch nicht ganz ausgereift und hat viele gute Features aus dem Singleplayer nicht gut umgesetzt. In Horizon 2 wurde das ganze um einiges verbesser mit instant-launch free roam, was euch erlaubt jede Strecke im Spiel jederzeit zu bereisen und die zusätzlichen Co-Op Versionen der Bucket List Events und vieles mehr. Vor allem der Road Trip Mode weiß in Sachen Multiplayer zu überzeugen. Als Zusammenfassung zum Multiplayer kann man sagen, die Entwickler haben es geschafft die Community Features stark auszubauen und es macht einfach nur spaß mit anderen Leuten um die Wette zu fahren in den verschiedenen Modis.

Der Kampf zwischen Simulation und Arcade

Nachdem die Wurzeln von Forza eher in der realistischen Simulation liegt, kämpft Horizon 2 die meiste Zeit damit die beiden Welten zu vermischen und schafft es auch meistens recht gut. Simulationsfans kommen hin und wieder auf ihre Kosten mit den richtigen Einstellungen und Strecken, aber die meiste Zeit herrscht doch eher das Arcade Feeling was gerade durch das „Rewind“ Feature etwas leicht zum ausnützen ist. Ihr könnt jederzeit wie bereits bekannt aus Racern wie GRID etc. die Zeit zurückspulen wenn ihr mal eine Kurve schlecht erwischt oder einfach einen Fehler gemacht habt. Dadurch verliert sich in den meisten Rennen dann doch hin und wieder die Herausforderung. Die Checkpoints des Rewind Features sind leider sehr ungenau ausgefallen, daher lässt es sich leicht ausnutzen und erlaubt teilweise ein zu weites zurückspulen um die Sache interessant zu lassen.

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Wie zuvor erwähnt präsentiert sich Forza Horizon 2 grafisch sogar noch besser als Forza 5. An den Autos wurde nicht wirklich viel verändert, aber gerade die Umgebungsgrafik und die Wettereffekte konnten uns durchgehend überzeugen. Auch die verschiedenen Fahreransichten inklusive Cockpit Ansicht sind mal wieder grandios umgesetzt und lassen für Racing Fans keine Wünsche mehr offen.

Forza Horizon 2 erscheint am 2. Oktober für Xbox One und Xbox 360.

Fazit

Forza Horizon 2 knüpft an den Erfolg vom Vorgänger an und liefert sogar noch zusätzlich einige neue Features im Multiplayer Bereich die eindeutig gefehlt haben. Grafik und Fahrgefühl stechen mal wieder positiv heraus, aber das etwas ungenaue Rewind Feature und die Streckenvielfalt hätte man dann doch etwas besser ausfallen lassen können. Der Titel kann überwiegend aber doch überzeugen und damit gibts von uns eine klare Kaufempfehlung an Fans von Open World Racern.

 

Wertungsbild 9,0Positiv

+ Neue Multiplayer Features

+ Motivierendes Levelsystem ohne Micro-Transactions

+ Grafik und Soundtrack überzeugen wie im Vorgänger

Negativ

– Rewind Feature etwas zu ungenau ausgefallen

– Strecken Vielfalt fehlt etwas vor allem im späteren Spielverlauf

 

Written by: Gabriel Bogdan

Redaktionsleiter/Vernichter von Cornflakes und Vollzeit Gamer

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